(28.04.2022, 19:33)manden schrieb: Es gibt einen Echten Schöpfer ( oder GOTT ) und eine Echte Religion.
Nur eine unvorstellbar überlegene Existenz kann Universum samt Leben erschaffen haben.
Aus der Existenz der Schöpfung folgt die Existenz des Schöpfers.
Und aus seiner Existenz folgt, was er von uns möchte :
wir Menschen müssen hier lernen, wirklich harmonisch mit ihm und seiner Schöpfung zusammenzuleben.
Er hat der Menschheit die Echte Moral mitgegeben, die sie zum grossen Teil verdrängt und missachtet.
Die Echte Moral lautet : moralisch gut ist, was wirklich gut ist für die Schöpfung.
Er greift hier erkennbar nicht ein.
Durch ihn besteht die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
Dass der Echte GOTT uns gewogen ist, sieht man an seiner Schöpfung, und den vielen Fähigkeiten und Möglichkeiten, die wir haben.
Manfred. deine Aussagen enthalten mehrere logische Fehlschlüsse und unbegründete Behauptungen, die sich leicht widerlegen lassen:
Unbewiesene Prämisse: "Nur eine unvorstellbar überlegene Existenz kann Universum samt Leben erschaffen haben."
→ Diese Behauptung setzt voraus, dass das Universum und das Leben notwendigerweise von einer solchen Existenz erschaffen wurden. Doch wo ist der Beweis dafür?
Fehlschluss: "Aus der Existenz der Schöpfung folgt die Existenz des Schöpfers."
→ Das ist ein klassischer Fehlschluss der Beweislastumkehr. Nur weil etwas existiert, bedeutet das nicht automatisch, dass es gezielt erschaffen wurde. Sonst müsste man konsequenterweise für jeden Fluss einen "Flussschöpfer" oder für jedes Gebirge einen "Gebirgsschöpfer" annehmen.
Unbelegte Folgerung: "Und aus seiner Existenz folgt, was er von uns möchte."
→ Selbst wenn es einen Schöpfer gäbe, folgt daraus nicht, dass er bestimmte Erwartungen an uns hat.
Widerspruch: "Er hat der Menschheit die Echte Moral mitgegeben, die sie verdrängt und missachtet."
→ Wenn diese "Echte Moral" tatsächlich von Gott käme, dann müsste sie auch jedem Menschen offensichtlich und unveränderlich sein. Die Realität zeigt aber, dass moralische Werte sich über Zeit und Kulturen hinweg stark unterscheiden. Das beweist, dass Moral sozial konstruiert ist und nicht universell festgelegt wurde. Außerdem wären dann andere Sätze bei dir falsch, nehme ich, dass wir etwas lernen müssen. Wenn uns Gott schon perfekt ausgestattet haben, da kann er nicht von uns verlangen, dass wir etwas lernen.
Selbstwiderspruch: "Er greift hier erkennbar nicht ein."
→ Wenn Gott erkennbar nicht eingreift, dann kann man auch nicht erkennen, dass er heute noch existiert. Selbst wenn es ihm am Anfang des Universums gegeben hätte, seit 5000 Jahren wissen wir nicht mehr, dass es ihn gibt. Er müsste schon irgendetwas Neues machen, damit wir immer wieder sehen, dass es ihn gibt. Würde er aber so etwas Neues machen, würde er eingreifen und wir würden es erkennen. Ein selbstwiderspruch.
Unbegründete Hoffnung: "Durch ihn besteht die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod."
→ Hoffnung ist kein Beweis. Ebenso könnte man argumentieren auf das Gegenteil durch ihn besteht die Hoffnung, dass wir tatsächlich ewig tot sind und nichts mehr mitbekommen. Ich kann auch hoffen, dass es nach dem Tod eine unbegrenzte Freibierquelle gibt – das macht es nicht wahr.
Fehlinterpretation der Schöpfung: "Dass der Echte GOTT uns gewogen ist, sieht man an seiner Schöpfung."
→ Warum sollten wir aus der Existenz des Universums schließen, dass Gott uns "gewogen" ist? Seuchen, Naturkatastrophen und Krankheiten sprechen eher dafür, dass die Schöpfung gleichgültig oder feindselig gegenüber dem Menschen ist. Außerdem wäre es so, wie wenn die Gladiatoren im alten Rom gesagt hätten. Der Kaiser ist uns gewogen, schaut euch an, wir haben Schilder und ein Schwert. Aber vielleicht haben sie es nur bekommen, damit der Kampf nicht gegen den Löwen sofort vorbei ist. Man gibt etwas kleines, damit die Qual länger ist. Also hätte Gott eine absolut perfekte Welt geschaffen könnten wir sagen, er wäre uns garantiert gewogen oder könnte zu mindestens nichts schlechtes machen, aber es gibt ja durchaus schlechte Sachen.
Fazit:
Manfreds Weltanschauung konstruiert eine Religion aus bloßen Behauptungen, die logisch nicht zwingend sind. Er begeht Fehlschlüsse, verdreht Ursache und Wirkung und ignoriert alle Alternativerklärungen. Seine sogenannte "GOTTerkenntnis" ist nicht mehr als eine persönliche Überzeugung, die er fälschlicherweise als universelle Wahrheit ausgibt.