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		<title><![CDATA[© Erkenntnis - Projekt - Wirtschaft]]></title>
		<link>https://ich-glaub-es.net/</link>
		<description><![CDATA[© Erkenntnis - Projekt - https://ich-glaub-es.net]]></description>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 14:31:42 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Raubtierkapitalismus]]></title>
			<link>https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=982</link>
			<pubDate>Tue, 06 Jan 2026 10:18:26 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://ich-glaub-es.net/member.php?action=profile&uid=25">Matthias</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=982</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #005dc2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Im Raubtierkapitalismus muss darauf geachtet werden, dass die großen Raubtiere den kleinen Raubtieren genug zu fressen geben.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #005dc2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Sonst leiden die kleinen Raubtiere an Hunger und fangen an die großen Raubtiere aufzufressen.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #005dc2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Wir hatten das schon mal. </span></span><br />
<br />
<span style="color: #005dc2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Karl Marx nannte es "das Kapital".</span></span><br />
<br />
<img src="https://ich-glaub-es.net/images/smilies/aegypten_smilies_0002.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: aegypten_smilies_0002.gif]" class="mycode_img" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #005dc2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Im Raubtierkapitalismus muss darauf geachtet werden, dass die großen Raubtiere den kleinen Raubtieren genug zu fressen geben.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #005dc2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Sonst leiden die kleinen Raubtiere an Hunger und fangen an die großen Raubtiere aufzufressen.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #005dc2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Wir hatten das schon mal. </span></span><br />
<br />
<span style="color: #005dc2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Karl Marx nannte es "das Kapital".</span></span><br />
<br />
<img src="https://ich-glaub-es.net/images/smilies/aegypten_smilies_0002.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: aegypten_smilies_0002.gif]" class="mycode_img" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Hunger und der Luxus]]></title>
			<link>https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=598</link>
			<pubDate>Sun, 16 Mar 2025 12:14:17 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://ich-glaub-es.net/member.php?action=profile&uid=24">Elevation Eight</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=598</guid>
			<description><![CDATA[Als ich gestern mit einem Nachbarn geratscht hab, meinte dieser, dass er sich neulich eine Tafel Schololade kaufen wollte, und erstaunt war, dass diese jetzt nicht mehr 59 Cent, sondern 1,99 Euro kostet.<br />
<br />
Er ist dann zu dem Sonderregal mit den Luxus-Schokoladen von Lindt&Sprüngli, und die kosten weiterhin 1,69 Euro. Also hat er die gekauft.<br />
<br />
Hier fallen zwei Sachen auf: <br />
<br />
Einmal, die Supermärkte kommen offenbar mit dem Überteuern nicht hinterher. <br />
Bei Luxus-Schokoladen ist das auch nicht so ganz einfach, denn da ist der "empfohlene" Höchstpreis auf der Verpackung aufgedruckt. Man müsste daher neue Verpackungen drucken, und dann den existierenden Warenbestand schreddern und neue Waren ausliefern.<br />
Ob man das nicht will oder technisch nicht kann, wissen wir nicht. Es fällt aber auch anderweitig auf, dass Luxusprodukte zumeist von der Überteuerung ausgenommen sind. Fast ausschließlich werden nur die Grundnahrungsmittel, das worauf niemand verzichten kann, maßlos überteuert.<br />
<br />
Zum anderen, wir haben gelernt wie Marktwirtschaft funktioniert: der Käufer wählt bei gleicher Qualität das günstigste Angebot. Dadurch, und durch die erwünschte Konkurrenz, wird sichergestellt, dass die Waren ihren Preis wert sind.<br />
Offenbar stimmt das aber so nicht - denn wenn dem so wäre, dann müsste an dem Tag, an dem die gewöhnliche Massenware mehr kostet als das qualitativ viel bessere Luxusprodukt, nur noch das Luxusprodukt gekauft werden.<br />
Tatsächlich sind aber in allen Supermärkten große Sonderverkaufsflächen mit Schokolade für 1,99 Euro, offenbar wird diese also nachgefragt.<br />
<br />
Der Handel funktioniert also offensichtlich nicht so, wies es uns die Wirtschaftswissenschaft lehrt. Hier müssen andere Mechanismen wirken, die den Kunden dazu bringen, ordinäre Massenware genausogern für 1,99 Euro zu kaufen wie bisher für 59 Cent.<br />
<br />
An anderer Stelle wurde erklärt, dass wir deshalb Krieg gegen Russland fürhren müssen, weil die sog. "Ukrainer" unbedingt superteure Pappdeckelsemmeln und Zuckerbrühe aus Amerika haben wollen, und Russland ihnen diese nicht liefern will. <br />
Ich möchte vermuten, dass auch in deisem Fall bestimmte andere Mechanismen wirken, die mit der hehren Lehre der Marktwirtschaft wenig zu tun haben.<br />
<br />
Im staatseigenen Fernsehen wurde uns erklärt, dass es auf der ganzem Welt nur eine einzige Fabrik gibt, in der Kühe hergestellt werden können. Diese Fabrik liegt in der Ukraine und Russland hat sie zerstört. Deshalb gibt es keine Kühe mehr, und deshalb ist Milch und alles, was aus Milch hergestellt wird, jetzt extrem teuer.<br />
Querdenker haben dann behauptet, das würde gar nicht stimmen, Kühe seien vielmehr sog. "Säugetiere", die sich selber fortpflanzen können - es bräuchte angeblich gar keine Fabrik um sie herzustellen. Dabei handelt es sich aber um eine Verschwörungstheorie.<br />
<br />
Was aber auch auffält, das ist, wofür sich die Bevölkerung engagiert. Denn es ist ja nicht so, dass wir es bei den Konsumenten nur noch mit einer tumben Masse zu tun hätte, die sich für gar nichts engagiert, sondern, so ähnlich wie Zombies im Film, in den Supermarkt schlurft und ganz geistlos und ohne eine Gefühlsreaktion die Schololade für 1,99 Euro aus dem Regal nimmt.<br />
<br />
Nein, die Bevölkerung engagiert sich durchaus. Allerdings nicht dahingehend, dass die merkwürdigen Dinge, die in unserem Land passieren, hinterfragt werden. Sondern, weil ihr im Fernsehen gesagt wird, dass an allem Leid und Hunger und an allen Mißständen nur einzig die Verschwörungstheorien schuld sind, engagiert sie sich, indem sie verbissen Jagd auf angebliche Verschwörungstheorien macht.<br />
<br />
Das kennen wir schon aus der Geschichte. Als in den Jahren um und nach 1933 große Mißstände im Land herrschten, hat man der Bewvölkerung erklärt, dass an allen Problem einzig nur die Juden schuld sind, und also hat die Bevölkerung sich engagiert, und, anstatt die merkwürdigen im Lande vorgehenden Dinge zu hinterfragen, fanatisch Jagd auf Juden gemacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Als ich gestern mit einem Nachbarn geratscht hab, meinte dieser, dass er sich neulich eine Tafel Schololade kaufen wollte, und erstaunt war, dass diese jetzt nicht mehr 59 Cent, sondern 1,99 Euro kostet.<br />
<br />
Er ist dann zu dem Sonderregal mit den Luxus-Schokoladen von Lindt&Sprüngli, und die kosten weiterhin 1,69 Euro. Also hat er die gekauft.<br />
<br />
Hier fallen zwei Sachen auf: <br />
<br />
Einmal, die Supermärkte kommen offenbar mit dem Überteuern nicht hinterher. <br />
Bei Luxus-Schokoladen ist das auch nicht so ganz einfach, denn da ist der "empfohlene" Höchstpreis auf der Verpackung aufgedruckt. Man müsste daher neue Verpackungen drucken, und dann den existierenden Warenbestand schreddern und neue Waren ausliefern.<br />
Ob man das nicht will oder technisch nicht kann, wissen wir nicht. Es fällt aber auch anderweitig auf, dass Luxusprodukte zumeist von der Überteuerung ausgenommen sind. Fast ausschließlich werden nur die Grundnahrungsmittel, das worauf niemand verzichten kann, maßlos überteuert.<br />
<br />
Zum anderen, wir haben gelernt wie Marktwirtschaft funktioniert: der Käufer wählt bei gleicher Qualität das günstigste Angebot. Dadurch, und durch die erwünschte Konkurrenz, wird sichergestellt, dass die Waren ihren Preis wert sind.<br />
Offenbar stimmt das aber so nicht - denn wenn dem so wäre, dann müsste an dem Tag, an dem die gewöhnliche Massenware mehr kostet als das qualitativ viel bessere Luxusprodukt, nur noch das Luxusprodukt gekauft werden.<br />
Tatsächlich sind aber in allen Supermärkten große Sonderverkaufsflächen mit Schokolade für 1,99 Euro, offenbar wird diese also nachgefragt.<br />
<br />
Der Handel funktioniert also offensichtlich nicht so, wies es uns die Wirtschaftswissenschaft lehrt. Hier müssen andere Mechanismen wirken, die den Kunden dazu bringen, ordinäre Massenware genausogern für 1,99 Euro zu kaufen wie bisher für 59 Cent.<br />
<br />
An anderer Stelle wurde erklärt, dass wir deshalb Krieg gegen Russland fürhren müssen, weil die sog. "Ukrainer" unbedingt superteure Pappdeckelsemmeln und Zuckerbrühe aus Amerika haben wollen, und Russland ihnen diese nicht liefern will. <br />
Ich möchte vermuten, dass auch in deisem Fall bestimmte andere Mechanismen wirken, die mit der hehren Lehre der Marktwirtschaft wenig zu tun haben.<br />
<br />
Im staatseigenen Fernsehen wurde uns erklärt, dass es auf der ganzem Welt nur eine einzige Fabrik gibt, in der Kühe hergestellt werden können. Diese Fabrik liegt in der Ukraine und Russland hat sie zerstört. Deshalb gibt es keine Kühe mehr, und deshalb ist Milch und alles, was aus Milch hergestellt wird, jetzt extrem teuer.<br />
Querdenker haben dann behauptet, das würde gar nicht stimmen, Kühe seien vielmehr sog. "Säugetiere", die sich selber fortpflanzen können - es bräuchte angeblich gar keine Fabrik um sie herzustellen. Dabei handelt es sich aber um eine Verschwörungstheorie.<br />
<br />
Was aber auch auffält, das ist, wofür sich die Bevölkerung engagiert. Denn es ist ja nicht so, dass wir es bei den Konsumenten nur noch mit einer tumben Masse zu tun hätte, die sich für gar nichts engagiert, sondern, so ähnlich wie Zombies im Film, in den Supermarkt schlurft und ganz geistlos und ohne eine Gefühlsreaktion die Schololade für 1,99 Euro aus dem Regal nimmt.<br />
<br />
Nein, die Bevölkerung engagiert sich durchaus. Allerdings nicht dahingehend, dass die merkwürdigen Dinge, die in unserem Land passieren, hinterfragt werden. Sondern, weil ihr im Fernsehen gesagt wird, dass an allem Leid und Hunger und an allen Mißständen nur einzig die Verschwörungstheorien schuld sind, engagiert sie sich, indem sie verbissen Jagd auf angebliche Verschwörungstheorien macht.<br />
<br />
Das kennen wir schon aus der Geschichte. Als in den Jahren um und nach 1933 große Mißstände im Land herrschten, hat man der Bewvölkerung erklärt, dass an allen Problem einzig nur die Juden schuld sind, und also hat die Bevölkerung sich engagiert, und, anstatt die merkwürdigen im Lande vorgehenden Dinge zu hinterfragen, fanatisch Jagd auf Juden gemacht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pakete]]></title>
			<link>https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=427</link>
			<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 04:24:24 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://ich-glaub-es.net/member.php?action=profile&uid=43">Wolfgang</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=427</guid>
			<description><![CDATA[Ich hab in Nord-Hamburg einen Betrieb. Die Firma ist ebenerdig und nur durch einen Bürgersteig von der Seitenstraße getrennt. Man kann 8 Meter vor unserem Eingang parken. Und die Firma ist seit fast 40 Jahren ohne eine einzige Ausnahme werktags geöffnet. Von mindestens 8:00 bis 20:00.<br />
<br />
Für einen Paketdienst-Fahrer muss das der Traum sein. Er wird seine Lieferung bei uns immer los.<br />
<br />
Aber... so ist das nicht mehr. Mittlerweile erreicht uns nur noch jedes zweite Paket. Immer häufiger lesen wir, dass niemand "zu Hause" war und wir uns das Paket am Kiosk an der anderen Ecke des nicht gerade kleinen Stadtteils abholen können. Was wir natürlich strikt verweigern.<br />
<br />
Es scheint mittlerweile ganz normal zu sein, dass Zulieferer einfach nicht mehr zuliefern. Jeden Abend sehe ich hier Leute mit Paketen vorbeilaufen, die sie irgendwo zusammensuchen mussten.<br />
<br />
Es gab deutliche Unterschiede. UPS, DHL und Hermes klappten immer. DPD und GLS praktisch nie. Aber neuerdings schwächelt auch DHL. Es geht also weiter bergab. Aber die Versandkosten gehen hoch.<br />
<br />
Ich seh die Fahrer hier oft durchs Quartier irren. Sie sind hochkommunikativ, wenn sie lautstark auf arabisch in ihr Smartphone schreien. Aber sie kennen weder die Richtungsregel deutscher Hausnummerierungen noch kümmert sie die StVO, wenn sie während ihrer Suche den Wagen laufen lassen. Und wenn die Arbeitszeit rum ist, dann werden die restlichen Pakete als "nicht zustellbar" deklariert und im Stadtgebiet verteilt.<br />
<br />
Erst schaffen wir die Kaufhäuser ab und ersetzen sie durchs Internet. Und nun stützt sich unser Warenverkehr auf südländische "Fachkräfte" mit deren Arbeits-Auffassung. Kennt unsere Blödheit denn keine Grenzen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich hab in Nord-Hamburg einen Betrieb. Die Firma ist ebenerdig und nur durch einen Bürgersteig von der Seitenstraße getrennt. Man kann 8 Meter vor unserem Eingang parken. Und die Firma ist seit fast 40 Jahren ohne eine einzige Ausnahme werktags geöffnet. Von mindestens 8:00 bis 20:00.<br />
<br />
Für einen Paketdienst-Fahrer muss das der Traum sein. Er wird seine Lieferung bei uns immer los.<br />
<br />
Aber... so ist das nicht mehr. Mittlerweile erreicht uns nur noch jedes zweite Paket. Immer häufiger lesen wir, dass niemand "zu Hause" war und wir uns das Paket am Kiosk an der anderen Ecke des nicht gerade kleinen Stadtteils abholen können. Was wir natürlich strikt verweigern.<br />
<br />
Es scheint mittlerweile ganz normal zu sein, dass Zulieferer einfach nicht mehr zuliefern. Jeden Abend sehe ich hier Leute mit Paketen vorbeilaufen, die sie irgendwo zusammensuchen mussten.<br />
<br />
Es gab deutliche Unterschiede. UPS, DHL und Hermes klappten immer. DPD und GLS praktisch nie. Aber neuerdings schwächelt auch DHL. Es geht also weiter bergab. Aber die Versandkosten gehen hoch.<br />
<br />
Ich seh die Fahrer hier oft durchs Quartier irren. Sie sind hochkommunikativ, wenn sie lautstark auf arabisch in ihr Smartphone schreien. Aber sie kennen weder die Richtungsregel deutscher Hausnummerierungen noch kümmert sie die StVO, wenn sie während ihrer Suche den Wagen laufen lassen. Und wenn die Arbeitszeit rum ist, dann werden die restlichen Pakete als "nicht zustellbar" deklariert und im Stadtgebiet verteilt.<br />
<br />
Erst schaffen wir die Kaufhäuser ab und ersetzen sie durchs Internet. Und nun stützt sich unser Warenverkehr auf südländische "Fachkräfte" mit deren Arbeits-Auffassung. Kennt unsere Blödheit denn keine Grenzen?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Warum die Rente mit 63 abgeschafft werden kann]]></title>
			<link>https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=187</link>
			<pubDate>Tue, 31 Oct 2017 01:48:05 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://ich-glaub-es.net/member.php?action=profile&uid=24">Elevation Eight</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=187</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nach unbestätigten Berichten </span>gibt es Entwürfe zum sozial,- und gesellschaftlich verträglichem Ableben betagter Bürger. Der wirtschaftliche Nutzen von Bürgern jenseits der 50 Jahre ist nach den offiziellen Zahlen der Arbeitslosenämter ohnehin maginal. Der noch verbleibene Konsumanteil dieser Gruppe kann problemlos von jüngeren Menschen übernommen werden. Daher die im Referentenentwurf favorisierten Lösungsansätze. <br />
Der zum Ableben bereite Bürger bzw. dessen Erben erhält 5/10 der noch zu leistenden Zahlungen der Rentenkasse der durchschnittlichen Lebenserwartung. Eine Win_Win Situation. Die Rentenkasse reduziert ihre Ausgaben und mit Hilfe der Gesundheitspolitik wird auch die Lebenserwartung sinken. <br />
Das ist Vermögensbildung für die unteren Einkommensschichten. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Quelle: Tagesspiegel Forum <br />
</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nach unbestätigten Berichten </span>gibt es Entwürfe zum sozial,- und gesellschaftlich verträglichem Ableben betagter Bürger. Der wirtschaftliche Nutzen von Bürgern jenseits der 50 Jahre ist nach den offiziellen Zahlen der Arbeitslosenämter ohnehin maginal. Der noch verbleibene Konsumanteil dieser Gruppe kann problemlos von jüngeren Menschen übernommen werden. Daher die im Referentenentwurf favorisierten Lösungsansätze. <br />
Der zum Ableben bereite Bürger bzw. dessen Erben erhält 5/10 der noch zu leistenden Zahlungen der Rentenkasse der durchschnittlichen Lebenserwartung. Eine Win_Win Situation. Die Rentenkasse reduziert ihre Ausgaben und mit Hilfe der Gesundheitspolitik wird auch die Lebenserwartung sinken. <br />
Das ist Vermögensbildung für die unteren Einkommensschichten. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Quelle: Tagesspiegel Forum <br />
</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wer kennt diesen Mann?]]></title>
			<link>https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=186</link>
			<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 14:54:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://ich-glaub-es.net/member.php?action=profile&uid=24">Elevation Eight</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=186</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://instagram.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/t51.2885-15/e35/20633768_1782841985347036_2281422228895563776_n.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://instagram.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/...3776_n.jpg</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://instagram.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/t51.2885-15/e35/20633768_1782841985347036_2281422228895563776_n.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://instagram.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/...3776_n.jpg</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[DDR bis 12.April 1990 in schwarzen Zahlen !]]></title>
			<link>https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=112</link>
			<pubDate>Fri, 10 Mar 2017 14:23:43 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://ich-glaub-es.net/member.php?action=profile&uid=1">Eik</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=112</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">DDR bis 12.April 1990 in schwarzen Zahlen</span></span><br />
<br />
<span style="color: #666666;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">VERÖFFENTLICHT VON <a href="https://antilobby.wordpress.com/author/antilobby/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color">MONOPOLI</span></a></span></span> </span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Von wegen katastrophale Lage! Die DDR-Regierung entwickelte eine solide Wirtschaftspolitik und präsentierte im April 1990 schwarze Zahlen.  Amerikaner beweisen sogar, die </span><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bundesrepublik log in jeder Hinsicht über den Zustand der DDR-Wirtschaft.</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Statt mit Spardiktaten bekam DDR-Ministerpräsident Hans Modrow mit Renten- und Lohnerhöhungen bzw. einer klugen Wirtschaftspolitik die Ökonomie in den Griff.</span><br />
</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Neoliberale zugehört: Modrowsche Rekonvaleszenz</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Von <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Professor Dr. Jörg Roesler</span></span></div>
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font"><br />
<a href="https://antilobby.files.wordpress.com/2015/02/demo_gegen_treuhand.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color"><img src="https://antilobby.files.wordpress.com/2015/02/demo_gegen_treuhand.jpg?w=300&amp;h=170" loading="lazy"  width="300" height="170" alt="[Bild: demo_gegen_treuhand.jpg?w=300&amp;h=170]" class="mycode_img" /></span></a><br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Demo gegen die Treuhand 1990</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Am 9. April 1990 hielt Ministerpräsident Hans Modrow vor führenden Wirtschaftsvertretern der Bundesrepublik im Wirtschaftsclub Rhein/Main in Frankfurt einen Vortrag über die ökonomische Entwicklung in der DDR zwischen November 1989 und April 1990.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Mehr als 400 Manager hatten sich eingefunden, um dem nach den Wahlen vom 18. März 1990 lediglich noch für wenige Tage amtierenden DDR-Ministerpräsidenten zuzuhören. Was er sagte, dürfte nur jene Manager verwundert haben, die nicht im »Ostgeschäft« aktiv waren und dort keine Jointventures  betrieben. Denn Modrow präsentierte eine positive Bilanz der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung in den zurückliegenden Monaten, die Nettoverschuldung der DDR eingeschlossen.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Die Bonner Politiker und alle jene Bundesbürger, die auf Berichte in den Medien angewiesen waren, musste dagegen das, was sie am nächsten Tag auch in knappen Worten in der Zeitung lesen konnten, verblüffen. Denn bereits am 24. Januar – bei einem »deutschlandpolitischen Gespräch« bei Helmut Seiters, an dem außer dem »Chef des Bundeskanzlers und Bundesministers für besondere Aufgaben« und der »Ministerin für innerdeutsche Beziehungen«, Dorothee Wilms, weitere acht hochrangige Bundesbeamte teilgenommen hatten – war man sich mehrheitlich darüber einig gewesen, dass die DDR-Wirtschaft nicht mehr lange funktionieren werde.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Heide Pfarr, ihres Zeichens Senatorin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte Berlins beim Bund, wollte sogar in Erfahrung gebracht haben, dass »nach den in West-Berlin vorliegenden Informationen« in der DDR seit November <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">»die Produktion auf ein Drittel zurückgegangen sei«</span>. Klaus Kinkel, Staatssekretär im Bundesjustizministerium meinte am Ende des Gedankenaustauschs, man solle sich <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">»jetzt schon eine Eventualfall-Planung überlegen für den Fall eines Zusammenbruchs in der DDR«</span>. (Der selbe Kinkel sagte nur 6 Monate später als Justizminister zum Richtertag, das man die DDR mit allen Mitteln zum Unrechtsstaat definieren müsse.)</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Zwischen den Einschätzungen der Runde der Staatssekretäre von Ende Januar und Modrows Beurteilung seiner Amtszeit von Anfang April liegen Welten, was die wirtschaftliche Entwicklung der DDR im ersten Quartal 1990 betrifft.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Als Historiker stets auf der Suche nach der Wahrheit befragte ich die Daten der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik der DDR bzw., wie es 1990 hieß, des Statistischen Amtes der DDR.<br />
Das mag verwundern. Denn, dass diese Statistiken die ostdeutsche Wirtschaft zu rosig malen würden, ja gefälscht seien, war in der bundesdeutschen Presse im Jahr 1990 <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tag für Tag zu lesen</span> und ist heute<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Gemeingut eines jeden Bürgers</span> sowohl in den alten als auch den neuen Bundesländern.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Nur einer der auf jener Sitzung anwesenden Staatssekretäre, Franz Bertele, ließ sich von den in rascher Folge in die Welt gesetzten Tatarenmeldungen nicht beeindrucken.<br />
Der Leiter der »Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR« schätzte ein, dass die Wirtschaftslage in der DDR <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">»zur Zeit nicht schlechter geworden sei. Die Situation sei zweifellos prekär, aber er sehe auch die Möglichkeit, dass sie sich stabilisieren könnte«</span>.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Für ihn war unbestritten, dass man den im DDR-Publikationsorgan <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die Wirtschaft</span>, die nach jahrelanger Zensur, in der »Wende« als »Unabhängige Wochenzeitung« wieder auferstanden war, veröffentlichten Daten des Statistikamtes vertrauen könne.</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">US-Ökonomen bestätigen Modrow</span></span></span></span><br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Annexion der DDR Umfrage von alles Schall und Rauch</span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Ganz genau wusste man das allerdings erst im Frühjahr 1991, als der Präsident des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, Egon Hölder, auf der Messe in Hannover eine Erklärung verlas, der eine monatelange Überprüfung des Datenmaterials des Statistischen Amtes in Ostberlin zugrunde lag.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
<br />
In dem Statement von Hölder, dem der Ergebnisbericht »Untersuchung zur Validität der statistischen Ergebnisse für das Gebiet der ehemaligen DDR« zugrunde lag, hieß es: »Die von uns durchgeführte Studie untersuchte konkret die Statistik im produzierenden Gewerbe, im Einzelhandel und in der Landwirtschaft. (…) Welchen Einfluss hatte nach unserer Erkenntnis die zentrale Planung auf die Ergebnisse? Das Ist-Ergebnis wurde streng kontrolliert und war weitestgehend richtig. (…)</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Mit anderen Worten: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Statistik zeichnete im wesentlichen die Realität nach</span>.«<br />
Hölders Erkenntnisse war der bundesdeutschen Presse nur eine kurze Notiz wert und ist bis heute weitgehend unbekannt geblieben.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Zu den wenigen aus dem Westen, die sich nicht von dem hatten beeindrucken lassen, was in der bundesdeutschen Presse über die DDR-Statistik und den Zustand der ostdeutschen Wirtschaft stand, gehörte 1990 auch eine Gruppe von vier US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlern von der angesehenen University of California in Berkeley – darunter der spätere Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, George A. Akerlof, und Janet L. Yellen, die heutige Präsidentin der US-Notenbank.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Die Gruppe reiste 1990 in beide Teile Deutschlands, sah die nicht mehr geheimen ostdeutschen Wirtschaftsdaten ein, befragte dort tätige Ökonomen und veröffentlichte die Ergebnisse ihrer Forschungen 1991 in den angesehenen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Brookings Papers on Economic Activity</span>.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Nach den ermittelten Wirtschaftsdaten war die Industrieproduktion der DDR, die in den Jahren 1986 bis 1989 noch Jahr für Jahr moderat gestiegen war, erstmals im November 1989 um 1,4 Prozent gesunken und im Dezember noch einmal um einen weiteren Punkt. Gemessen an den Rückgängen der beiden Vormonate fiel der Januar 1990 mit einem weiteren und kräftigeren Rückgang – um 3,2 Prozent – tatsächlich auf.<br />
Doch stieg die Industrieproduktion im Februar (+ 2,2 Prozent) und März (+1,2 Prozent) wieder an. So erreichte die Industrie in der DDR wieder den Dezemberwert von 1989 bzw. das 1988 monatsdurchschnittlich Niveau.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Modrow hatte also, als er am 9. April im Wirtschaftsklub Rhein/Main sprach, nicht geblufft. Die Industrie war das Rückgrat der sozialistischen Wirtschaft, und dem weiteren Rückgang der Industrieproduktion war Einhalt geboten worden. Die in seinem Kabinett für die Entwicklung der Ökonomie verantwortlichen Regierungsmitglieder, allen voran die Wirtschaftsministerin Christa Luft, hatten gute Arbeit geleistet und moderate Erfolge erzielt – ungeachtet der Schwierigkeiten, denen sich die ostdeutsche Wirtschaft im ersten Quartal 1990 gegenüber sah.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><img src="https://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=70240&amp;type=l&amp;ext=.jpg" loading="lazy"  width="330" height="193" alt="[Bild: serveImage.php?id=70240&amp;type=l&amp;ext=.jpg]" class="mycode_img" /></span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Modrow-Nachfolger Lothar de Maizière (Mitte) strebte nur noch <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">die von Bundeskanzler Helmut Kohl geforderte Wirtschafts- und Währungsunion an</span> – ohne die Reformen des Vorgängers abzuschließen. Der Kanzer übernahm die erste Geige willig, denn wo sonst hatte man die Gelegenheit 16 Mio Menschen ihres Eigentums zu berauben.</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">Fünf Hemmnisse</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Der Hauptgrund für die Hemmung des industriellen Wachstums – also warum es noch nicht gelungen war, das durchschnittliche Produktionsniveau von 1989 wieder zu erreichen – war die Abwanderung von Arbeitskräften in die Bundesrepublik. Im Januar belief sich die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge auf 74.000, im Februar waren es 64.000 und im März 47.000. Sie fehlten in der Fertigung. Den registrierten 7.400 Arbeitslosen standen im Januar 158.600 offene Stellen gegenüber. Im März, als die Zahl der Arbeitslosen über 38.000 (= 0,08 Prozent aller Arbeitskräfte) lag, belief sich die Zahl der offenen Stellen in der DDR noch auf über 100.000.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Eine zweite Bremse des Wirtschaftswachstums war die von der Regierung Modrow eingeleitete Rüstungskonversion, also die Ablösung der Produktion von militärischen durch zivile Erzeugnisse. Mit einem Produktionsvolumen von 1,5 Milliarden Mark war das Kombinat Spezialtechnik Dresden 1989 der größte Produzent von militärischen Erzeugnissen und Dienstleistungen gewesen. Die Breite des Produktionssortiments reichte, wie <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die Wirtschaft</span> im April 1990 zu berichten wusste, von der Herstellung von Handfeuerwaffen, Munition und Panzerabwehrraketen bis zu Erzeugnissen der Funkmesstechnik. Die bereits begonnene Rüstungsreduzierung – bis Ende März waren Aufträge für 210 Millionen Mark storniert worden – und die Rüstungskonversion stellten die rund 11.000 Mitarbeiter des Kombinats vor erhebliche Probleme.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Als ein drittes Hemmnis für die Wiederherstellung des Niveaus von 1989 erwiesen sich die gewachsenen ökologischen Anforderungen an die Produktion. Eine vierter vom Präsidenten des Statistischen Amtes der DDR, Arno Donda, genannter Grund waren Materialengpässe – im Unterschied zu den drei anderen altbekannt. Neu waren dagegen ein von Modrow in einer Unterredung mit dem Leiter der »Ständigen Vertretung der BRD bei der DDR«, Bertele, Ende März angeführtes fünftes Hemmnis. In einem Protokoll über das mehr als einstündige Gespräch hielt Bertele u. a. folgende Äußerung Modrows über die Auswirkungen der offenen Grenze zwischen DDR und BRD fest: »Sehr vieles geschehe jetzt spontan.<br />
<br />
Händler aus der Bundesrepublik Deutschland gingen mit ihren Waren über die Grenze, die sie zu unterschiedlichen Tauschraten direkt an die DDR-Bevölkerung absetzten, zum Teil in der Relation eins zu eins oder eins zu drei oder gar eins zu fünf. Wir hätten praktisch bereits eine Wirtschaftsgemeinschaft in diesen Bereichen, ohne dass es konkrete, den Austausch regelnde Absprachen zwischen den Regierungen gebe. Dies sei ein Stück Anarchie.<br />
Die DDR habe das bisher ausgehalten und damit bewiesen, dass sie wirtschaftlich stabiler sei, als manche vermutet hätten.«</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">Überschüsse im Außenhandel</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Nicht nur das Wachstum der Industrieproduktion, auch die Ergebnisse des Außenhandels sprachen dafür, dass eine Rekonvaleszenz der DDR-Wirtschaft im ersten Quartal 1990 eingeleitet worden war. Der Außenhandel der DDR schloss, wie Donda Ende April 1990 in einem in <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die Wirtschaft</span> veröffentlichen Interview mitteilte, mit einem Überschuss von 2,26 Milliarden Valutamark. Im Handel mit den Mitgliedsländern des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe konnte ein Exportüberschuss von 2,4 Milliarden Mark erzielt werden. Dem stand zwar ein Importüberschuss bei den westlichen Industrie- und den Entwicklungsländern von 184 Millionen Mark gegenüber. Von einer in der Presse behaupteten rasant ansteigenden weiteren Verschuldung der DDR – Ende 1989 hatte die Nettoverschuldung der DDR laut Deutscher Bundesbank 19,9 Milliarden Valutamark betragen – konnte aber keine Rede sein. Das im Schürer-Papier im September 1989 für 1990 vorausgesagte Moratorium (Umschuldung) wegen unmittelbar bevorstehender Zahlungsunfähigkeit der DDR konnte vermieden werden (siehe <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">jW</span>-Thema vom 27.9.2014). Noch Ende Mai 1990 kam Bundesfinanzminister Theodor Waigel nicht umhin festzustellen, dass die DDR mit rund 13 Prozent des Bruttosozialprodukts »eine vergleichsweise geringe Auslandsverschuldung« aufweist.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Die Stabilisierung der DDR-Wirtschaft gelang ohne ein Spardiktat durch die Regierung, ohne eine Reduzierung des Lohn- und Rentenniveaus. Im Gegenteil: Die Nettogeldeinnahmen der Bevölkerung waren, so Donda in seinem Interview, im ersten Quartal 1990 um 4,3 Milliarden Mark höher als im gleichen Quartal 1989, d. h. um zehn Prozent. Der Präsident des Statistischen Amtes führte das Ergebnis auf eine Rentenerhöhung im Dezember 1989, auf Zuschläge zum staatlichen Kindergeld zur Kompensation des Wegfalls von Subventionen für Kinderkleidung usw. sowie auf Lohnerhöhungen in einigen Wirtschaftsbereichen zurück. »Die Sparguthaben wuchsen seit Jahresbeginn um drei Milliarden Mark, während die Bargeldbestände der Bevölkerung um 3,5 Milliarden Mark auf 13,5 Milliarden Mark zurückgingen.«</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Modrow konnte in doppelter Hinsicht mit dem unter seiner Regierung erreichten Wirtschaftsergebnis zufrieden sein. Erstens war es gelungen, den seit der Maueröffnung im November 1989 eingetretenen Negativtrend in der Industrieproduktion der DDR im Februar und März 1990 umzukehren. Und zweitens entsprachen die erzielten Produktions- und Einkommensergebnisse den am 1. Februar im »Regierungskonzept zur Wirtschaftsreform« beschlossenen Maßnahmen. Die darin enthaltenen Zielstellungen, Grundrichtungen, Etappen und unmittelbaren Maßnahmen waren vier Tage später auch vom »Zentralen Runden Tisch« »als Grundlage weiterer notwendiger Entscheidungen zur Durchführung der Wirtschaftsreform positiv eingeschätzt« worden. Als Zielstellung galt, »die Wirtschaftsreform in kürzester Frist zu stabilisieren« und dabei »das erreichte Lebensniveau zu halten, die soziale Sicherheit für alle weiterhin zu gewährleisten«.</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">Gemauschel beim »Solidarbeitrag«</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Der Ministerpräsident wusste allerdings, dass das im Regierungskonzept vorgegebene Ziel aus eigener Kraft nicht zu erreichen war. Im Dezember 1989 hatte er bei seinem ersten Treffen mit Bundeskanzler Helmut Kohl in Dresden auf die sehr unterschiedlichen Lasten, die beide deutsche Staaten nach 1945 auf Anforderungen der Besatzungsmächte vor allem im Bereich der Reparationen zu tragen hatten, verwiesen.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><img src="https://antilobby.files.wordpress.com/2014/06/ossicomehome.jpg?w=388&amp;h=420" loading="lazy"  width="388" height="420" alt="[Bild: ossicomehome.jpg?w=388&amp;h=420]" class="mycode_img" /></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Modrow verlangte nun von der Bundesregierung einen »Lastenausgleich« von zirka 15 Milliarden DM</span>.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Kohl hatte nur durchblicken lassen, dass er der Zahlung eines, wie er es lieber nennen wollte, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">»Solidarbeitrages«</span> im Rahmen der projektierten Vertragsgemeinschaft zwischen BRD und DDR positiv gegenüber stehe. Nach der Aufgabe des Vertragsgemeinschaftsprojekts durch den Bundeskanzler zugunsten einer raschen Vereinigung beider deutscher Staaten war seitens der Bundesregierung von einem »Solidarbeitrag« nicht mehr die Rede. Auch als am 13. Februar der in Dresden vereinbarte Gegenbesuch von Vertretern der Regierung Modrow in Bonn stattfand, und die mit nach Bonn gekommenen Vertreter des Runden Tisches, die »Minister ohne Geschäftsbereich« Matthias Platzeck und Rainer Eppelmann, gegenüber Kanzleramtsminister Seiters die Frage eines von der Bundesregierung zu gewährenden Unterstützungsbeitrags in Milliardenhöhe unmittelbar ansprachen, blieb es dabei.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Ungeachtet der Weigerung des Bundeskanzlers, vor den Wahlen in der DDR weiter um den »Solidarbeitrag« zu verhandeln – ein Verhalten, das gegenüber den in Dresden von ihm gemachten Zusicherungen fast einem Wortbruch gleichkam –, war es der um »Minister ohne Geschäftsbereich« aus den Reihen der Bürgerbewegungen erweiterten Regierung Modrow im Verlauf des ersten Quartals 1990 gelungen, die im Reformkonzept vorgesehene »Stabilisierungsphase der Volkswirtschaft« erfolgreich einzuleiten.</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">Einbruch mit de Maizière</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Die dem Modrow-Kabinett nachfolgende Regierung von Lothar de Maizière übernahm am 12. April 1990 eine funktionierende, wenn auch problembehaftete Volkswirtschaft. Das Niveau der Industrieproduktion wies auch im April, de Maizières ersten Amtsmonat, gegenüber dem Vormonat nur geringe Änderungen auf, wenn sich auch der Aufwärtstrend vom Februar und März nicht fortsetzte. Gegenüber März sank die Industrieproduktion im April leicht um 0,8 Prozent. Sie lag damit aber weiterhin nur unwesentlich unter dem von der Regierung Modrow in der Konsolidierungsphase wieder erreichten Niveau der Industrieproduktion von 1988. Allerdings konzentrierte die neue Regierung ihre ganze Aufmerksamkeit auf wirtschaftlichem Gebiet vom ersten Tage an auf die von Bonn geforderte Wirtschafts- und Währungsunion, die Modrow erst für die Zeit nach Abschluss des Wirtschaftsreformprogramms Ende 1993 ins Auge gefasst hatte.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die ab 1. Juli 1990 mit der Wirtschafts- und Währungsunion wirksam werdende Schocktherapie in Verwirklichung neoliberaler Grundsätze des Wirtschaftens führte dann, wie es Janet L. Yellen und ihre Kollegen von der Universität Berkeley ausrechneten, innerhalb des Monats Juli zu einem Abfall der Industrieproduktion um 34,9 Prozent. Im August schrumpfte sie sogar auf 47,9 Prozent des Niveaus von 1989 bei einem raschen Ansteigen der Arbeitslosenzahl. Sie wuchs gegenüber dem letzten Monat der Modrow-Regierung von 38.300 auf 361.300, also auf fast das Zehnfache.<br />
</span>Dabei sind die 1,5 Millionen Kurzarbeiter – im März 1990 hatte es noch keine gegeben – nicht mitberücksichtigt.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Yellen und ihr Team sparten in ihrer Anfang 1991 veröffentlichten Analyse der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion in Ostdeutschland deshalb auch nicht mit Kritik. Sie kennzeichneten die Wirtschaftsentwicklung, die die DDR im Sommer 1990 durchmachte, als <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">»Economic collapse«</span> und benutzten für die Krise in den ab Oktober 1990 dann »neuen Bundesländern« sogar die Bezeichnung <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">»Great depression«</span>, die von Ökonomen in den USA gewöhnlich nur für die Weltwirtschaftskrise von 1929 verwendet wird. Das Team aus Berkeley widmete einen beträchtlichen Teil seines Analysepapiers Maßnahmen zur raschen Wiederbelebung der ostdeutschen Wirtschaft und wurde damit bei Kanzler Kohl vorstellig, ohne jedoch Gehör zu finden.</span></div>
<br />
<a href="https://antilobby.files.wordpress.com/2012/03/arbeitslosenquoten1950-2012.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color"><img src="https://antilobby.files.wordpress.com/2012/03/arbeitslosenquoten1950-2012.jpg?w=750&amp;h=614" loading="lazy"  width="750" height="614" alt="[Bild: arbeitslosenquoten1950-2012.jpg?w=750&amp;h=614]" class="mycode_img" /></span></a><br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Arbeitslosenquote, Militärausgaben und Staatsverschuldung</span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">In der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur der Bundesrepublik – wie etwa in Karl-Heinz Paqués Veröffentlichung »Die Bilanz« oder in dem Buch »Kaltstart« von Gerlinde und Hans-Werner Sinn durchaus seriösen Darstellungen der Wirtschaftsentwicklung in Ostdeutschland im Jahre 1990 und darüber hinaus – <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">wird die Modrowsche Konsolidierungsphase mit keinem Wort erwähnt</span>. Wie gut die DDR bis zum 12. April 1990 da stand, wird schlichtweg verschwiegen und der massive Zusammenbruch nach dem 12. April 1990 der sozialistischen Wirtschaft in die Schuhe geschoben, obwohl sie klar ein Resultat der vorsätzlichen vom Westen verursachten Zerstörung der DDR Wirtschaft war.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Generell muss der Leser aus den wirtschaftswissenschaftlichen Darstellungen, die der deutschen Vereinigung gewidmet sind, den Eindruck gewinnen, dass es schon Jahre vorher, spätestens aber nach der Maueröffnung im November 1989, mit der DDR-Wirtschaft nur noch abwärts gegangen ist.<br />
Aber das ist eine Lüge.</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Was zunächst noch fehlte, war eine diese Darstellung unterstützende Meinung eines ostdeutschen Wirtschaftsexperten. Die fand man 1992, als das »Schürer-Papier« vom September 1989 im Westen wiederentdeckt wurde, in dem dieser die Wirtschaftssituation in der DDR als äußerst kritisch geschildert hatte.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Gewürdigt wurden die Anstrengungen der Regierung Modrow von der Mehrzahl der DDR-Bewohner seinerzeit nicht. Nur eine Minderheit zollte ihr Anerkennung. Wirtschaftsministerin Luft schrieb darüber in ihren 1991 veröffentlichten Memoiren der Wendezeit und zitierte in diesem Zusammenhang aus dem Brief einer parteilosen Frau aus Leipzig vom 3. März 1990: »Ich möchte Ihnen in der noch verbleibenden Amtszeit ganz einfach meine Hochachtung von Frau zu Frau aussprechen. Sie haben sich in einer kritischen Zeit sehr engagiert und die Geschicke unseres Volkes mit in die eigenen Hände genommen. Dazu gehört nicht nur Sachkompetenz, sondern auch Mut zur Verantwortung und Entscheidung. Dass Sie es bisher mit Umsicht und Weitsicht getan haben, belegt manches, und ich glaube auch, dass Sie uns damit vor einem totalen Absturz bewahrt haben«.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Professor Dr. Jörg Roesler begleitet auf den Themaseiten das Jahr 1990 in BRD und DDR aus wirtschaftshistorischer Sicht. Einige seiner Publikationen sind im Handel erhältlich. Daten zur DDR-Wirtschaft stehen in der Spalte rechts unter dem Punkt <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DDR</span> als pdf zum Download bereit.</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Weitere Daten</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="http://www.degruyter.com/view/j/jbwg.2007.48.issue-2/jbwg.2007.48.2.243/jbwg.2007.48.2.243.xml" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color">Zur Entwicklung gesamtwirtschaftlicher Indikatoren in Ostdeutschland von 1970 bis 2000 – Neue Ergebnisse einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von Gerhard Heske</span></a></span></div>
<br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="http://www.jstor.org/discover/10.2307/40986053?uid=3737864&amp;uid=2&amp;uid=4&amp;sid=21106425375893" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color">Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 1950-1989 von Gerhard Heske online lesbar</span></a></span><br />
<br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="http://www.gesis.org/fileadmin/upload/forschung/publikationen/zeitschriften/hsr/hstrans17.pdf" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color">Meinungsäußerungen, Standpunkte und Einschätzungen zur Statistik und statistischen Ergebnissen aus der DDR – Zusammengestellt von Gerhard Heske 2005</span></a></span><br />
<br />
<br />
Und noch mehr Bücher – Bücher – Bücher<br />
<br />
<a href="https://antilobby.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Quelle</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">DDR bis 12.April 1990 in schwarzen Zahlen</span></span><br />
<br />
<span style="color: #666666;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">VERÖFFENTLICHT VON <a href="https://antilobby.wordpress.com/author/antilobby/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color">MONOPOLI</span></a></span></span> </span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Von wegen katastrophale Lage! Die DDR-Regierung entwickelte eine solide Wirtschaftspolitik und präsentierte im April 1990 schwarze Zahlen.  Amerikaner beweisen sogar, die </span><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bundesrepublik log in jeder Hinsicht über den Zustand der DDR-Wirtschaft.</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Statt mit Spardiktaten bekam DDR-Ministerpräsident Hans Modrow mit Renten- und Lohnerhöhungen bzw. einer klugen Wirtschaftspolitik die Ökonomie in den Griff.</span><br />
</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Neoliberale zugehört: Modrowsche Rekonvaleszenz</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Von <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Professor Dr. Jörg Roesler</span></span></div>
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font"><br />
<a href="https://antilobby.files.wordpress.com/2015/02/demo_gegen_treuhand.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color"><img src="https://antilobby.files.wordpress.com/2015/02/demo_gegen_treuhand.jpg?w=300&amp;h=170" loading="lazy"  width="300" height="170" alt="[Bild: demo_gegen_treuhand.jpg?w=300&amp;h=170]" class="mycode_img" /></span></a><br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Demo gegen die Treuhand 1990</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Am 9. April 1990 hielt Ministerpräsident Hans Modrow vor führenden Wirtschaftsvertretern der Bundesrepublik im Wirtschaftsclub Rhein/Main in Frankfurt einen Vortrag über die ökonomische Entwicklung in der DDR zwischen November 1989 und April 1990.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Mehr als 400 Manager hatten sich eingefunden, um dem nach den Wahlen vom 18. März 1990 lediglich noch für wenige Tage amtierenden DDR-Ministerpräsidenten zuzuhören. Was er sagte, dürfte nur jene Manager verwundert haben, die nicht im »Ostgeschäft« aktiv waren und dort keine Jointventures  betrieben. Denn Modrow präsentierte eine positive Bilanz der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung in den zurückliegenden Monaten, die Nettoverschuldung der DDR eingeschlossen.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Die Bonner Politiker und alle jene Bundesbürger, die auf Berichte in den Medien angewiesen waren, musste dagegen das, was sie am nächsten Tag auch in knappen Worten in der Zeitung lesen konnten, verblüffen. Denn bereits am 24. Januar – bei einem »deutschlandpolitischen Gespräch« bei Helmut Seiters, an dem außer dem »Chef des Bundeskanzlers und Bundesministers für besondere Aufgaben« und der »Ministerin für innerdeutsche Beziehungen«, Dorothee Wilms, weitere acht hochrangige Bundesbeamte teilgenommen hatten – war man sich mehrheitlich darüber einig gewesen, dass die DDR-Wirtschaft nicht mehr lange funktionieren werde.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Heide Pfarr, ihres Zeichens Senatorin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte Berlins beim Bund, wollte sogar in Erfahrung gebracht haben, dass »nach den in West-Berlin vorliegenden Informationen« in der DDR seit November <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">»die Produktion auf ein Drittel zurückgegangen sei«</span>. Klaus Kinkel, Staatssekretär im Bundesjustizministerium meinte am Ende des Gedankenaustauschs, man solle sich <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">»jetzt schon eine Eventualfall-Planung überlegen für den Fall eines Zusammenbruchs in der DDR«</span>. (Der selbe Kinkel sagte nur 6 Monate später als Justizminister zum Richtertag, das man die DDR mit allen Mitteln zum Unrechtsstaat definieren müsse.)</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Zwischen den Einschätzungen der Runde der Staatssekretäre von Ende Januar und Modrows Beurteilung seiner Amtszeit von Anfang April liegen Welten, was die wirtschaftliche Entwicklung der DDR im ersten Quartal 1990 betrifft.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Als Historiker stets auf der Suche nach der Wahrheit befragte ich die Daten der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik der DDR bzw., wie es 1990 hieß, des Statistischen Amtes der DDR.<br />
Das mag verwundern. Denn, dass diese Statistiken die ostdeutsche Wirtschaft zu rosig malen würden, ja gefälscht seien, war in der bundesdeutschen Presse im Jahr 1990 <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tag für Tag zu lesen</span> und ist heute<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Gemeingut eines jeden Bürgers</span> sowohl in den alten als auch den neuen Bundesländern.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Nur einer der auf jener Sitzung anwesenden Staatssekretäre, Franz Bertele, ließ sich von den in rascher Folge in die Welt gesetzten Tatarenmeldungen nicht beeindrucken.<br />
Der Leiter der »Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR« schätzte ein, dass die Wirtschaftslage in der DDR <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">»zur Zeit nicht schlechter geworden sei. Die Situation sei zweifellos prekär, aber er sehe auch die Möglichkeit, dass sie sich stabilisieren könnte«</span>.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Für ihn war unbestritten, dass man den im DDR-Publikationsorgan <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die Wirtschaft</span>, die nach jahrelanger Zensur, in der »Wende« als »Unabhängige Wochenzeitung« wieder auferstanden war, veröffentlichten Daten des Statistikamtes vertrauen könne.</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">US-Ökonomen bestätigen Modrow</span></span></span></span><br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Annexion der DDR Umfrage von alles Schall und Rauch</span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Ganz genau wusste man das allerdings erst im Frühjahr 1991, als der Präsident des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, Egon Hölder, auf der Messe in Hannover eine Erklärung verlas, der eine monatelange Überprüfung des Datenmaterials des Statistischen Amtes in Ostberlin zugrunde lag.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
<br />
In dem Statement von Hölder, dem der Ergebnisbericht »Untersuchung zur Validität der statistischen Ergebnisse für das Gebiet der ehemaligen DDR« zugrunde lag, hieß es: »Die von uns durchgeführte Studie untersuchte konkret die Statistik im produzierenden Gewerbe, im Einzelhandel und in der Landwirtschaft. (…) Welchen Einfluss hatte nach unserer Erkenntnis die zentrale Planung auf die Ergebnisse? Das Ist-Ergebnis wurde streng kontrolliert und war weitestgehend richtig. (…)</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Mit anderen Worten: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Statistik zeichnete im wesentlichen die Realität nach</span>.«<br />
Hölders Erkenntnisse war der bundesdeutschen Presse nur eine kurze Notiz wert und ist bis heute weitgehend unbekannt geblieben.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Zu den wenigen aus dem Westen, die sich nicht von dem hatten beeindrucken lassen, was in der bundesdeutschen Presse über die DDR-Statistik und den Zustand der ostdeutschen Wirtschaft stand, gehörte 1990 auch eine Gruppe von vier US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlern von der angesehenen University of California in Berkeley – darunter der spätere Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, George A. Akerlof, und Janet L. Yellen, die heutige Präsidentin der US-Notenbank.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Die Gruppe reiste 1990 in beide Teile Deutschlands, sah die nicht mehr geheimen ostdeutschen Wirtschaftsdaten ein, befragte dort tätige Ökonomen und veröffentlichte die Ergebnisse ihrer Forschungen 1991 in den angesehenen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Brookings Papers on Economic Activity</span>.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Nach den ermittelten Wirtschaftsdaten war die Industrieproduktion der DDR, die in den Jahren 1986 bis 1989 noch Jahr für Jahr moderat gestiegen war, erstmals im November 1989 um 1,4 Prozent gesunken und im Dezember noch einmal um einen weiteren Punkt. Gemessen an den Rückgängen der beiden Vormonate fiel der Januar 1990 mit einem weiteren und kräftigeren Rückgang – um 3,2 Prozent – tatsächlich auf.<br />
Doch stieg die Industrieproduktion im Februar (+ 2,2 Prozent) und März (+1,2 Prozent) wieder an. So erreichte die Industrie in der DDR wieder den Dezemberwert von 1989 bzw. das 1988 monatsdurchschnittlich Niveau.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Modrow hatte also, als er am 9. April im Wirtschaftsklub Rhein/Main sprach, nicht geblufft. Die Industrie war das Rückgrat der sozialistischen Wirtschaft, und dem weiteren Rückgang der Industrieproduktion war Einhalt geboten worden. Die in seinem Kabinett für die Entwicklung der Ökonomie verantwortlichen Regierungsmitglieder, allen voran die Wirtschaftsministerin Christa Luft, hatten gute Arbeit geleistet und moderate Erfolge erzielt – ungeachtet der Schwierigkeiten, denen sich die ostdeutsche Wirtschaft im ersten Quartal 1990 gegenüber sah.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><img src="https://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=70240&amp;type=l&amp;ext=.jpg" loading="lazy"  width="330" height="193" alt="[Bild: serveImage.php?id=70240&amp;type=l&amp;ext=.jpg]" class="mycode_img" /></span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Modrow-Nachfolger Lothar de Maizière (Mitte) strebte nur noch <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">die von Bundeskanzler Helmut Kohl geforderte Wirtschafts- und Währungsunion an</span> – ohne die Reformen des Vorgängers abzuschließen. Der Kanzer übernahm die erste Geige willig, denn wo sonst hatte man die Gelegenheit 16 Mio Menschen ihres Eigentums zu berauben.</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">Fünf Hemmnisse</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Der Hauptgrund für die Hemmung des industriellen Wachstums – also warum es noch nicht gelungen war, das durchschnittliche Produktionsniveau von 1989 wieder zu erreichen – war die Abwanderung von Arbeitskräften in die Bundesrepublik. Im Januar belief sich die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge auf 74.000, im Februar waren es 64.000 und im März 47.000. Sie fehlten in der Fertigung. Den registrierten 7.400 Arbeitslosen standen im Januar 158.600 offene Stellen gegenüber. Im März, als die Zahl der Arbeitslosen über 38.000 (= 0,08 Prozent aller Arbeitskräfte) lag, belief sich die Zahl der offenen Stellen in der DDR noch auf über 100.000.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Eine zweite Bremse des Wirtschaftswachstums war die von der Regierung Modrow eingeleitete Rüstungskonversion, also die Ablösung der Produktion von militärischen durch zivile Erzeugnisse. Mit einem Produktionsvolumen von 1,5 Milliarden Mark war das Kombinat Spezialtechnik Dresden 1989 der größte Produzent von militärischen Erzeugnissen und Dienstleistungen gewesen. Die Breite des Produktionssortiments reichte, wie <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die Wirtschaft</span> im April 1990 zu berichten wusste, von der Herstellung von Handfeuerwaffen, Munition und Panzerabwehrraketen bis zu Erzeugnissen der Funkmesstechnik. Die bereits begonnene Rüstungsreduzierung – bis Ende März waren Aufträge für 210 Millionen Mark storniert worden – und die Rüstungskonversion stellten die rund 11.000 Mitarbeiter des Kombinats vor erhebliche Probleme.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Als ein drittes Hemmnis für die Wiederherstellung des Niveaus von 1989 erwiesen sich die gewachsenen ökologischen Anforderungen an die Produktion. Eine vierter vom Präsidenten des Statistischen Amtes der DDR, Arno Donda, genannter Grund waren Materialengpässe – im Unterschied zu den drei anderen altbekannt. Neu waren dagegen ein von Modrow in einer Unterredung mit dem Leiter der »Ständigen Vertretung der BRD bei der DDR«, Bertele, Ende März angeführtes fünftes Hemmnis. In einem Protokoll über das mehr als einstündige Gespräch hielt Bertele u. a. folgende Äußerung Modrows über die Auswirkungen der offenen Grenze zwischen DDR und BRD fest: »Sehr vieles geschehe jetzt spontan.<br />
<br />
Händler aus der Bundesrepublik Deutschland gingen mit ihren Waren über die Grenze, die sie zu unterschiedlichen Tauschraten direkt an die DDR-Bevölkerung absetzten, zum Teil in der Relation eins zu eins oder eins zu drei oder gar eins zu fünf. Wir hätten praktisch bereits eine Wirtschaftsgemeinschaft in diesen Bereichen, ohne dass es konkrete, den Austausch regelnde Absprachen zwischen den Regierungen gebe. Dies sei ein Stück Anarchie.<br />
Die DDR habe das bisher ausgehalten und damit bewiesen, dass sie wirtschaftlich stabiler sei, als manche vermutet hätten.«</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">Überschüsse im Außenhandel</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Nicht nur das Wachstum der Industrieproduktion, auch die Ergebnisse des Außenhandels sprachen dafür, dass eine Rekonvaleszenz der DDR-Wirtschaft im ersten Quartal 1990 eingeleitet worden war. Der Außenhandel der DDR schloss, wie Donda Ende April 1990 in einem in <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die Wirtschaft</span> veröffentlichen Interview mitteilte, mit einem Überschuss von 2,26 Milliarden Valutamark. Im Handel mit den Mitgliedsländern des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe konnte ein Exportüberschuss von 2,4 Milliarden Mark erzielt werden. Dem stand zwar ein Importüberschuss bei den westlichen Industrie- und den Entwicklungsländern von 184 Millionen Mark gegenüber. Von einer in der Presse behaupteten rasant ansteigenden weiteren Verschuldung der DDR – Ende 1989 hatte die Nettoverschuldung der DDR laut Deutscher Bundesbank 19,9 Milliarden Valutamark betragen – konnte aber keine Rede sein. Das im Schürer-Papier im September 1989 für 1990 vorausgesagte Moratorium (Umschuldung) wegen unmittelbar bevorstehender Zahlungsunfähigkeit der DDR konnte vermieden werden (siehe <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">jW</span>-Thema vom 27.9.2014). Noch Ende Mai 1990 kam Bundesfinanzminister Theodor Waigel nicht umhin festzustellen, dass die DDR mit rund 13 Prozent des Bruttosozialprodukts »eine vergleichsweise geringe Auslandsverschuldung« aufweist.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Die Stabilisierung der DDR-Wirtschaft gelang ohne ein Spardiktat durch die Regierung, ohne eine Reduzierung des Lohn- und Rentenniveaus. Im Gegenteil: Die Nettogeldeinnahmen der Bevölkerung waren, so Donda in seinem Interview, im ersten Quartal 1990 um 4,3 Milliarden Mark höher als im gleichen Quartal 1989, d. h. um zehn Prozent. Der Präsident des Statistischen Amtes führte das Ergebnis auf eine Rentenerhöhung im Dezember 1989, auf Zuschläge zum staatlichen Kindergeld zur Kompensation des Wegfalls von Subventionen für Kinderkleidung usw. sowie auf Lohnerhöhungen in einigen Wirtschaftsbereichen zurück. »Die Sparguthaben wuchsen seit Jahresbeginn um drei Milliarden Mark, während die Bargeldbestände der Bevölkerung um 3,5 Milliarden Mark auf 13,5 Milliarden Mark zurückgingen.«</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Modrow konnte in doppelter Hinsicht mit dem unter seiner Regierung erreichten Wirtschaftsergebnis zufrieden sein. Erstens war es gelungen, den seit der Maueröffnung im November 1989 eingetretenen Negativtrend in der Industrieproduktion der DDR im Februar und März 1990 umzukehren. Und zweitens entsprachen die erzielten Produktions- und Einkommensergebnisse den am 1. Februar im »Regierungskonzept zur Wirtschaftsreform« beschlossenen Maßnahmen. Die darin enthaltenen Zielstellungen, Grundrichtungen, Etappen und unmittelbaren Maßnahmen waren vier Tage später auch vom »Zentralen Runden Tisch« »als Grundlage weiterer notwendiger Entscheidungen zur Durchführung der Wirtschaftsreform positiv eingeschätzt« worden. Als Zielstellung galt, »die Wirtschaftsreform in kürzester Frist zu stabilisieren« und dabei »das erreichte Lebensniveau zu halten, die soziale Sicherheit für alle weiterhin zu gewährleisten«.</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">Gemauschel beim »Solidarbeitrag«</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Der Ministerpräsident wusste allerdings, dass das im Regierungskonzept vorgegebene Ziel aus eigener Kraft nicht zu erreichen war. Im Dezember 1989 hatte er bei seinem ersten Treffen mit Bundeskanzler Helmut Kohl in Dresden auf die sehr unterschiedlichen Lasten, die beide deutsche Staaten nach 1945 auf Anforderungen der Besatzungsmächte vor allem im Bereich der Reparationen zu tragen hatten, verwiesen.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><img src="https://antilobby.files.wordpress.com/2014/06/ossicomehome.jpg?w=388&amp;h=420" loading="lazy"  width="388" height="420" alt="[Bild: ossicomehome.jpg?w=388&amp;h=420]" class="mycode_img" /></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Modrow verlangte nun von der Bundesregierung einen »Lastenausgleich« von zirka 15 Milliarden DM</span>.</span></div>
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><br />
Kohl hatte nur durchblicken lassen, dass er der Zahlung eines, wie er es lieber nennen wollte, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">»Solidarbeitrages«</span> im Rahmen der projektierten Vertragsgemeinschaft zwischen BRD und DDR positiv gegenüber stehe. Nach der Aufgabe des Vertragsgemeinschaftsprojekts durch den Bundeskanzler zugunsten einer raschen Vereinigung beider deutscher Staaten war seitens der Bundesregierung von einem »Solidarbeitrag« nicht mehr die Rede. Auch als am 13. Februar der in Dresden vereinbarte Gegenbesuch von Vertretern der Regierung Modrow in Bonn stattfand, und die mit nach Bonn gekommenen Vertreter des Runden Tisches, die »Minister ohne Geschäftsbereich« Matthias Platzeck und Rainer Eppelmann, gegenüber Kanzleramtsminister Seiters die Frage eines von der Bundesregierung zu gewährenden Unterstützungsbeitrags in Milliardenhöhe unmittelbar ansprachen, blieb es dabei.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Ungeachtet der Weigerung des Bundeskanzlers, vor den Wahlen in der DDR weiter um den »Solidarbeitrag« zu verhandeln – ein Verhalten, das gegenüber den in Dresden von ihm gemachten Zusicherungen fast einem Wortbruch gleichkam –, war es der um »Minister ohne Geschäftsbereich« aus den Reihen der Bürgerbewegungen erweiterten Regierung Modrow im Verlauf des ersten Quartals 1990 gelungen, die im Reformkonzept vorgesehene »Stabilisierungsphase der Volkswirtschaft« erfolgreich einzuleiten.</span></div>
<br />
<span style="color: #111111;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Helvetica, Arial, 'Lucida Grande', Verdana, sans-serif;" class="mycode_font">Einbruch mit de Maizière</span></span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Die dem Modrow-Kabinett nachfolgende Regierung von Lothar de Maizière übernahm am 12. April 1990 eine funktionierende, wenn auch problembehaftete Volkswirtschaft. Das Niveau der Industrieproduktion wies auch im April, de Maizières ersten Amtsmonat, gegenüber dem Vormonat nur geringe Änderungen auf, wenn sich auch der Aufwärtstrend vom Februar und März nicht fortsetzte. Gegenüber März sank die Industrieproduktion im April leicht um 0,8 Prozent. Sie lag damit aber weiterhin nur unwesentlich unter dem von der Regierung Modrow in der Konsolidierungsphase wieder erreichten Niveau der Industrieproduktion von 1988. Allerdings konzentrierte die neue Regierung ihre ganze Aufmerksamkeit auf wirtschaftlichem Gebiet vom ersten Tage an auf die von Bonn geforderte Wirtschafts- und Währungsunion, die Modrow erst für die Zeit nach Abschluss des Wirtschaftsreformprogramms Ende 1993 ins Auge gefasst hatte.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die ab 1. Juli 1990 mit der Wirtschafts- und Währungsunion wirksam werdende Schocktherapie in Verwirklichung neoliberaler Grundsätze des Wirtschaftens führte dann, wie es Janet L. Yellen und ihre Kollegen von der Universität Berkeley ausrechneten, innerhalb des Monats Juli zu einem Abfall der Industrieproduktion um 34,9 Prozent. Im August schrumpfte sie sogar auf 47,9 Prozent des Niveaus von 1989 bei einem raschen Ansteigen der Arbeitslosenzahl. Sie wuchs gegenüber dem letzten Monat der Modrow-Regierung von 38.300 auf 361.300, also auf fast das Zehnfache.<br />
</span>Dabei sind die 1,5 Millionen Kurzarbeiter – im März 1990 hatte es noch keine gegeben – nicht mitberücksichtigt.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Yellen und ihr Team sparten in ihrer Anfang 1991 veröffentlichten Analyse der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion in Ostdeutschland deshalb auch nicht mit Kritik. Sie kennzeichneten die Wirtschaftsentwicklung, die die DDR im Sommer 1990 durchmachte, als <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">»Economic collapse«</span> und benutzten für die Krise in den ab Oktober 1990 dann »neuen Bundesländern« sogar die Bezeichnung <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">»Great depression«</span>, die von Ökonomen in den USA gewöhnlich nur für die Weltwirtschaftskrise von 1929 verwendet wird. Das Team aus Berkeley widmete einen beträchtlichen Teil seines Analysepapiers Maßnahmen zur raschen Wiederbelebung der ostdeutschen Wirtschaft und wurde damit bei Kanzler Kohl vorstellig, ohne jedoch Gehör zu finden.</span></div>
<br />
<a href="https://antilobby.files.wordpress.com/2012/03/arbeitslosenquoten1950-2012.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color"><img src="https://antilobby.files.wordpress.com/2012/03/arbeitslosenquoten1950-2012.jpg?w=750&amp;h=614" loading="lazy"  width="750" height="614" alt="[Bild: arbeitslosenquoten1950-2012.jpg?w=750&amp;h=614]" class="mycode_img" /></span></a><br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Arbeitslosenquote, Militärausgaben und Staatsverschuldung</span><br />
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">In der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur der Bundesrepublik – wie etwa in Karl-Heinz Paqués Veröffentlichung »Die Bilanz« oder in dem Buch »Kaltstart« von Gerlinde und Hans-Werner Sinn durchaus seriösen Darstellungen der Wirtschaftsentwicklung in Ostdeutschland im Jahre 1990 und darüber hinaus – <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">wird die Modrowsche Konsolidierungsphase mit keinem Wort erwähnt</span>. Wie gut die DDR bis zum 12. April 1990 da stand, wird schlichtweg verschwiegen und der massive Zusammenbruch nach dem 12. April 1990 der sozialistischen Wirtschaft in die Schuhe geschoben, obwohl sie klar ein Resultat der vorsätzlichen vom Westen verursachten Zerstörung der DDR Wirtschaft war.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Generell muss der Leser aus den wirtschaftswissenschaftlichen Darstellungen, die der deutschen Vereinigung gewidmet sind, den Eindruck gewinnen, dass es schon Jahre vorher, spätestens aber nach der Maueröffnung im November 1989, mit der DDR-Wirtschaft nur noch abwärts gegangen ist.<br />
Aber das ist eine Lüge.</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Was zunächst noch fehlte, war eine diese Darstellung unterstützende Meinung eines ostdeutschen Wirtschaftsexperten. Die fand man 1992, als das »Schürer-Papier« vom September 1989 im Westen wiederentdeckt wurde, in dem dieser die Wirtschaftssituation in der DDR als äußerst kritisch geschildert hatte.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Gewürdigt wurden die Anstrengungen der Regierung Modrow von der Mehrzahl der DDR-Bewohner seinerzeit nicht. Nur eine Minderheit zollte ihr Anerkennung. Wirtschaftsministerin Luft schrieb darüber in ihren 1991 veröffentlichten Memoiren der Wendezeit und zitierte in diesem Zusammenhang aus dem Brief einer parteilosen Frau aus Leipzig vom 3. März 1990: »Ich möchte Ihnen in der noch verbleibenden Amtszeit ganz einfach meine Hochachtung von Frau zu Frau aussprechen. Sie haben sich in einer kritischen Zeit sehr engagiert und die Geschicke unseres Volkes mit in die eigenen Hände genommen. Dazu gehört nicht nur Sachkompetenz, sondern auch Mut zur Verantwortung und Entscheidung. Dass Sie es bisher mit Umsicht und Weitsicht getan haben, belegt manches, und ich glaube auch, dass Sie uns damit vor einem totalen Absturz bewahrt haben«.</span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Professor Dr. Jörg Roesler begleitet auf den Themaseiten das Jahr 1990 in BRD und DDR aus wirtschaftshistorischer Sicht. Einige seiner Publikationen sind im Handel erhältlich. Daten zur DDR-Wirtschaft stehen in der Spalte rechts unter dem Punkt <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">DDR</span> als pdf zum Download bereit.</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Weitere Daten</span></span></div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="http://www.degruyter.com/view/j/jbwg.2007.48.issue-2/jbwg.2007.48.2.243/jbwg.2007.48.2.243.xml" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color">Zur Entwicklung gesamtwirtschaftlicher Indikatoren in Ostdeutschland von 1970 bis 2000 – Neue Ergebnisse einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von Gerhard Heske</span></a></span></div>
<br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="http://www.jstor.org/discover/10.2307/40986053?uid=3737864&amp;uid=2&amp;uid=4&amp;sid=21106425375893" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color">Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 1950-1989 von Gerhard Heske online lesbar</span></a></span><br />
<br />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="http://www.gesis.org/fileadmin/upload/forschung/publikationen/zeitschriften/hsr/hstrans17.pdf" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #3a6999;" class="mycode_color">Meinungsäußerungen, Standpunkte und Einschätzungen zur Statistik und statistischen Ergebnissen aus der DDR – Zusammengestellt von Gerhard Heske 2005</span></a></span><br />
<br />
<br />
Und noch mehr Bücher – Bücher – Bücher<br />
<br />
<a href="https://antilobby.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Quelle</span></a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Harald Lesch Die Ursache allen Übels Das Geldsystem]]></title>
			<link>https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=68</link>
			<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 20:10:05 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://ich-glaub-es.net/member.php?action=profile&uid=1">Eik</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=68</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Roboto, arial, sans-serif;" class="mycode_font">Weiter so Harald .. unbedingt bis zum Ende anschauen..... der Mann hat es auf den Punkt gebracht... auch wenn ich annehme, dass er nicht mehr lange fürs "Zentrum Der Finsternis" arbeiten wird </span></span><br />
<br />
<iframe width="854" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/WqGWeWwYo9g?ecver=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<br />
LG Eik<br />
<img src="https://ich-glaub-es.net/images/smilies/smilie_shop_022.gif" alt="Smilie_shop_022" title="Smilie_shop_022" class="smilie smilie_85" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Roboto, arial, sans-serif;" class="mycode_font">Weiter so Harald .. unbedingt bis zum Ende anschauen..... der Mann hat es auf den Punkt gebracht... auch wenn ich annehme, dass er nicht mehr lange fürs "Zentrum Der Finsternis" arbeiten wird </span></span><br />
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<iframe width="854" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/WqGWeWwYo9g?ecver=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
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LG Eik<br />
<img src="https://ich-glaub-es.net/images/smilies/smilie_shop_022.gif" alt="Smilie_shop_022" title="Smilie_shop_022" class="smilie smilie_85" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Snap in der Krise]]></title>
			<link>https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=32</link>
			<pubDate>Sat, 11 Feb 2017 20:30:23 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://ich-glaub-es.net/member.php?action=profile&uid=1">Eik</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://ich-glaub-es.net/showthread.php?tid=32</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Die Beziehung von <a href="http://www.spiegel.de/thema/mark_zuckerberg/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #990000;" class="mycode_color">Mark Zuckerberg</span></a> und Evan Spiegel war von Anfang an kompliziert. Das erste Mal meldet sich der Facebook-Chef im November 2012 bei Spiegel. "Hey Evan, ich bin ein großer Fan von euch", schreibt Zuckerberg per Mail und lädt Spiegel zu einem Gespräch ins Facebook-Hauptquartier in Menlo Park, Kalifornien, ein.</span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Evan Spiegel ist damals 22 Jahre alt. Er hat gerade die Uni geschmissen und werkelt mit ein paar Kumpels in einem Bungalow am Strand von Los Angeles an einer App namens <a href="http://www.spiegel.de/thema/snapchat/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #990000;" class="mycode_color">Snapchat</span></a>. Mit dieser kann man sich Fotos hin- und herschicken, die sich nach einigen Sekunden selbst zerstören. Seine Firma verbrennt Geld, er hat keinen Plan, wie sich das je ändern soll. Den überfreundlichen Zuckerberg hält er dennoch lieber auf Abstand.</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">"Danke  <img src="https://ich-glaub-es.net/images/smilies/wink.png" alt="Wink" title="Wink" class="smilie smilie_2" />  Würde mich über ein Treffen freuen", schreibt er zurück. "Ich lasse dich wissen, wenn ich es mal in die Bay Area schaffe."</span></span><br />
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<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verkaufen - oder zerstört werden</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Zuckerberg aber will sich unbedingt noch im laufenden Jahr treffen. Als Spiegel ausweicht, fliegt der Facebook-Boss schließlich selbst nach Los Angeles. <a href="http://www.forbes.com/sites/jjcolao/2014/01/06/the-inside-story-of-snapchat-the-worlds-hottest-app-or-a-3-billion-disappearing-act/#4d9cc09d55ec" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #990000;" class="mycode_color">Laut dem US-Magazin "Forbes"</span></a> stellt er Spiegel dort vor die Wahl: Entweder du lässt dich von uns kaufen - oder wir zerstören dich.</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Spiegel lehnt das Kaufangebot ab. Später wird er den E-Mail-Verkehr mit Zuckerberg auf Twitter veröffentlichen und sich gegenüber <a href="http://www.forbes.com/forbes/welcome/?toURL=http://www.forbes.com/sites/randalllane/2014/01/06/snapchats-evan-spiegel-and-the-antics-of-a-23-year-old-novice/&amp;refURL=http://www.businessinsider.com/evan-spiegel-snapchats-response-to-mark-zuckerberg-2014-1?IR=T&amp;referrer=http://www.businessinsider.com/evan-spiegel-snapchats-response-to-mark-zuckerberg-2014-1?IR=T" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #990000;" class="mycode_color">"Forbes"</span></a> damit brüsten, wie der große, stolze Facebook-Chef ihm hinterherlief.</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Quelle: Spiegel.online<br />
</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Die Beziehung von <a href="http://www.spiegel.de/thema/mark_zuckerberg/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #990000;" class="mycode_color">Mark Zuckerberg</span></a> und Evan Spiegel war von Anfang an kompliziert. Das erste Mal meldet sich der Facebook-Chef im November 2012 bei Spiegel. "Hey Evan, ich bin ein großer Fan von euch", schreibt Zuckerberg per Mail und lädt Spiegel zu einem Gespräch ins Facebook-Hauptquartier in Menlo Park, Kalifornien, ein.</span></span><br />
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<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Evan Spiegel ist damals 22 Jahre alt. Er hat gerade die Uni geschmissen und werkelt mit ein paar Kumpels in einem Bungalow am Strand von Los Angeles an einer App namens <a href="http://www.spiegel.de/thema/snapchat/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #990000;" class="mycode_color">Snapchat</span></a>. Mit dieser kann man sich Fotos hin- und herschicken, die sich nach einigen Sekunden selbst zerstören. Seine Firma verbrennt Geld, er hat keinen Plan, wie sich das je ändern soll. Den überfreundlichen Zuckerberg hält er dennoch lieber auf Abstand.</span></span><br />
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<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">"Danke  <img src="https://ich-glaub-es.net/images/smilies/wink.png" alt="Wink" title="Wink" class="smilie smilie_2" />  Würde mich über ein Treffen freuen", schreibt er zurück. "Ich lasse dich wissen, wenn ich es mal in die Bay Area schaffe."</span></span><br />
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<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verkaufen - oder zerstört werden</span></span></span><br />
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<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Zuckerberg aber will sich unbedingt noch im laufenden Jahr treffen. Als Spiegel ausweicht, fliegt der Facebook-Boss schließlich selbst nach Los Angeles. <a href="http://www.forbes.com/sites/jjcolao/2014/01/06/the-inside-story-of-snapchat-the-worlds-hottest-app-or-a-3-billion-disappearing-act/#4d9cc09d55ec" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #990000;" class="mycode_color">Laut dem US-Magazin "Forbes"</span></a> stellt er Spiegel dort vor die Wahl: Entweder du lässt dich von uns kaufen - oder wir zerstören dich.</span></span><br />
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<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Spiegel lehnt das Kaufangebot ab. Später wird er den E-Mail-Verkehr mit Zuckerberg auf Twitter veröffentlichen und sich gegenüber <a href="http://www.forbes.com/forbes/welcome/?toURL=http://www.forbes.com/sites/randalllane/2014/01/06/snapchats-evan-spiegel-and-the-antics-of-a-23-year-old-novice/&amp;refURL=http://www.businessinsider.com/evan-spiegel-snapchats-response-to-mark-zuckerberg-2014-1?IR=T&amp;referrer=http://www.businessinsider.com/evan-spiegel-snapchats-response-to-mark-zuckerberg-2014-1?IR=T" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #990000;" class="mycode_color">"Forbes"</span></a> damit brüsten, wie der große, stolze Facebook-Chef ihm hinterherlief.</span></span><br />
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<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: SpiegelSansWeb, Calibri, Candara, Arial, Helvetica, sans-serif;" class="mycode_font">Quelle: Spiegel.online<br />
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