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(06.01.2019, 18:59)Matthias schrieb: [ -> ]An dieser Stelle möchte ich nochmal zwei Sprüche aus dem Thomasevangelium anführen, die mir gerade sehr zu denken geben:

54) "Jesus sagt: ..., wer sein Leben nicht auf sich nimmt wie ich, wird meiner nicht würdig sein."


....Bitte ich Dich dieses, Melvin, absolut zu beachten. Ich denke, dass Du dieses aufgrund Deines bsiherigen Entwicklungsweges, absolut verstehen kannst. Nimm es aber nicht zu oberflächlich, es liegt tiefer. Deine Belastungsstörung wirst Du sicher bald loswerden, wenn Du in die Tiefe gehst
Herzlichst, Janni



Es liegt wohl etwas in meiner Natur, dass mir am Beginn eines Weges keine Aufgabe zu groß erscheint und ich mit vollem Einsatz starte. Nehmen die Schwierigkeiten dann aber überhand, bekomme ich es mit der Angst zu tun und ich würde am liebsten weit weglaufen.

Und vor die größte Herausforderung hat mich bisher meine langjährige Erkrankung gestellt. Zunächst war ich fasziniert und wollte die unterschiedlichen Bewusstseinszustände möglichst gründlich erforschen. Auf die damit verbundenen Nachteile und Unannehmlichkeiten wollte ich aber dann doch bitte schön verzichten.

Ich wollte weiterhin der erfolgreiche Forscher sein, der die Krankheit als ein außenstehendes  Objekt betrachtet und sie erfolgreich bezwingt. Und solange ich mir einbildete, die Krankheit zu besiegen, war ich in Wirklichkeit vor ihr auf der Flucht.

Es gibt traumatisierte Menschen, die ihr Leben weiterführen, in dem sie ihre seelischen Verletzungen einfach vergessen.

Für mich kann ich sagen, dass ich froh darüber bin, dass sich meine Verletzungen immer wieder gezeigt haben und mir vor Augen geführt haben, wo es bei mir im Kern noch mangelt.

57) "Jesus sagt: Glücklich der Mensch, der gelitten hat: er hat zum Leben gefunden."

Dieser Spruch stimmt mich hoffnungsvoll.

Für mich besagt er, dass Leiden zwar keine Voraussetzung für Erkenntnis ist, wohl aber eine lohnende Quelle sein kann. 

Er besagt für mich aber auch, dass dem Erkennen zunächst eine Phase der Stabilisierung und Heilung vorausgehen muss.

Liebe Grüße
Matthias
[Bild: heart.png][Bild: heart.png][Bild: heart.png]
Zitat:
57) "Jesus sagt: Glücklich der Mensch, der gelitten hat: er hat zum Leben gefunden."




Genau das ist eine Lebensphilosophie....,so stellte sich das Leben in Gleichungen dar....

um zum wahren Glück zu finden ist Leid eben unausweichlich.

Wie kann man die Freude schätzen,hat man das Leid nicht erlebt?

Wie kann man zu der Erkenntnis kommen,dass man erst über viele Stolpersteine gehen muss,um die Sandkörner warm und weich unter den Füßen zu spüren?

Letztendlich war alles Leid nur der Weg zum Wachsen an sich selbst und wenn man die Worte von Jesus versteht,kann man darin
durchaus die Erkenntnis für alles finden.
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