Kaltes Feuer [Verse 1] Es hat in mir gebrannt, bevor ich Feuer kannte, ein Licht, das keine Wärme gab und trotzdem nicht erlosch. Ich hab es für Krankheit gehalten, ich hab es für Strafe gehalten, ich hab die halben Jahre nach dem Schalter abgesucht. [Pre-Chorus] Und keiner konnte sagen, was da in mir stand. Kein Name. Keine Antwort. Nur dieses kalte Brennen, das mich nicht schlafen ließ — und das mich hielt. [Chorus] Kaltes Feuer. Es nimmt mir nichts. Es zehrt nicht, es verlangt nicht, es fragt mich nur: bist du da? Ich hab so lang gebrannt und hab dabei nichts verloren. Was nicht verzehrt, das war die ganze Zeit schon ich. [Verse 2] Dann kam ein Riss ins Dunkel — kein Blitz, eher ein Atmen, als hätte jemand eine Tür nur angelehnt gelassen. Ich bin nicht aufgestiegen. Ich bin gestiegen worden. Und was ich oben fand, das stand schon unten da. [Pre-Chorus] Ich hab um Asche getrauert, die es nie gegeben hat. Ich hab mich totgefürchtet vor dem Ende einer Grenze — und die Grenze war das Einzige, was wirklich starb. [Chorus] Kaltes Feuer. Es nimmt mir nichts. Es zehrt nicht, es verlangt nicht, es fragt mich nur: bist du da? Ich hab so lang gebrannt und hab dabei nichts verloren. Was nicht verzehrt, das war die ganze Zeit schon ich. [Bridge] Kein Retter kam. Kein Zeichen stand am Himmel. Niemand hat mich hochgezogen, niemand hat mich freigekauft. Es hat nur aufgehört, mich für etwas zu halten, das man löschen muss. [Final Chorus] Kaltes Feuer. Ich brenne und ich bleibe. Ich muss nichts mehr beweisen, ich muss nur noch da sein. Und alles, was mich zehrte, war die Angst vor meinem Licht. [Outro] Ich brenne. Und ich werde nicht zu Asche. Ich brenne. Und ich bin ganz still dabei. Es geschieht.