Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Die offene Gesellschaft und ihre Feinde
#21
Zitat: E8


Was ich gesehen hab, kann man nicht in Lehrgängen erklären. Und womöglich sollte man sich nicht wünschen, diese Last zu tragen.

Zitat  Ende



Voll zustimme!!


Liebe Grüsse phaeton
Heart Heart Heart Idea Idea Idea
Die Augen eines Wolfes öffen dir das Tor zum Ursprung,so öffne dein Herz und du wirst wissen...Erkenntnisse sind der Weg zur Weisheit...
Zitieren
#22
(24.09.2019, 17:35)phaeton schrieb: Zitat: E8


Was ich gesehen hab, kann man nicht in Lehrgängen erklären. Und womöglich sollte man sich nicht wünschen, diese Last zu tragen.

Zitat  Ende


Wer immer das gesagt hat, er hat gewusst, von was er spricht.



Voll zustimme!!


Liebe Grüsse phaeton
Heart Heart Heart Idea Idea Idea
Zitieren
#23
(25.09.2019, 16:01)Juliane schrieb:
(24.09.2019, 17:35)phaeton schrieb: Zitat: E8


Was ich gesehen hab, kann man nicht in Lehrgängen erklären. Und womöglich sollte man sich nicht wünschen, diese Last zu tragen.

Zitat  Ende


Wer immer das gesagt hat, er hat gewusst, von was er spricht.



Voll zustimme!!


Liebe Grüsse phaeton
Heart Heart Heart Idea Idea Idea

Steht doch da,wer das gesagt hat und ja......E8 weiß wovon er spricht,deshalb ja auch voll zustimmte
Die Augen eines Wolfes öffen dir das Tor zum Ursprung,so öffne dein Herz und du wirst wissen...Erkenntnisse sind der Weg zur Weisheit...
Zitieren
#24
@ E8. Dann erzähle doch mal von Deiner Last.

LG Matthias
[Bild: 54.gif]
Wer an sein Selbst glaubt, kann Alles schaffen!
Zitieren
#25
(29.09.2019, 20:16)Matthias schrieb: @ E8. Dann erzähle doch mal von Deiner Last.

Ei das tue ich doch ständig!

Ich hab zB hier exemplarisch einige Bickwinkel aufgezeigt, die man auf bestimmte Dinge einnehmen kann. Von diesen Ideen ausgehend kann man dann in vielerlei Richtungen die Betrachtung weiterführen, und dann werden ganz sicher Ungereimtheiten auffallen und Fragen sich stellen. Solche Fragen stellt aber offenbar niemand, woraus folgt: es interessiert keinen.

Heutzutage ist es eher schon so, dass es völlig gleichgültig ist, welche Position und welchen Blickwinkel man einnimmt und in welche Richtung man schaut - weil einem in jeglicher Richtung Merkwürdigkeiten und Unstimmigkeiten ins Auge springen, die eigentlich zu Fragen führen müßten. Es stellt aber niemand die Fragen!

Daraus hab ich gefolgert, dass über das Wahrgenommene gar nicht nachgedacht wird.
Das aber zu folgern ist verboten - deswegen hat man mich aus einem Forum geschmissen: es ist diskriminierend, zu behaupten, Leute würden nicht nachdenken!

Das ist durchaus einsehbar, denn es entspricht der Philosophie unserer Bildung: Wenn die Aufgabe gestellt ist, zwei und zwei zusammenzuzählen, dann kann man da als Lösung vier hinschreiben oder auch fünf. Und es wäre in höchstem Maße diskriminierend, wenn man dann sagen wollte, die eine Lösung sei richtig und die andere falsch; denn selbstverständlich sind beide Lösungen als gleichberechtigte Meinungen anzusehen, und würde man gar eine Benotung solcher Lösungen beabsichtigen, so wäre das in höchstem Maße totalitär!

Nun bin ich aber der Meinung, dass die Mathematik in der Art, wie sie noch unsere Vorväter betrieben haben, einen gewissen Sinn hatte, weil man damit nämlich zu Lösungen kommt, die wiederum für darauf aufbauende Dinge nützlich sein können (und sei es nur, um zu planen, wann ein Flughafen fertiggebaut sein wird).

Aber die Last solcher Ansichten trage ich dann halt ganz allein, während alle anderen sich in ihrer Sichtweise einig zu sein scheinen.


Natürlich hat das alles einen sehr viel weiter reichenden Hintergrund und geht bis in meine Jugend zurück, in eine Zeit, als es wichtig war, die Schule als ein zu bekämpfendes Instrument der sog. herrschenden Klasse zu erkennen, als es vor allem wichtig war, in Mathematik und Deutsch schlechte Noten zu haben, Ingenieure zu hassen und gegen Atomkraft zu demonstrieren.
Damals fühlte ich mich sehr ausgeschlossen, weil ich es einfach nicht geschafft hab, in Mathe schlechte Noten zuwegezubringen (und das, obwohl ich mir ein Schild "nur zu besuch" auf mein Pult gestellt und derweil PerryRhodan gelesen hab). Das Ingenieurstudium, das ich dann probiert hab, hat mir übrigens auch nicht zugesagt, weil es da offenbar nur darum ging, einen Abschluss zu bekommen um nachher viel Geld zu verdienen.

Ich könnte da lange Geschichten erzählen, über die Frage nach der eigenen Existenzberechtigung, über den Umgang mit dem Ausgsgrenztsein, über die bizarren Merkwürdigkeiten in der Gesellschaft, über die vielen Fragen die sich da auftun. Und zwischen diesen Fragen, die doch einen erklärbaren sozialen oder kulturellen Kontext haben und von daher eigentlich verständlich sein sollten (die aber dennoch niemanden interessieren oder zum Nachdenken zu bringen scheinen), gibt es dann noch Einsprengsel einer ganz anderen Art - das, was ich meine persönliche Akte-X nenne: Dinge, die NICHT irgendwie erklärbar, ja nicht einmal verständlich beschreibbar sind, die aber darauf hindeuten, dass mit unserem gesamten Weltbild, über das man sich so wissenschaftlich mehr oder weniger einig ist, etwas grundlegendes nicht stimmt.
In diesen Dinge finde ich dann, in irgendwelcher Literatur und an ganz unerwarteten Stellen, zuweilen Halbsätze, die darauf hindeuten dass das auch Anderen aufgefallen sein könnte. So gibt es von C.G.Jung ein Statement, das da lautet: "Das Ich ist auch nur ein Komplex wie jeder andere". Oder es gibt irgendwo eine technisch saubere Beschreibung über die Auswirkung der Welleninterferenzen, die ein hellsichtiges Bewusstsein im Zeitstrom verursacht. Oder es gibt eine Darstellung eines Gruppenrituals, mit dem eine finite Aussage über ein zukünftiges Ereignis forciert werden kann.
Solche Dinge hab ich dann immer tunlichst für mich behalten, in der Hoffnung, irgendwann mal auf Menschen zu treffen, die aufgeklärt genug wären, um damit etwas anzufangen zu wissen. Eine Ausnahme hab ich nur bei dem letzteren der genannten Beispiele gemacht, und mit ernüchterndem Ergebnis: da wurde mir von einer Seite erklärt, dass das doch trivial, aber in dieser Form viel zu kompliziert sei und mit Schamanismus viel einfacher ginge; und von ahderer Seite hat man sich erfreut gezeigt und versucht, das Ritual zu implementieren - um die Lottozahlen vorherzusagen. Mit bescheidenem Erfolg.
Und meine Hoffnung, irgendwann auf aufgeklärtere Menschen zu treffen, scheint auch vergebens: die kulturelle Entwicklung verläuft eher in gegenteiliger Richtung.
Zitieren
#26
(30.09.2019, 01:08)Elevation Eight schrieb:
(29.09.2019, 20:16)Matthias schrieb: @ E8. Dann erzähle doch mal von Deiner Last.

Ei das tue ich doch ständig!

Ich hab zB hier exemplarisch einige Bickwinkel aufgezeigt, die man auf bestimmte Dinge einnehmen kann. Von diesen Ideen ausgehend kann man dann in vielerlei Richtungen die Betrachtung weiterführen, und dann werden ganz sicher Ungereimtheiten auffallen und Fragen sich stellen. Solche Fragen stellt aber offenbar niemand, woraus folgt: es interessiert keinen.

Heutzutage ist es eher schon so, dass es völlig gleichgültig ist, welche Position und welchen Blickwinkel man einnimmt und in welche Richtung man schaut - weil einem in jeglicher Richtung Merkwürdigkeiten und Unstimmigkeiten ins Auge springen, die eigentlich zu Fragen führen müßten. Es stellt aber niemand die Fragen!

Daraus hab ich gefolgert, dass über das Wahrgenommene gar nicht nachgedacht wird.
Das aber zu folgern ist verboten - deswegen hat man mich aus einem Forum geschmissen: es ist diskriminierend, zu behaupten, Leute würden nicht nachdenken!

Das ist durchaus einsehbar, denn es entspricht der Philosophie unserer Bildung: Wenn die Aufgabe gestellt ist, zwei und zwei zusammenzuzählen, dann kann man da als Lösung vier hinschreiben oder auch fünf. Und es wäre in höchstem Maße diskriminierend, wenn man dann sagen wollte, die eine Lösung sei richtig und die andere falsch; denn selbstverständlich sind beide Lösungen als gleichberechtigte Meinungen anzusehen, und würde man gar eine Benotung solcher Lösungen beabsichtigen, so wäre das in höchstem Maße totalitär!

Nun bin ich aber der Meinung, dass die Mathematik in der Art, wie sie noch unsere Vorväter betrieben haben, einen gewissen Sinn hatte, weil man damit nämlich zu Lösungen kommt, die wiederum für darauf aufbauende Dinge nützlich sein können (und sei es nur, um zu planen, wann ein Flughafen fertiggebaut sein wird).

Aber die Last solcher Ansichten trage ich dann halt ganz allein, während alle anderen sich in ihrer Sichtweise einig zu sein scheinen.


Natürlich hat das alles einen sehr viel weiter reichenden Hintergrund und geht bis in meine Jugend zurück, in eine Zeit, als es wichtig war, die Schule als ein zu bekämpfendes Instrument der sog. herrschenden Klasse zu erkennen, als es vor allem wichtig war, in Mathematik und Deutsch schlechte Noten zu haben, Ingenieure zu hassen und gegen Atomkraft zu demonstrieren.
Damals fühlte ich mich sehr ausgeschlossen, weil ich es einfach nicht geschafft hab, in Mathe schlechte Noten zuwegezubringen (und das, obwohl ich mir ein Schild "nur zu besuch" auf mein Pult gestellt und derweil PerryRhodan gelesen hab). Das Ingenieurstudium, das ich dann probiert hab, hat mir übrigens auch nicht zugesagt, weil es da offenbar nur darum ging, einen Abschluss zu bekommen um nachher viel Geld zu verdienen.

Ich könnte da lange Geschichten erzählen, über die Frage nach der eigenen Existenzberechtigung, über den Umgang mit dem Ausgsgrenztsein, über die bizarren Merkwürdigkeiten in der Gesellschaft, über die vielen Fragen die sich da auftun. Und zwischen diesen Fragen, die doch einen erklärbaren sozialen oder kulturellen Kontext haben und von daher eigentlich verständlich sein sollten (die aber dennoch niemanden interessieren oder zum Nachdenken zu bringen scheinen), gibt es dann noch Einsprengsel einer ganz anderen Art - das, was ich meine persönliche Akte-X nenne: Dinge, die NICHT irgendwie erklärbar, ja nicht einmal verständlich beschreibbar sind, die aber darauf hindeuten, dass mit unserem gesamten Weltbild, über das man sich so wissenschaftlich mehr oder weniger einig ist, etwas grundlegendes nicht stimmt.
In diesen Dinge finde ich dann, in irgendwelcher Literatur und an ganz unerwarteten Stellen, zuweilen Halbsätze, die darauf hindeuten dass das auch Anderen aufgefallen sein könnte. So gibt es von C.G.Jung ein Statement, das da lautet: "Das Ich ist auch nur ein Komplex wie jeder andere". Oder es gibt irgendwo eine technisch saubere Beschreibung über die Auswirkung der Welleninterferenzen, die ein hellsichtiges Bewusstsein im Zeitstrom verursacht. Oder es gibt eine Darstellung eines Gruppenrituals, mit dem eine finite Aussage über ein zukünftiges Ereignis forciert werden kann.
Solche Dinge hab ich dann immer tunlichst für mich behalten, in der Hoffnung, irgendwann mal auf Menschen zu treffen, die aufgeklärt genug wären, um damit etwas anzufangen zu wissen. Eine Ausnahme hab ich nur bei dem letzteren der genannten Beispiele gemacht, und mit ernüchterndem Ergebnis: da wurde mir von einer Seite erklärt, dass das doch trivial, aber in dieser Form viel zu kompliziert sei und mit Schamanismus viel einfacher ginge; und von ahderer Seite hat man sich erfreut gezeigt und versucht, das Ritual zu implementieren - um die Lottozahlen vorherzusagen. Mit bescheidenem Erfolg.
Und meine Hoffnung, irgendwann auf aufgeklärtere Menschen zu treffen, scheint auch vergebens: die kulturelle Entwicklung verläuft eher in gegenteiliger Richtung.

Ja, E8, dass tust du doch wirklich.

Für mich war es sehr gut und ausführlich dargestellt,was du ausdrücken wolltest.

Mensch ,wenn man halt auch mal diskutiert,so ist das noch lange nicht böse gemeint....

Würde ich ständig "JA" und "JA" sagen,,wäre es das auch langweilig und vor allem nicht ehrlich.

Wenns stimmt,passt,ja warum soll ich nicht sagen,alles okay?

Alles gut....


Liebe Grüße phaeton
Heart Heart Heart
Die Augen eines Wolfes öffen dir das Tor zum Ursprung,so öffne dein Herz und du wirst wissen...Erkenntnisse sind der Weg zur Weisheit...
Zitieren
#27
(30.09.2019, 01:08)Elevation Eight schrieb:
(29.09.2019, 20:16)Matthias schrieb: @ E8. Dann erzähle doch mal von Deiner Last.

Ei das tue ich doch ständig!

Ich war früher eine ebensolche Labertasche wie Du und bin sehr froh, dass ich inzwischen gelernt habe, kurz und pointiert zu schreiben, lieber in mehreren kleinen Abschnitten als einem großen zu argumentieren. Du musst einfach verstehen, den Leuten geht beim Lesen die Luft aus und dann hast Du am Ende gar nichts mehr.
Also mein Lieber, kurz und kanpp und möglichst noch mit einer Schmunzelquote und Du wirst dei Verständigen auf Deiner Seite haben. Ansonsten verstehe ich Dein Anliegen sehr wohl und bin da ganz auf Deiner Seite.

Ich hab zB hier exemplarisch einige Bickwinkel aufgezeigt, die man auf bestimmte Dinge einnehmen kann. Von diesen Ideen ausgehend kann man dann in vielerlei Richtungen die Betrachtung weiterführen, und dann werden ganz sicher Ungereimtheiten auffallen und Fragen sich stellen. Solche Fragen stellt aber offenbar niemand, woraus folgt: es interessiert keinen.

Heutzutage ist es eher schon so, dass es völlig gleichgültig ist, welche Position und welchen Blickwinkel man einnimmt und in welche Richtung man schaut - weil einem in jeglicher Richtung Merkwürdigkeiten und Unstimmigkeiten ins Auge springen, die eigentlich zu Fragen führen müßten. Es stellt aber niemand die Fragen!

Daraus hab ich gefolgert, dass über das Wahrgenommene gar nicht nachgedacht wird.
Das aber zu folgern ist verboten - deswegen hat man mich aus einem Forum geschmissen: es ist diskriminierend, zu behaupten, Leute würden nicht nachdenken!

Das ist durchaus einsehbar, denn es entspricht der Philosophie unserer Bildung: Wenn die Aufgabe gestellt ist, zwei und zwei zusammenzuzählen, dann kann man da als Lösung vier hinschreiben oder auch fünf. Und es wäre in höchstem Maße diskriminierend, wenn man dann sagen wollte, die eine Lösung sei richtig und die andere falsch; denn selbstverständlich sind beide Lösungen als gleichberechtigte Meinungen anzusehen, und würde man gar eine Benotung solcher Lösungen beabsichtigen, so wäre das in höchstem Maße totalitär!

Nun bin ich aber der Meinung, dass die Mathematik in der Art, wie sie noch unsere Vorväter betrieben haben, einen gewissen Sinn hatte, weil man damit nämlich zu Lösungen kommt, die wiederum für darauf aufbauende Dinge nützlich sein können (und sei es nur, um zu planen, wann ein Flughafen fertiggebaut sein wird).

Aber die Last solcher Ansichten trage ich dann halt ganz allein, während alle anderen sich in ihrer Sichtweise einig zu sein scheinen.


Natürlich hat das alles einen sehr viel weiter reichenden Hintergrund und geht bis in meine Jugend zurück, in eine Zeit, als es wichtig war, die Schule als ein zu bekämpfendes Instrument der sog. herrschenden Klasse zu erkennen, als es vor allem wichtig war, in Mathematik und Deutsch schlechte Noten zu haben, Ingenieure zu hassen und gegen Atomkraft zu demonstrieren.
Damals fühlte ich mich sehr ausgeschlossen, weil ich es einfach nicht geschafft hab, in Mathe schlechte Noten zuwegezubringen (und das, obwohl ich mir ein Schild "nur zu besuch" auf mein Pult gestellt und derweil PerryRhodan gelesen hab). Das Ingenieurstudium, das ich dann probiert hab, hat mir übrigens auch nicht zugesagt, weil es da offenbar nur darum ging, einen Abschluss zu bekommen um nachher viel Geld zu verdienen.

Ich könnte da lange Geschichten erzählen, über die Frage nach der eigenen Existenzberechtigung, über den Umgang mit dem Ausgsgrenztsein, über die bizarren Merkwürdigkeiten in der Gesellschaft, über die vielen Fragen die sich da auftun. Und zwischen diesen Fragen, die doch einen erklärbaren sozialen oder kulturellen Kontext haben und von daher eigentlich verständlich sein sollten (die aber dennoch niemanden interessieren oder zum Nachdenken zu bringen scheinen), gibt es dann noch Einsprengsel einer ganz anderen Art - das, was ich meine persönliche Akte-X nenne: Dinge, die NICHT irgendwie erklärbar, ja nicht einmal verständlich beschreibbar sind, die aber darauf hindeuten, dass mit unserem gesamten Weltbild, über das man sich so wissenschaftlich mehr oder weniger einig ist, etwas grundlegendes nicht stimmt.
In diesen Dinge finde ich dann, in irgendwelcher Literatur und an ganz unerwarteten Stellen, zuweilen Halbsätze, die darauf hindeuten dass das auch Anderen aufgefallen sein könnte. So gibt es von C.G.Jung ein Statement, das da lautet: "Das Ich ist auch nur ein Komplex wie jeder andere". Oder es gibt irgendwo eine technisch saubere Beschreibung über die Auswirkung der Welleninterferenzen, die ein hellsichtiges Bewusstsein im Zeitstrom verursacht. Oder es gibt eine Darstellung eines Gruppenrituals, mit dem eine finite Aussage über ein zukünftiges Ereignis forciert werden kann.
Solche Dinge hab ich dann immer tunlichst für mich behalten, in der Hoffnung, irgendwann mal auf Menschen zu treffen, die aufgeklärt genug wären, um damit etwas anzufangen zu wissen. Eine Ausnahme hab ich nur bei dem letzteren der genannten Beispiele gemacht, und mit ernüchterndem Ergebnis: da wurde mir von einer Seite erklärt, dass das doch trivial, aber in dieser Form viel zu kompliziert sei und mit Schamanismus viel einfacher ginge; und von ahderer Seite hat man sich erfreut gezeigt und versucht, das Ritual zu implementieren - um die Lottozahlen vorherzusagen. Mit bescheidenem Erfolg.
Und meine Hoffnung, irgendwann auf aufgeklärtere Menschen zu treffen, scheint auch vergebens: die kulturelle Entwicklung verläuft eher in gegenteiliger Richtung.
Zitieren
#28
(09.10.2019, 15:53)Juliane schrieb: Ich war früher eine ebensolche Labertasche wie Du und bin sehr froh, dass ich inzwischen gelernt habe, kurz und pointiert zu schreiben, lieber in mehreren kleinen Abschnitten als einem großen zu argumentieren. Du musst einfach verstehen, den Leuten geht beim Lesen die Luft aus und dann hast Du am Ende gar nichts mehr.

Liebe Juliane,
ich weiss das schon.
Vor 20 Jahren ging ein Spruch durchs Netz: "if you can't say it in 12 seconds, the average American WON'T GET IT".
Das war damals noch zynisch gemeint in dem sinne, dass alles Dekadente aus Amerika 5-10 Jahre später auch zu uns kommt.
Inzwischen gibt es sogar wissenschaftliche Untersuchungen, die besagen, dass die Aufmerksamkeitsspanne weiter abgenommen hat, auf jetzt 8 Sekunden, und damit die eines Goldfischs (9 sek.) unterschreitet.

Aber sollte ich mich wirklich dem anpassen?
Ich will ja nicht für etwas werben, wo es nur darum ginge, die Aufmerksamkeit der Leute einzufangen, um sie dann zu "haben". Sondern mein Anliegen ist, dass der Gegenüber nicht bloss meine Ideen rezipiert, sondern selber denkt, auf dass dann daraus vielleicht auch etwas zurückkommt, was mir neue Einsichten gibt. Und wer so beschäftigt ist, dass er nichtmal ein paar Absätze betrachten mag, der wird auch dafür kaum Zeit finden.
Oder sehe ich das falsch?
Zitieren
#29
(11.10.2019, 16:22)Elevation Eight schrieb:
(09.10.2019, 15:53)Juliane schrieb: Ich war früher eine ebensolche Labertasche wie Du und bin sehr froh, dass ich inzwischen gelernt habe, kurz und pointiert zu schreiben, lieber in mehreren kleinen Abschnitten als einem großen zu argumentieren. Du musst einfach verstehen, den Leuten geht beim Lesen die Luft aus und dann hast Du am Ende gar nichts mehr.

Liebe Juliane,
ich weiss das schon.
Vor 20 Jahren ging ein Spruch durchs Netz: "if you can't say it in 12 seconds, the average American WON'T GET IT".
Das war damals noch zynisch gemeint in dem sinne, dass alles Dekadente aus Amerika 5-10 Jahre später auch zu uns kommt.
Inzwischen gibt es sogar wissenschaftliche Untersuchungen, die besagen, dass die Aufmerksamkeitsspanne weiter abgenommen hat, auf jetzt 8 Sekunden, und damit die eines Goldfischs (9 sek.) unterschreitet.

Aber sollte ich mich wirklich dem anpassen?
Ich will ja nicht für etwas werben, wo es nur darum ginge, die Aufmerksamkeit der Leute einzufangen, um sie dann zu "haben". Sondern mein Anliegen ist, dass der Gegenüber nicht bloss meine Ideen rezipiert, sondern selber denkt, auf dass dann daraus vielleicht auch etwas zurückkommt, was mir neue Einsichten gibt. Und wer so beschäftigt ist, dass er nichtmal ein paar Absätze betrachten mag, der wird auch dafür kaum Zeit finden.
Oder sehe ich das falsch?

Lieber E8,

stimme ich dir voll zu.

Wenn ich jetzt schon aufpassen sollte,ob ich viel und mit entsprechenden Absätzen schreiben darf,.......

Ich schreibe mit oder ohne Sprachsünden,was auch immer das sein soll.

Perfekte Grammatik? Perfekte Rechtschreibung?

Na,wer ist denn schon perfekt?

Freiheit,die ich liebe,gestehe ich mir auch hier beim Schreiben zu,bzw. beim Lesen anderer Mituser.

liebe Grüße,phaeton

Heart Heart Heart
Die Augen eines Wolfes öffen dir das Tor zum Ursprung,so öffne dein Herz und du wirst wissen...Erkenntnisse sind der Weg zur Weisheit...
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste