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Von Raumfahrt bis Turmbau
#2
Ich sitze in einer Schubkarre und zwei Wesen,die Kutten tragen mit riesigen Kapuzen fahren mit mir über sehr holprige
Gehwege.
Rechts wie links stehen Straßenlaternen,die ein karges Licht in dieser dunklen Nacht auf die Häuser werfen.
Mein ganzer Körper tut bereits weh,doch sie hören mich nicht,diese gesichtslosen Wesen,immer weiter in dieser
uralten Holzkarre,ich bin wohl im Mittelalter,wo auch immer,ich weiß es nicht.

Aufeinmal zeigt sich links eine total verkohlte Landschaft,Bäume ohne Blätter,riesige Äste,die sich bewegen,als
wollten sie sagen:"Komm hier her und dir wird es gut gehen!"
Rechts ist es plötzlich verführerisch hell und es zeigt sich eine wunderschöne,blühende Landschaft,doch auch hier
wirken die Äste der Bäume wie riesige Fangarme,die verführerisch lockten....

"Nein,schrie ich den beiden Schergen zu,fahrt geradeaus!" Sie folgten meinem Willen und das befreite mich aus der
inneren Unsicherheit,aus der Angst.
So befahl ich ihnen langsamer zu fahren,doch da lachten sie furchterregend auf und einen Augenblick lang roch ich
ihren fauligen Atem.

Diese Pflastersteine wollten nicht enden und von beiden Seiten hörte ich inzwischen laute Lockrufe.
An einem See angekommen,kippten diese monströsen Gestalten mich einfach in`s Wasser,sofort war ich von unzähligen
Schlangen umzingelt.
Sie wickelten sich um mich und zogen mich in die Tiefe dieses See`s. Merkwürdig,ich konnte atmen und doch schloß ich die
Augen,bis ich plötzlich Boden unter den Füßen hatte.
Als ich die Augen öffnen wollte,sollte mir das nicht gelingen,alles war ausgefüllt mit einem gleißenden Licht.
Wärme durchströmte meine Adern und ich merkte,dass ich schwebte,ja ich war schwerelos.....

Ohne Raum und Zeit,so schien es mir und doch fühlte ich mich geborgen.Mein Körper klebte förmlich an einer "Decke" und
plötzlich bewegte sich das Ding höher und höher,in kreisenden Bewegungen.
Diese unglaubliche Wärme machte mich schläfrig und ich muss wohl auch geschlafen haben,denn plötzlich sah ich die Welt wieder,als dieses Ding ruckartig anhielt.

Sanft sprach mich eine Stimme an:"Du bist nicht in deiner Welt,Menschenkind,du hast der Verlockung widerstanden,dem Dunkel widerstanden und den Schlangen vertraut,so öffne nun deine Augen!"
Dies war ein mit unzähligen Schaltern versehener Raum und was ich als meine Welt erkannte,war sowas von präzise in Form und
Gestalt,dass ich staunend fragte:"Wo bin ich?"

Ich bekam keine Antwort,stattdessen öffnete sich eine Tür,oder ein Tor und als ich nach Draussen gehen wollte....fiel ich,fiel ich
immer weiter,auch wieder schwerelos in eine tiefdunkle Nacht,um weich in einer von der sonnebestrahlten Baumkrone zu
landen....

Dies geschah vor etwa 30 Jahren und immer wieder erlebe ich genau dassselbe,oft als Traum,dann wieder als Vision ,doch mittlerweile
kann ich diese Fahrt mit der Schubkarre ganz ausblenden,denn die Prüfung hatte ich unlängst bestanden....

Diese Wärme ist die Kraft der Sonne und das Erlebnis eines von Vielen auf dem Weg der Erkenntnis....mitten aus dem Leben,es stand nirgends geschrieben....

Heart Heart Heart phaeton
Die Augen eines Wolfes öffen dir das Tor zum Ursprung,so öffne dein Herz und du wirst wissen...Erkenntnisse sind der Weg zur Weisheit...
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Nachrichten in diesem Thema
Von Raumfahrt bis Turmbau - von Eik - 11.02.2017, 13:23
RE: Von Raumfahrt bis Turmbau - von phaeton - 09.12.2017, 20:14

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