22.03.2025, 11:53
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.2025, 11:59 von Michael (Voitlanger).)
Manfred, du solltest eines verstehen: In diesem Forum gibt es einige – nicht alle –, die sich aus einem ganz bestimmten Grund gegen jede Gottesvorstellung wenden. Der Grund ist diese Pseudo-Gnosis, die letztlich sagt: „Ich bin der Gott meines eigenen Lebens.“
Und ja – da steckt ein wahrer Kern drin: Jeder Mensch ist in gewisser Weise der Schöpfer seines eigenen Lebens. Er trifft Entscheidungen, prägt sein Umfeld, trägt Verantwortung.
Aber daraus folgt eben nicht, dass es keinen Schöpfer über uns geben kann – einen, der die Bedingungen dafür geschaffen hat, dass wir überhaupt leben, denken und handeln können.
Genau diese ich-verliebte Haltung – diese EGO-terik – will nicht akzeptieren, dass etwas Größeres über ihr stehen könnte. Es geht dabei nicht um Wahrheitssuche, sondern um die Weigerung, sich einzugestehen, dass der Mensch eben nicht das Maß aller Dinge ist.
Für mich gilt das nicht. Ich halte es für gut möglich, dass es etwas Höheres gibt – eine schöpferische Instanz. Und genau deshalb lehne ich deine Logik ab, aber nicht den Gedanken an Gott selbst.
Manfred, du gibst bei Twitter an, 71 zu sein. Also bist du ähnlich alt wie meine Mutter, Jahrgang 1954. Damals war Deutschland – ob man nun gläubig war oder nicht – gesellschaftlich vom Christentum geprägt. Meine Mutter durfte nicht einfach mit einem Jungen ins Kino. Erst nach der Verlobung. Diese Moral kam aus dem Christentum.
Und genau diese Prägung hast auch du – ob du es wahrhaben willst oder nicht. Wäre deine Kindheit in Indien gewesen, würdest du heute vermutlich an mehrere Götter glauben.
Jetzt kommt der punctus knaxius: Du sagst, alle Religionen vor dir lagen falsch. Keiner hat den „wirklichen Gott“ erkannt – nur du. Aber du gehst selbst davon aus, dass Gott nie direkt zu ihnen gesprochen hat. Also konnten sie ihn nur aus der Schöpfung ableiten.
Und wenn Milliarden Menschen, die teils ihr Leben lang über Gott nachgedacht haben, alle falsch lagen – warum genau soll ausgerechnet du jetzt recht haben? Wäre es wirklich so einfach, müsste längst jemand vor dir draufgekommen sein.
Das ist der Unterschied zu echten universellen Wahrheiten wie dem goldenen Schnitt oder der Zahl Pi. Die haben Menschen überall entdeckt – weil sie offensichtlich sind. Dein „wirklicher Gott“ dagegen bleibt deine ganz persönliche Fantasie.
Was ich bei dir sehe: Es geht dir nicht um Wahrheit. Du willst Recht haben. Du willst derjenige sein, der es „endlich erkannt“ hat. Aber so funktioniert Wahrheit nicht.
Und ja – da steckt ein wahrer Kern drin: Jeder Mensch ist in gewisser Weise der Schöpfer seines eigenen Lebens. Er trifft Entscheidungen, prägt sein Umfeld, trägt Verantwortung.
Aber daraus folgt eben nicht, dass es keinen Schöpfer über uns geben kann – einen, der die Bedingungen dafür geschaffen hat, dass wir überhaupt leben, denken und handeln können.
Genau diese ich-verliebte Haltung – diese EGO-terik – will nicht akzeptieren, dass etwas Größeres über ihr stehen könnte. Es geht dabei nicht um Wahrheitssuche, sondern um die Weigerung, sich einzugestehen, dass der Mensch eben nicht das Maß aller Dinge ist.
Für mich gilt das nicht. Ich halte es für gut möglich, dass es etwas Höheres gibt – eine schöpferische Instanz. Und genau deshalb lehne ich deine Logik ab, aber nicht den Gedanken an Gott selbst.
Manfred, du gibst bei Twitter an, 71 zu sein. Also bist du ähnlich alt wie meine Mutter, Jahrgang 1954. Damals war Deutschland – ob man nun gläubig war oder nicht – gesellschaftlich vom Christentum geprägt. Meine Mutter durfte nicht einfach mit einem Jungen ins Kino. Erst nach der Verlobung. Diese Moral kam aus dem Christentum.
Und genau diese Prägung hast auch du – ob du es wahrhaben willst oder nicht. Wäre deine Kindheit in Indien gewesen, würdest du heute vermutlich an mehrere Götter glauben.
Jetzt kommt der punctus knaxius: Du sagst, alle Religionen vor dir lagen falsch. Keiner hat den „wirklichen Gott“ erkannt – nur du. Aber du gehst selbst davon aus, dass Gott nie direkt zu ihnen gesprochen hat. Also konnten sie ihn nur aus der Schöpfung ableiten.
Und wenn Milliarden Menschen, die teils ihr Leben lang über Gott nachgedacht haben, alle falsch lagen – warum genau soll ausgerechnet du jetzt recht haben? Wäre es wirklich so einfach, müsste längst jemand vor dir draufgekommen sein.
Das ist der Unterschied zu echten universellen Wahrheiten wie dem goldenen Schnitt oder der Zahl Pi. Die haben Menschen überall entdeckt – weil sie offensichtlich sind. Dein „wirklicher Gott“ dagegen bleibt deine ganz persönliche Fantasie.
Was ich bei dir sehe: Es geht dir nicht um Wahrheit. Du willst Recht haben. Du willst derjenige sein, der es „endlich erkannt“ hat. Aber so funktioniert Wahrheit nicht.
Die Wahrheit braucht keinen Applaus. Sie gewinnt sowieso.