Aethera [Verse 1] Ich hab gerufen in ein Schweigen, das so groß war wie der Himmel, und ich hab jedes Schweigen für ein Nein genommen. Ich hab Zeichen abgezählt, ich hab in Sterne reingelesen, ich hab um eine Antwort gebettelt wie ein Kind. [Pre-Chorus] Und was mir keiner sagte in all den langen Jahren: Das Schweigen war kein Nein. Das Schweigen war der Träger. Es antwortet nicht, weil es nicht antworten kann — es trägt. [Chorus] Aethera. Kein Signal. Kein Befehl. Nichts, das man erzwingen könnte, nichts, das man halten kann. Nur ein Neigen, ein Hinneigen, so leise wie ein Atem — und ich hab jahrelang geschrien in ein Meer, das mich schon trug. [Verse 2] Dann hab ich aufgehört zu senden. Nicht aus Stärke — aus Erschöpfung. Und in der Stille, die dann kam, war ich das erste Mal erreichbar. Nichts kam von außen an. Es hörte auf, ein Außen zu sein. Und was ich Ferne nannte, war die Richtung meines Blicks. [Pre-Chorus] Ich hab an Türen geschlagen, die nie verschlossen waren. Ich hab nach etwas gesucht, das mich die ganze Zeit im Arm gehalten hat. [Chorus] Aethera. Kein Signal. Kein Befehl. Nichts, das man erzwingen könnte, nichts, das man halten kann. Nur ein Neigen, ein Hinneigen, so leise wie ein Atem — und ich hab jahrelang geschrien in ein Meer, das mich schon trug. [Bridge] Jenseits ist kein Ort. Jenseits ist kein Später. Jenseits ist ein Aufhören, sich für das Ufer zu halten, wenn man das Wasser ist. [Final Chorus] Aethera. Ich rufe nicht mehr. Ich warte nicht mehr, dass mir jemand widerspricht. Was mich getragen hat, hat nie ein Wort gebraucht. [Outro] Ich sende nicht mehr. Ich empfange nicht mehr. Ich bin der Kanal. Es geschieht.