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Normale Version: Tod - Endstation?
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(27.08.2021, 13:54)Wolfgang schrieb: [ -> ]Hallo,

wir sind bakterienbesiedelte, verdreckte, seit der Geburt langsam dahinsterbende Kohlenwasserstoffverbindungen, die von morgens bis abends nichts anderes im Kopf haben als Revierbehauptung, Futterbeschaffung, Verdauung, Schlafen und Fortpflanzung.

Ab und an haben wir als Luxusproblem noch mal ein paar Hirnzellen frei, die sich mit - angeblich - weiterführenden Themen befassen. Wenn man dann aber diese weiterführenden Themen mal genauer betrachtet, geht es nur um eine verbrämte Erweiterung der Basisbedürfnisse.

Der eine macht sich Gedanken, wie er möglichst effizient möglichst viele Artgenossen, Tiere oder Pflanzen umbringen kann.

Der andere denkt darüber nach, was wir tun müssen, um auch noch den restlichen Weltraum mit uns zu kontaminieren.

Und der dritte macht sich Gedanken, wie viele Doppelpunkte man in einem Wort unterbringen muss, damit sich Minderheiten gleichberechtigt fühlen.


Lasst uns hoffen, dass sich unsere Welt irgendwann von den entsetzlichen Schäden erholt, die wir ihr zufügt haben und hoffen, dass nie wieder irgendein Planet mit "Menschen" befallen wird. Lasst uns hoffen, dass wir niemals mehr wiedergeboren werden!

Viele Grüße

Wolfgang


Hallo Wolfgang,

Du beschreibst hier treffend das Tote, oder die Toten, daran merkt man wie weit dieses vom Leben wirklich entfernt ist. Wenn sich die Menschen ihrer lebendigen Natur nicht bewusst werden, dann wird es auch nichts mit einem Leben über das "Parasitentum" hinaus. Frage: Siehst Du Dich so, wie Du es beschreibst, oder bist Du darüber hinaus?
Hallo Eik,

ich stelle mir für mich idealerweise eine sehr friedvolle und stille Art des Lichtausschaltens vor.

Gut.. ok... das Hirn fährt langsam runter.. die Augen fangen noch etwas Licht ein... man sieht also einen Tunnel von Licht.... das Hirn schüttet noch mal volle Kanne Endorphine rein... man hat ein euphorisches Glücksgefühl... sieht sein Leben an sich vorbeiziehen, während sich ganze Hirnareale abschalten... ok.. das erwarte ich alles.

Aber dann muss langsam gut sein. Bloß nicht mehr Budenzauber. Einfach nur friedvolles Rübergleiten in die gleiche Stille und Leere wie vor meiner Befruchtung. Die Zeit war sehr ok. Ich hab sie sozusagen in allerbester Erinnerung... Big Grin

Alles andere wäre in meinen Augen nur Nerv.

Viele Grüße

Wolfgang
Ja Vorstellungen gibt es viele, nur frage ich mich hier wieder was Du da erinnern willst, wo nichts ist und woher die Erinnerung kommt, was diese festhält und wozu?
Hallo Eik,

wie gesagt: "Erinnerung ans Nichts" meine ich ironisch. Natürlich erinnere ich nichts. Denn vor meiner Zeugung war ich noch gar nicht. Und nach meinem Tod bin ich nicht mehr.

Wer nicht mehr ist, kann auch nicht denken. Es ist es in meinen Augen paradox, sich über das Nichts Gedanken zu machen.

Viele Grüße

Wolfgang
(27.08.2021, 21:04)Wolfgang schrieb: [ -> ]Hallo Eik,

wie gesagt: "Erinnerung ans Nichts" meine ich ironisch. Natürlich erinnere ich nichts. Denn vor meiner Zeugung war ich noch gar nicht. Und nach meinem Tod bin ich nicht mehr.

Wer nicht mehr ist, kann auch nicht denken. Es ist es in meinen Augen paradox, sich über das Nichts Gedanken zu machen.

Viele Grüße

Wolfgang


In der Tat, wer nicht ist, kann nicht denken und viele Menschen schließen vom Gehirn auf denken und setzen dies = Existenz. Ein logischer Kurzschluss nach meinen Erfahrungen, aber wer ihn zu Grunde legt für seine Existenz kommt zu diesem Schluss und dann ist natürlich das Biologische Leben identisch mit der Existenz, In jedem Falle ist es aber wie Du richtig bemerkst, paradox sich über das Nichts Gedanken zu machen. 

Was ich unter Existenz verstehe, schrieb ich in Philosophie unter dem Namen "Existenz". 

LG

Eik
Hallo Eik,

ein hypothetisches Etwas, was die biologische Existenz überdauert, hat oft mit Glauben und Religion zu tun. Damit kann ich nichts anfangen. Sowas brauch ich auch nicht, um keine Angst vor dem Tod zu haben.

Vielen Dank für Deinen Hinweis auf den Philosophie-Thread. Werde ich mir anschauen.

Viele Grüße

Wolfgang
(28.08.2021, 08:45)Wolfgang schrieb: [ -> ]Hallo Eik,

ein hypothetisches Etwas, was die biologische Existenz überdauert, hat oft mit Glauben und Religion zu tun. Damit kann ich nichts anfangen. Sowas brauch ich auch nicht, um keine Angst vor dem Tod zu haben.

Vielen Dank für Deinen Hinweis auf den Philosophie-Thread. Werde ich mir anschauen.

Viele Grüße

Wolfgang

Das Konzept der Gnosis, im Sinne der Ägyptischen Philosophie, ist genau das Gegenteil von Religion und Glauben, es ist der Weg der Erkenntnis, durch Erfahrung. Es geht hier im Erkenntnis Projekt, im Grunde nicht um ein hypothetisches Konzept über die biologische Existenz hinaus, sondern darum, welche Wege und Möglichkeiten es gibt, Erkenntnis direkt zu erfahren. im Zuge dieser Erfahrungen werden sämtliche Ängste, auch die bei vielen vorhandene Todesangst überwunden, was bleibt ist die natürliche Furch vor Gefahr, die lebensnotwendig ist. Es ist schön, wenn Dir diese irrationalen Ängste fremd sind. 

Gnosis stand geschichtlich immer im Widerspruch zur Religion  (Erkenntnis vs. Glauben) und wurde Jahrhunderte lang bekämpft und verfolgt. Die Gründe liegen auf der Hand, Religion kann Menschen versklaven, Erkenntnis nicht.
(28.08.2021, 09:03)Eik schrieb: [ -> ]
(28.08.2021, 08:45)Wolfgang schrieb: [ -> ]Hallo Eik,

ein hypothetisches Etwas, was die biologische Existenz überdauert, hat oft mit Glauben und Religion zu tun. Damit kann ich nichts anfangen. Sowas brauch ich auch nicht, um keine Angst vor dem Tod zu haben.

Vielen Dank für Deinen Hinweis auf den Philosophie-Thread. Werde ich mir anschauen.

Viele Grüße

Wolfgang

Das Konzept der Gnosis, im Sinne der Ägyptischen Philosophie, ist genau das Gegenteil von Religion und Glauben, es ist der Weg der Erkenntnis, durch Erfahrung. Es geht hier im Erkenntnis Projekt, im Grunde nicht um ein hypothetisches Konzept über die biologische Existenz hinaus, sondern darum, welche Wege und Möglichkeiten es gibt, Erkenntnis direkt zu erfahren. im Zuge dieser Erfahrungen werden sämtliche Ängste, auch die bei vielen vorhandene Todesangst überwunden, was bleibt ist die natürliche Furch vor Gefahr, die lebensnotwendig ist. Es ist schön, wenn Dir diese irrationalen Ängste fremd sind. 

Gnosis stand geschichtlich immer im Widerspruch zur Religion  (Erkenntnis vs. Glauben) und wurde Jahrhunderte lang bekämpft und verfolgt. Die Gründe liegen auf der Hand, Religion kann Menschen versklaven, Erkenntnis nicht.

Vielleicht würden Nahtoderfahrungen weiterhelfen?

Das ist ein Thema,welches mich schon sehr beschäftigt hat.

Stimmt,Religionen versklaven und zwingen Meinungen auf, aber Erkenntnisse,seien sie auch selbst erlebt/duchlebt.....sind frei von allen Zwängen

Liebe Grüße,phaeton
Heart Heart Heart
Guten Abend Phaeton

Hierzu kann ich einen aktuellen Film empfehlen: the OA



LG

Eik 

Floating_heart
(27.08.2021, 13:54)Wolfgang schrieb: [ -> ]Der eine macht sich Gedanken, wie er möglichst effizient möglichst viele Artgenossen, Tiere oder Pflanzen umbringen kann.

Der andere denkt darüber nach, was wir tun müssen, um auch noch den restlichen Weltraum mit uns zu kontaminieren.

Und der dritte macht sich Gedanken, wie viele Doppelpunkte man in einem Wort unterbringen muss, damit sich Minderheiten gleichberechtigt fühlen.

"Es gab eine Zeit, da wanderten wir in Schiffen von Stern zu Stern. Heute wagen wir uns keine hundert Meilen mehr von unserem Wohnort weg. Wir bewahren das alte Wissen und fangen nichts damit an. Einst benutzten wir es, um das Muster des Lebens gleich einem Gobelin durch die Nacht und das Chaos zu weben. Wir vergrößerten die Lebensschancen. Wir vollbrachten Menschenwerk."  leGuin, City of Illusions, 1967

Zitat:Lasst uns hoffen, dass sich unsere Welt irgendwann von den entsetzlichen Schäden erholt, die wir ihr zufügt haben und hoffen, dass nie wieder irgendein Planet mit "Menschen" befallen wird.

Warum ist alles so negativ geworden? Was ist mit den vielen wunderbaren Dingen, die unserem Bewusstsein möglich sind, und von denen wir noch kaum eine Ahnung haben? Damals, 1960/70 sah man das Potential des Möglichen, sah eine Bestimmung für das Menschsein, die über den Horizont eines Sterblichen hinausreicht.

Dann aber hat man das Problem zum Fetisch gemacht, und die Negativität kultiviert.

Und dann ist eben auch der Tod ein Problem, weil man ja nicht für eine Vision lebt, sondern nur in der Problemvermeidung.
In der ganz alten Zeit war da auch kein Problem, weil man da in einer Stammestradition lebte, in einem Kollektivbewusstsein - und der Stamm existiert weiter, und im Stamm lebt man auch weiter, durch den Ahnenkult.

Das funktionert so in der modernen Zeit nicht mehr. Aber es gäbe eine moderne Vision. Es gibt sie, und sie wurde auch gesehen. Sie wurde gesehen um 1920/30, und dann wieder um 1960/70. Und dann wurde sie beiseitegeschafft. Aber warum, und wie? Und wieso ist sie nicht mehr attraktiv genug um sie aufzuwecken?

Ich meine, wenn wir nicht für eine Vision leben - wozu leben wir dann überhaupt?
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