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  Psychopharmaka
Geschrieben von: Melvin - 12.10.2018, 14:19 - Forum: Psychologie und Soziologie - Antworten (19)

Liebe Lesende,

das hier kommt wohl etwas aus der Hüfte geschossen. Ich hatte beim Matthias einige Gedanken zu Psychopharmaka gelesen und möchte mich kurz positionieren. Vorweg: Ich bin Heilpraktiker für Psychotherapie und leide seit 9 Jahren an einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Die sogenannte Psycho-Pharmako-Therapie führt zu chemisch ausgelösten Veränderungen. Je nach Krankheitsbild werden Antidepressiva (tri- und tetrazyklisch/ MAO_Hemmer, SSRI, SSNRI...), Lithiumsalze (=Phasenprophylaktika), Neuroleptika (=Antipsychotika), Psychostimulantien (=Psychoanaleptika), Schlaf- und Beruhigungsmittel (=Hypnotika/Sedativa) oder Tranquillantien eingesetzt. 

Vorausgegangen sein muss eine Diagnosestellung. Bei einer bipolaren affektiven Störung (F 31) wird standardmäßig Lithium als sg. mood-stabilizer sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch eingesetzt. Lithiumcarbonat ist für die Betroffenen bisweilen ein Segen, ich glaube, das hat Matthias auch gemeint, denn es dämpft manische Episoden und erhellt depressive Phasen (teils schwerer Stadien). Dennoch: Was stark in den Hirnstoffwechsel eingreift, kann auch starke Nebenwirkungen mit sich ziehen: Gewichtszunahme, Tremor, Übelkeit, vermehrter Durst bis hin zu Krampfanfälle und Koma. Was ich immer gerne mit auf den Weg gebe - und das gilt auch für Neuroleptika und Antidepressiva: Sie machen nicht abhängig! Es ist ein Irrglaube, dass Patienten von diesen Mitteln nicht mehr "runterkämen". Anders hingegen ist es bei Benzodiazepinen (Tranquillantien), Hypnotika, und den meisten Schlafmitteln. Benzos haben die Eigenschaft, nach wenigen Einnahmen Suchterscheinungen hervorzurufen - und diese sind absolut qualvoll. Die Erfahrung habe ich selbst gemacht. 

Es gibt Neuroleptika die ich in schweren Fällen für sinnvoll erachte und manche, die ich konsequent ablehne. Moderne, stark potente und antipsychotische Neuroleptika haben trotz ihrer "extrapyramidalen-motorischen Nebenwirkungen" eine enorme Daseinsberechtigung. Ich habe in Pflegeheimen für gehandicapte Menschen miterlebt, dass der Weg ohne diese Mittel unerträglich werden kann. Bei neuroleptischen Interventionen während entsprechender Erregungs- Angst- und Spannungszustände bin ich hoch skeptisch. Das Schlimmste, was ich mitbekommen habe, war der Einsatz von Haloperidol (Haldol) bei Krebspatienten im Endstadium. Es handelte sich um Überlebende des 2. Weltkrieges und beide wurden nach der Einnahme in ihre schlimmsten Erinnerungsabgründe katapultiert. Eine Retraumatisierung mit starken Halluzinationen und zerreißenden Erregungsanfällen, ausgelöst durch besagtes Mittel. Alles, was ich in den letzten Jahren über Haloperidol recherchiert habe, lässt meine Alarmglocken lauter schrillen. Ein Langzeitpsychiatriepatient, den ich vor Jahren beim Schachspielen kennenlernte, hat diverse Gedichtsbücher geschrieben; in einem Gedicht mit der Überschrift "Terror" lautet es: "Täglich regnet's Haloperidol, der Kopf blutet, so voll, so hohl." 
Die Nebenwirkungen der Neuroleptika sind beeindruckend. Es gibt u.a. ein Neuroleptika-bedingtes Parkinson-Syndrom. Schlimmstenfalls kommt es zum malignen neuroleptischen Syndrom, das einen absoluten Notfall darstellt. Daneben treten Dyskinesien (Krämpfe, vor allen im Gesichtsbereich) und Akathisien (Sitzunruhe) auf. 

Das Problem dieser körperlich-orientierten Verfahren auf Grundlage von Psychopharmaka ist ihre Oberflächen pflasternde Wirkweise. Wir wissen heute, dass der Mensch mehr als sein Körper ist. Wir wissen ferner, dass alles eine Ursache hat. Die Möglichkeiten, an die Ursachen für psychische Entgleisung zu gelangen, sind vorhanden. Psychotherapeutische Verfahren entwickeln sich weiter und werden gleichwohl immer gefragter. Die psychosoziale Lage unserer Zivilisation ist gravierend, also müssen evidente, konsistente Wege gegangen werden, damit die Leuten eben nicht nur "geschient" oder "anästhesiert" werden. 

Was Psychopharmaka selbst in schweren Fällen vorgezogen werden könnte, wäre beispielsweise eine Fastenkur. Die Sowjets haben jahrzehntelang psychiatrische und somatische Krankheitsbilder und deren Therapiemöglichkeiten beforscht und hatten dabei den Impetus, einen gesunden Volkskörper hervorzubringen. Das steht bisweilen im krassen Gegensatz zu unserer westlichen, profitorientiert und lobbyisierten Forschungskultur. Durch den Eisernen Gürtel gab es lange keinen wirklichen Wissenschaftstransfer und erst in den letzten Jahren schlagen Wissenschaftler westlicher Forschungseinrichtungen die Hände über den Kopf zusammen, wenn sie Ergebnisse aus Russland und Co. in die Hände bekommen. Wirklich interessant ist diese Doku. Zum Thema Fasten sei außerdem dieser Artikel empfohlen. 

Ich habe mich im Zuge meiner eigenen, teilweise sehr schwer verlaufenden Krankheitsgeschichte intensiv mit sowjetischen Medizinerkenntnissen befasst. Neben Ölziehen und Kefir-Kultivieren habe ich mein Immunsystem mit dem Chaga-Pilz aufgebaut und mir insgesamt mit sibirischem Ginseng / Taigawurz auf die Beine geholfen (Dazu: 1. und 2.). 

Ich halte viel von Kneipp, viel von Abhärtungen mit Schnee und Hitze (z. B. durch Saunierung). Jedoch alles nur als begleitende Maßnahmen eines "inneren Weges". Hier ist für mich immer noch Achtsamkeit ein Schlüssel. Da ich seit 2013 nicht mehr ohne starke Symptome meditieren kann, konnte ich meine Heilung leider nicht auf diese Art "abschließen", war damals aber unmittelbar davor. Heute gebe ich Achtamkeitspraktizierenden Hinweise, warne sie hin und wieder aber auch. Ansonsten hilft mir das stille Gebet, manchmal auch die Natur. Übrigens habe ich niemals ADs oder Neuroleptika eingenommen, sie aber unzählige Male verschrieben bekommen. 

Soweit.
Mit Lächeln
Melvin

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  Gelassenheit durch Ausgleich
Geschrieben von: Matthias - 12.10.2018, 10:25 - Forum: Psychologie und Soziologie - Keine Antworten

Der simplify-Lesertipp der Woche
 von simplify-your-life-Leser Johannes S. 

Finde ich richtig gut und daher möchte ich ihn hier gerne weitergeben

"Wenn Du etwas machen musst, dann mach es richtig und mit ganzem Herzen. Und dann tue etwas ganz Gegensätzliches, damit Dein Leben wieder ins Gleichgewicht kommt. Wenn Du viel gelesen hast, lauf über eine Wiese. Wenn Du viel mit anderen zusammen warst, bleib eine Weile allein. Wenn Du viel gearbeitet hast, geh tanzen und feiern. So findest Du Gelassenheit."
(Rat von einem alten Franziskanerpater)

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  Friedens- und Konfliktforschung
Geschrieben von: Matthias - 09.10.2018, 14:31 - Forum: Politik - Keine Antworten

Nachdem ich nun mein halbes Leben damit zugebracht habe das Fachchinesisch der Mediziner  zu erlernen, ist für mich nun der Zeitpunkt gekommen, wo ich mich wieder auf mein eigenes Denken besinnen möchte.

Als Einstieg möchte ich hier ein Thema aus der Politikwissenschaft wählen, das mir besonders am Herzen liegt.

Friedens- und Konfliktforschung ist im Prinzip nichts anderes als die Heilkunst auf der politischen Bühne.

Was ich in der Politik als Psychologische Kriegsführung theoretisch studierte, erlebte ich in der Psychiatrie als Nahkampfsport.

Von daher passen die beiden Disziplinen dann doch ganz gut zusammen.

   
Gabriele Diana Bode, Engel der Heilung

Als Einstieg möchte ich an eine Seminararbeit anknüpfen, die ich 1991 am Seminar für Wissenschaftliche Politik an der Universität Freiburg geschrieben habe.

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichte und Organisation der Friedensforschung
2.1 Der Beginn der modernen Friedensforschung
2.2 Die Friedensforschung in der Bundesrepublik
2.3 Die kritische Friedensforschung
2.4 Die Deutsche Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung (DGFK)
2.5 Die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
2.6 Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)
2.7 Die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinde (FEST)
2.8 Die Berghof-Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung
2.9 Das Forschungsinstitut für Friedenspolitik e.V., Starnberg (FF)
2.10 Friedensforschung an Hochschulen

3 Zur Theorie der Friedensforschung
3.1 Aufgaben der Friedensforschung
3.1.1 Friedensforschung innerhalb der Politikwissenschaft
3.1.2 Historische Friedensforschung
3.1.3 Ökonomische Friedensforschung
3.1.4 Psychologische Friedensforschung
3.1.5 Friedenspädagogik
3.1.6 Feministische Friedensforschung
3.1.7 Ökologische Friedensforschung
3.2 Der Friedensbegriff in der Friedensforschung
3.3 Die Wertorientierung der Friedensforschung

4 Perspektiven der Friedensforschung

1 Einleitung
Die traditionelle Sichtweise der Friedens- und Sicherheitspolitik, die der militärischen Bedrohung besondere Aufmerksamkeit zumißt und durch Begriffe wie "Gleichgewicht", "Stabilität" und "Abschreckung" gekennzeichnet ist, wird seit den 50er Jahren durch die moderne Friedens- und Konfliktforschung ergänzt, zum Teil aber auch massiv in Frage gestellt.

Als Forschung, die sich ausdrücklich am Wert des Friedens orientiert, muss die Friedens- Konfliktforschung einerseits theoretisch arbeiten, andererseits aber auch konkrete Utopien entwickeln und Wege dahin aufzeigen. Damit ist die Friedens- und Konfliktforschung eine Wissenschaft, die auf Veränderung der bestehenden Gesellschaftssysteme und internationale Strukturen hinarbeitet und auch neue Ordnungsformen sucht. Die Friedens- und Konfliktforschung befindet sich daher grundsätzlich in einem Konflikt mit den etablierten Eliten und Institutionen, die i.a. primär an der Erhaltung des jeweiligen Status quo interessiert sind.

"Jede neue Ordnung zerbricht aber bestehende Herrschaftsstrukturen und führt zu einer Neuverteilung von Macht. Sie verletzt die Interessen der Verwalter der gr0ßen Machtapparate. Militärwissenschaft steht mit den ihr vorgegebenen politischen Strukturen im Einklang; dem verdankt sie ihren unbezweifelbaren Gehalt an Realität. Die Wissenschaft vom Frieden hingegen bewegt sich in einem politischen Vakuum; kein Wunder, dass es ihr bisher nicht gelingt, in den Realitäten Fuß zu fassen."
(G. Picht, zum Begriff des Friedens. S. 24. Zit. nach: K. Koppe, Einführung in die Sicherheitspolitik)

Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts scheint sich das Verhältnis der herrschenden Politik zur Friedensforschung gewandelt zu haben. Allgemein kann ein "gewachsenes Interesse an nicht militärischen, gewaltfreien Konzepten der Transformation des internationalen Systems bzw. des friedlichen Wandels in und zwischen den Staaten"
(E. Jahn, Frieden. IN: D. Nohlen, Wörterbuch Staat und Politik. S. 163) festgestellt werden. Damit erhält die Friedensforschung zum ersten Mal die Chance, dass ihre Ergebnisse und Konzepte politisch auf breiter Ebene umgesetzt werden können.

2 Geschichte und Organisation der Friedensforschung
"Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Krieg und Frieden ist wohl so alt wie die Wissenschaft überhaupt. Dennoch dauerte es bis in die 50er Jahre unseres Jahrhunderts bis mit der Friedensforschung eine wissenschaftliche Teildisziplin entstand, die sich ausschließlich mit der Erforschung des Krieges und von Konflikten sowie den Bedingungen des Friedens beschäftigt."
(E. Jahn, Frieden. in: D. Nohlen, Wörterbuch Staat und Politik. S. 164)

Vereinzelte Ansätze wurden bereits im Rahmen der bürgerlichen Friedensbewegung des 19. Jahrhunderts unternommen. 1815 wurde die erste Friedensgesellschaft von David Low Dodge in New York gegründet.

"Weitere Gesellschaften entstanden in fast allen europäischen Staaten. Sie veranstalteten seit 1843 regelmäßig internationale Friedenskongresse und gründeten 1892 das "Internationale Friedensbüro" in Bern, das in der "Union Internationale des Sociétés de la Paix" in Genf bis heute besteht. Von diesen Gesellschaften und Kongressen sind wichtige Impulse für die Haager Friedenskonferenzen (Internationaler Gerichtshof) und Genfer Konventionen ausgegangen. Sie führten zur Bildung erster wissenschaftlicher Institute, von denen einige - wie die "International Law Association" in Brüssel - noch heute tätig sind. Um die Jahrhundertwende zählte die internationale Friedensbewegung rund 400 Organisationen, darunter die von Bertha von Suttner ("Die Waffen nieder!", 1889, Friedensnobelpreis 1905) ins Leben gerufene Österreichische Friedensgesellschaft und die von Alfred Fied (Friedensnobelpreis 1911) gegründete Deutsche Friedensgesellschaft, die heute im Verband der Kriegsdienstverweigerer fortlebt." (K. Koppe, Einführung in die Sicherheitspolitik. S. 266)

Diese frühen Bemühungen für eine friedlichere Weltordnung wurden aber bis ins 20. Jahrhundert hinein von der vorherrschenden Auffassung von Krieg und Frieden zum größten Teil in den Bereich der Utopien abgedrängt. Der Krieg wurde in dieser Zeit als Naturerscheinung gesehen, den es zu nutzen galt, wenn es politisch zweckmäßig erschien, als eine "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln". Diese Haltung, die oft auch von einer religiös oder romantisch überhöhten Idealisierung des Krieges gekennzeichnet war, kommt in einem Brief des deutschen Generalstabschefs von Moltke (1800-1891) besonders deutlich zum Ausdruck:

"Der ewige Friede ist ein Traum und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ein Glied in Gottes Weltordnung. In ihm entfalten sich die edelsten Tugenden des Menschen; Mut und Entsagung, Pflichttreue und Opferwilligkeit mit Einsetzen des Lebens. Ohne den Krieg würde die Welt im Materialismus versinken." (H. v. Moltke, Gesammelte Schriften S. 104. Zitiert nach: J. Dülffer, Internationales System. in: Lehren aus der Geschichte S.99)

2.1 Der Beginn der modernen Friedensforschung
Der Beginn des "Atomzeitalters" und die Folgen der beiden Weltkriege bildeten eine Zäsur in der Beurteilung des Krieges als Mittel zur Regelung internationaler Konflikte. Mit der Möglichkeit der Großmächte, nicht nur ihre gegenseitige, sondern auch die Vernichtung des gesamten Lebens auf der Erde herbeizuführen, war der Weltfriede zu einer zwingenden Notwendigkeit, zu einem Überlebenskriterium der Menschheit geworden.

Unter diesem Eindruck entstanden Ende der fünfziger Jahre zunächst in den USA, Kanada und Großbritannien, später auch in Skandinavien, den Niederlanden und in der Bundesrepublik Deutschland Institutionen und Gesellschaften, die den Grundstein für die moderne Friedens- und Konflktforschung legten. Wichtige Institutionen sind z.B.:

  1. das "Center for Research on Conflict Resolution" Michigan University, Ann Arbor, USA
  2. das "Canadian Peace Research Institute", Oackville, Canada
  3. das "Polemologische Institut" in Groningen, Niederlande,
  4. das "Peace Research Institute" (PRIO) in Oslo
  5. das "Stockhol International Peace Reasearch Institute" (SIPRI) in Stockholm
(Siehe K: Koppe, Einführung in die Sicherheitspolitik. S.267)

In der Bundesrepublik haben sich die folgenden Institutionen frühzeitig mit den Problemen der Friedens- und Konfliktforschung befasst:
  1. die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg
  2. die Studiengesellschaft für Friedensforschung in Münschen
(Siehe ebda.)

Die internationale Konstituierung der Friedensforschung gelang 1964 mit der Gründung der International Peace Research Association (IPRA), der heute noch wichtigsten weltweiten Dachorganisation der Friedensforscher (vgl. T. Ebert in: Handlexikon zur Politikwissenschaft S.161). "Durch den Aufbau lateinamerikanischer und asiatischer Regionalorganisationen griff die Friedensforschung Ende der 70er Jahre weit über Nordamerika, Westeuropa und Japan hinaus und erreichte im Prinzip weltweite Ausbreitung" (E. Jahn in: Wörterbuch, Staat und Politik, S. 164):

2.2 Die Friedensforschung in der Bundesrepublik Deutschland
Der Beginn der Friedensforschung in der Bundesrepublik ist eng mit der Kritik am Prinzip der Abschreckung verbunden. Hierbei lassen sich zwei Hauptpositionen unterscheiden. Die erste trat als Grundsatzkritik der Abschreckung auf (Senghaas, Krippendorf, Galtung, u.a.). Die Frage nach friedenspolitischen Alternativen wurden zwar zunächst ausgespart, unbestritten war aber die Forderung, dass diese jenseits von Abschreckung beginnen müssten (vgl. Reusch ..)

Die zweite Position (repräsentiert durch C.F. von Weizäcker, Afheldt, Sonntag u.a.) wollte die Abschreckung zwar als Notlösung für eine Übergangszeit akzeptieren, gleichzeitig wurde aber betont, dass die Zeit zur Findung alternativer Lösungen bald abgelaufen sei. Es wurde versucht Konzepte zu entwickeln, die Rüstungskontrolle mit weiterreichenden Konzepten zu verknüpfen (vgl. ebda.).

Als Reaktion der Abschreckungskritik entstand eine dritte Grundposition, die dann auch zur Grundlage der neuen Sicherheitspolitik wurde. Die Nato-Doktrin, dass die Sicherheit auf den zwei Pfeilern "Entspannung und Rüstung" beruhe, wurde beibehalten, aber man versuchte die Beziehungen zwischen Ost und West im Sinne der Kriegsvermeidung durch "Vertrauensbildende Maßnahmen" zu stabilisieren (vgl. ebda.).

Der Durchbruch zur Institutionalisierung und öffentlichen Förderung gelang der Friedensforschung in der Bundesrepublik mit dem Amtsantritt der sozialliberalen Koalition 1969. Eines der wichtigsten außenpolitischen Ziele der neuen Bundesregierung, das durch wissenschaftliche Forschung abgesichert werden sollte, " war der von der veränderten internationalen Lage her notwendig gewordene Wandel hin zur neuen Ost- und Entspannungspolitik, zum 'friedlichen Wandel' und zur 'gesamteuropäischen Sicherheit'" (I. Arend, Ende der Atempause. S.Y-11 lll-19).

1968 wurde auf einer Tagung der Friedrich-Naumann-Stiftung zum Thema "Der geplante Frieden" die "Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung" (AFK) gegründet. "Die AFK, der die FEST und eine Reihe von Universitätsinstituten und sonstige Forschungseinrichtungen angehörten, sollte allgemein das Problembewusstsein für die neue Disziplin unter den Forschern und in der Öffentlichkeit wecken" (ebda. S.Y-11 lll-19).

Mit der Institutionalisierung und staatlichen Förderung der Friedensforschung war aber auch gleichzeitig eine enge Anbindung der Forschung an die politische Praxis vorgezeichnet. "Praxologie der kleinen Schritte" stellte sich als staatliche Anforderung an die beginnende Friedensforschung (ebda. S.y-12 lll-20). Sie sollte unterstützt werden, insofern "Vorhaben für die politische Tätigkeit der Bundesregierung in diesem Bereich konkreten Nutzen versprachen" (Nach K. Kaiser, Friedensforschung in der Bundesrepublik, S. 248). Eine Aufwertung des Ansatzes in der Friedensforschung, der "unter der Bedingung der Beibehaltung des militärischen Abschreckungsprinzips, sich vordringlich mit Gleichgewichtsanalysen und Rüstungskontrolle" (I. Arend, Ende der Atempause. S. Y-12 ll-20) beschäftigte, war damit unvermeidbar.

2.3 Die kritische Friedensforschung
Die Ansätze, die sich aus der "Kritik der Abschreckung" entwickelten, verliefen auch nach den ersten Organisationsschritten der Friedensforschung mit ihren politisch-wissenschaftlichen Zielvorstellungen konträr zu den in der etablierten Politik formulierten Positionen. Neben der "Kritik der Abschreckung" entwickelte die - so verstandene - "kritische Friedensforschung" auch weitergehende gesellschaftliche Vorstellungen. So sah z.B. E. Krippendorf eine notwendige Aufgabe der Friedensforschung auch darin, "legitime, d.h. nicht total zerstörerische Formen gesellschaftlich-politischer Gewaltanwendung zur Durchsetzung sozialen Wandels und sozialer Revolution zu erkunden, zu analysieren und implizit auch zu legitimieren" (E. Krippendorf, Friedensforschung. S. 22. zit. nach: AMI Nr. 4/87). Die kritische Friedensforschung wollte sich damit ausdrücklich zum "Parteigänger" der sozial und ökonomisch Unterdrückten machen, "um gegen den Widerstand der Herrschenden praktische Programme durchsetzen zu können" (I. Arend, Ende der Atempause. in: AMI Nr. 4/87 S. 21). Die Friedensforschung wurde damit zur praxisrelevanten Demokratieforschung erweitert (vgl. ebda.).

2.4 Die Deutsche Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung (DGFK)
Trotz erheblicher politischer Differenzen der zu entwickelnden Friedenspolitik kam es im Herbst 1970 zu Gründung der Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung (DGFK), deren Aufgaben in der Satzung wie folgt umrissen wurden (§2.1):

"Aufgabe der Gesellschaft ist es, die Friedens- und Konfliktforschung zu fördern wowie zur Verbreitung des Friedensgedankens beizutragen. Die Gesellschaft entwickelt Programme zur Förderung der Friedens- und Konfliktforschung und zur Verbreitung des Friedensgedankens und unterstützt deren Durchführung durch die Bereitstellung von Mitteln" (zit. nach: DGFK, Stellungnahmen. Dez. 1981. S.7).

Um die Spaltung innerhalb der Friedensforschung im Interesse der Überwindung der die Politik vor ein ständiges Dilemma stellenden militärischen Abschreckung institutionell zu überwinden, versuchte K. Kaiser in diesem Zusammenhang mit einer neuen Standortbestimmung der Friedensforschung die divergierenden Zielvorstellungen zu bündeln: Die Friedensforschung müsse sich der "Entwicklung einer Übergangsstrategie zu einer friedlicheren Welt, bei der gleichzeitig das prekäre militärische Gleichgewicht der nuklearen Gegenwart erhalten bleibt" (K. Kaisere, Friedensforschung in der Bundesrepublik. S. 44) verschreiben.

Im Rahmen dieser Integrationsformel orientierte sich die Förderungstätigkeit der DGFK zu Beginn durchaus auch an einem weit gefassten Themenspektrum und mit einem deutlich emanzipatorischen, der kritischen Friedensforschung entlehnten Grundgedanken (I. Arend, Ende der Atempause. in: AMI Nr. 4/87. S. 23).

Seit 1973 wurden die Forschungsschwerpunkte aber dann durch eine Intervention der sozialliberalen Koalition auf den Ost-West-Konflikt und die Nord-Süd-Problematik festgelegt (vgl. ebda. S. 23). "Bundesforschungsminister Hans Matthöfer verteidigte die Schwerpunktsetzung indirekt mit dem Hinweis, die durch Wahlen legitimierten Volksvertreter hätten ein Recht auf Prioritätenfestlegung in der Grundlagenforschung. Die Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik dürfe sich nicht in der Vielfalt verlieren und müsse stärker auf öffentlichkeitswirksame und praktische Umsetzungsmöglichkeiten bedacht sein" (ebda. S. 23).

Mitglieder der Gesellschaft waren Bund, Länder und verschiedene gesellschaftliche Gruppen. Die Richtlinien für die Förderungstätigkeit wurden von einem Kuratorium der Gesellschaft festgelegt, das aus 16 vom Bundespräsidenten berufenen Wissenschaftlern und aus 16 Vertretern der Parteien und der gesellschaftlichen Gruppen bestand. Der Einfluss des Kuratoriums blieb jedoch beschränkt, "da das eigentliche Entscheidungszentrum, die "Komission für Friedens- und Konfliktforschung" durch einen separaten Vertrag an die Deutsche Forschungsgemeinschaft gebunden worden war (I. Arend, Ende der Atempause, in: AMI Nr. 4/87. S.22). Die "Komission für Friedens- und Konfliktforschung" entschied über die Förderung der Forschungsvorhaben. Sie bestand aus 12 von der DFG und dem Kuratorium der DGFK bestellten Wissenschaftlern sowie zwei Vertretern der Länder und einem Vertreter des Bundes (vgl. DGFK, Stellungnahmen. Dez. 1981. S.7).

Die formale Trennung von Geldgeber und Bewilligungsinstanz wurde 1978 unter dem Druck der CDU/CSU-Opposition durch eine Änderung des Stimmrechts weitgehend aufgehoben. Die vom DGFK Kuratorium benannten Wissenschaftler konnten von da an von den staatlichen Vertretern überstimmt werden (ebda. S.23).

Mit dem sozialliberalen Entstehungs- und Verwertungszusammenhang der DGFK war bereits ihr Scheitern mit angelegt. "Für die konservative Politik musste eine bestandskritische Friedens- und Konfliktforschung eine stetige Provokation sein. Ihre bloße Existenz stellte deren a-priori Annahme eines offensichtlich nur antikommunistisch, mit militärischer Stärke zu sichernden Friedenszustandes, der mit einer unverrückbar positiv-normativen Bezugnahme auf das politische System der Bundesrepublik einher ging, in Frage" (I. Arend, Ende der Atempause. in: AMI Nr. 4/87. S.26. Vgl. auch Walter Althammer, Selbstzerstörung finanziert mit Steuergeldern, in: Informationen der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag vom 28.1.72.).

Mit der Begründung, die DGFK könne die Notwendigkeit des "politischen Pluralismus" bei der Vergabe von Förderungsmitteln nicht gewähleisten, traten nacheinander Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Würtemberg aus der Gesellschaft aus (Zu der in diesem Zusammenhang feührten Diskussion vgl. z.B. H.J. Arndt, Die staatlich geförderte Friedens- und Konfliktforschung und DGFK, Stellungnahmen).

Mit dem Regierungswechsel im Herbst 1982 war die Auflösung der DGFK bereits abzusehen. Der neue Forschungsminister Riesenhuber bezeichnete "die Form und die Zielsetzung der Forderung und Friedens- und Konfliktforschung durch die DGFK für bedenklich" (Deutsche Volkszeitung, 20.10.1983. zit. nach J. Reusch, Friedensforschung in der Bundesrepublik. S.64). Vor den Leitern der bundesdeutschen Forschungsinstitute erklärte er 1983, die Bundesregierung erwarte von den Geisteswissenschaften nunmehr keine "weitere nörgelnde Zivilisationskritik" (Unsere Zeit, 20.1083. zit nach J. Reusch, Friedensforschung in der Bundesrepublik. S.64). Im Mai 1983 wurde das Ende der DGFK nach einer Stellungnahme des Wissenschaftsrates zur weiteren Förderung der Friedens- und Konfliktforschung amtlich, und die bislang zugewiesenen Mittel in Höhe von etwa 3 Millionen DM jährlich und damit die Forschungsförderung der DFG übertragen.

2.5 Die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
Fortsetzung folgt...

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Shy Mein aktueller Traum
Geschrieben von: Matthias - 08.10.2018, 11:11 - Forum: Träume und Visionen - Antworten (5)

[Bild: 43a5d3fc997cb0e3241c383d8a90b880.jpg]

Ist der nicht knuffig?

Leider ziemlich teuer und im Moment fehlt mir auch die Zeit, mich um einen Hund angemessen zu kümmern.

Aber wenn ich mal nicht mehr als IT-Feuerwehr unterwegs sein muss, wer weiß?

Und träumen war ja glücklicherweise noch nie verboten!

[Bild: biggrin.png]

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  Der Wert der Renaissancemusik
Geschrieben von: Matthias - 08.10.2018, 08:43 - Forum: Musik - Keine Antworten

Die Musik Meines Vaters PD Dr. Med. Wolfgang Otte


Mein Vater war zwar ein studierter Mediziner und Spezialist für Innere und Lungenkrankheiten, seine Leidenschaft galt aber der der Alten Musik, speziell der Renaissance Musik.

   
   

Diese Musik hat mich vermutlich schon im Bauch meiner Mutter Gundula Otte (geb. Galle) geprägt.

   

Als Kinder sind wir dann ganz selbstverständlich zu Posaunenklängen eingeschlafen und es war für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir neben unserer klassischen Musikausbildung auch die verschiedenen historischen Musikinstrumente spielen konnten und von denen gab es im Hause Otte wirklich viele. Von der Orgel, dem Cembalo, den Gamben angefangen bis hin zu sämtlichen Blasinstrumenten, die man in Renaissancezeit antreffen konnte. Und diese Instrumente wurden eben nicht nur gesammelt, sondern auch alle von der Familie und dem Freiburger Consort bis zum Tod meines Vaters 1984 gespielt.

Danach war leider niemand mehr in der Lage dieses wirklich schöne Projekt weiter zu führen. Im kleineren Rahmen lebte es immer mal wieder an verschiedenen Stellen auf, die Kraft, die mein Vater dem Projekt einhauchen konnte, wurde aber nie wieder von jemandem erreicht.

   

Matthias mit Band als Straßenmusiker mit Baßdulcian 1985 vor dem Freiburger Münster(Sein Lieblingserbstück, das er in Notzeiten leider unter Preis verkaufen musste, um seiner damaligen Familie das Überleben zu sichern.)

Während ich diese Zeilen schreibe, fällt mir auf, dass ich die Trauerarbeit immer noch nicht ganz abgeschlossen habe. Wenn ich mich in die Thematik einfühle, kann es passieren, dass mir immer noch Tränen, die Wangen herunter rollen. Da hilft mir die Trauermusik von Beatrice Egli: „Glücksgefühle“

Dies erwähne ich hier auch, weil man daran erkennen kann, dass Trauerarbeit unter gewissen Umständen sehr lange dauern kann. Bei mir nun (ganz grob gerechnet) schon über 30 Jahre. Von Auschwitzüberlebenden weiß ich, dass dieser Prozess noch länger andauern kann. Ich möchte hier uns Deutsche nicht anschwärzen, aber doch betonen, dass wir nach wie vor für dieses Leiden verantwortlich sind. Die späte Geburt mag für uns eine Gnade sein, aus der Verantwortung entlässt sie uns aber nicht!!!

Der Neid auf die Juden, weil sie mehr Geld haben als wir, ist absolut idiotisch!!!

Dafür bekommen wir von Ihnen unsere besten Lehrer!!!

Und Jesus war da eben nur einer unter vielen!!!

Das jedenfalls waren die letzten Worte, die mein Vater vor seinem Tode zu mir sprach. Damals war ich als überzeugter Christ geschockt von diesen Worten. Wenn ich bedenke, wie sehr ich auch von anderen Lehrern profitiert habe, gebe ich ihm heute zu 100% recht.

Ivan Rebroff - Wenn ich einmal reich wär 1986

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Nikolaus Otte

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00000407-001 Musik als Therapie
Geschrieben von: Matthias - 08.10.2018, 06:37 - Forum: Musik - Keine Antworten

Das Musik eine direkte Wirkung auf das seelische Befinden hat ist eine Binsenweisheit.

Auch in Emmendingen ist Musik daher ein wichtiger Baustein der Therapie.

Im Zentrum für Psychiatrie (ZfP) können die Patienten und Patientinnen, die nicht für eine spezielle Musiktherapie eingeteilt sind, bei "Singen wie im Himmel" beginnen. Dieses Angebot steht Allen (also auch Nichtpatienten) offen.

Außerhalb des Zentrums können wir uns in Emmendingen z.B. dann bei den in verschiedenen Kneipen angebotenen Karaokeveranstaltungen weiter im Singen üben.

Für einen ersten Auftritt im Markgrafenstüble übe ich z.B. gerade das Lied:

Hells Bells von AC/DC

Für den Anfang hätte ich mir selber ein einfacheres Lied ausgesucht, aber ich habe gelernt meinen Trainern zu vertrauen und daher nehme ich die Herausforderung an. Von der Schwierigkeit würde ich es mit einem Marathonlauf im Sport vergleichen. Anspruchsvoll, aber durchaus machbar. Und in Emmendingen singen wir ja auch zur Freude und sind hier nicht bei DSDS von Dieter Bohlen [Bild: wink.png]

[Bild: aegypten_smilies_0014.gif]

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  Paarbeziehung
Geschrieben von: Matthias - 05.10.2018, 06:56 - Forum: Psychologie und Soziologie - Keine Antworten

Weil es immer mal wieder Probleme macht, hier ein sehr guter Vortrag zum Thema von Dr. Alexander Poraj:

"Paarbeziehung" Vortrag von Dr. Alexander Poraj Studentencamp 2016 Benediktushof

Liebe Grüße
Matthias


[Bild: floating_heart.gif][Bild: heart.png][Bild: aegypten_smilies_0014.gif][Bild: heart.png][Bild: floating_heart.gif]

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  Fragen zum Alten Testament
Geschrieben von: Matthias - 01.10.2018, 08:12 - Forum: Religionen - Religionswisschenschaften - Gnosis - Koptologie - Antworten (16)

Ich bin gerade Dabei, das Alte Testament durch zuarbeiten und sehe hier noch einige nicht geklärte Fragen.

Damit es für mich nicht zu kompliziert wird habe ich mir erst einmal die Schulbibel von 1973, Benzingerverlag Zürich, ISBN 3 545 43044 8 vorgenommen.

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  Musik, die mein Leben begleitet
Geschrieben von: Matthias - 28.09.2018, 20:57 - Forum: Musik - Antworten (4)

Die erste Musik, die ich vermutlich schon im Bauch meiner Mutter wahrgenommen habe, waren die Lieder des Russischen Chores Freiburg. In diesem Chor haben sich meine Eltern (beide ehemalige Waldorfschüler und junge Medizinstudenten an der Universität in Freiburg) kennen und lieben gelernt.

Der Russische Chor in Freiburg wurde von Alexander Kresling 1930 in Freiburg gegründet.

Die Geschichte dazu entnehme ich einer offiziellen CD des Chores aus dem Jahre 2000.

"1905 stand ein bärtiger, junger Mann auf dem Heumarkt in St. Petersburg und sprach den vorbeieilenden Karl Kresling, seines Zeichens Apotheker des Zaren, um eine Arbeitsstelle an. Als Kresling mit der Entschuldigung, er sei in Eile, da vonzugehen versuchte, verneigte sich der Fremde und sprach mit Würde:
"Gott segne Deine Eile" ...

Mit diesen Worten beginnt die Geschichte des Russischen Chors Freiburg. Der Bärtige war Altgläubiger - seine Vorfahren hatten sich im 17. Jahrhundert geweigert, den Zaren als Oberhaupt der Kirche anzuerkennen und vor seinem blutigen Zorn waren sie geflohen: nach Sibirien, ans Eismeer, in die Urwälder des Ural. Dort überlebten sie in größter Abgeschiedenheit und mit ihnen ihre Bräuche, ihre Legenden, vor allem aber ihre Lieder.

Dem Bärtigen folgten dann weitere Bewohner des Dorfes Staroznamenka-pod-sklonom-pod-Mezeni-reke nach St. Petersburg und sie brachten mit sich einen reichen Schatz uralter Lieder. Und bald schon entführten sie den Sohn des Hauses, Alexander Kresling, in ihr Dorf des nördlichen Eismeers, hinein in eine fast schon versunkene Welt.

Derselbe Alexander Kresling gründete 1930 in Freiburg den Russischen Chor. Schon 70 Jahre singt der Chor, mehrere Tausend Menschen sind durch ihn hindurchgegangen. Gesungen wird immer a capella und ohne Noten. Aus einer Sibirientournee des Chores entstand 1991 die "Deutsch-Russische Liedbrücke", auf der seither Menschen und Lieder zwischen Freiburg und Sibirien hin- und herreisen. Die Welt der Altgläubigen ist versunken, was noch geblieben war, fiel Stalins Terror zum Opfer - ihre Lieder aber leben weiter."

Ich selber habe 2001 auch für ein Jahr in diesem Chor mitgesungen. Der Gründer Alexander Kresling lebte zu dieser Zeit schon nicht mehr, seine jüngere Frau habe ich aber noch persönlich kennen lernen dürfen.

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Aegypten_smilies_0012 Die Schließung zahlreicher Sonnenobservatorien
Geschrieben von: Eik - 19.09.2018, 18:36 - Forum: UfO's - Alien's und andere Begegnungen mit Lebensformen - Antworten (3)

Die vorübergehende Schließung von derzeit sieben Observatorien auf der ganzen Welt zeigt einmal mehr auf deutliche Weise, dass es etwas gibt, das vor den Augen der Weltöffentlichkeit (noch) verborgen gehalten werden soll.


Ohne Grund werden derartige Aktionen nicht durchgeführt.

In zahlreichen Internetblogs ist schon seit langer Zeit die Rede davon, dass sich im Orbit etwas tut, dass sich eine große Zahl an Raumschiffen auf den Weg in unser Sonnensystem befindet.


Eine ganze Flotte großer und kleiner Schiffe wurde direkt vor der Sonne fotografiert. Dass sich diese Schiffe genau in dieser Position befinden, dürfte also kein Zufall sein. Seit Monaten schon wird über heftige Sonnenstürme berichtet, sogar die Mainstream-Wissenschaft redet hin und wieder darüber.

Diese magnetischen Stürme sind verantwortlich für die zurzeit auf der Erde einströmenden hohen Energien. Diese Energie hat Auswirkungen auf die Psyche aber auch auf Physis aller Lebewesen auf der Erde.

Dass heißt, es mag Kulturen geben, die der Erde um Millionen von Jahren voraus sind, die diesen Entwicklungsprozess, den die Menschheit hier gerade vollzieht, schon lange vor uns abgeschlossen haben und nun die Bewohner anderer Planeten in diesem nicht gerade einfachen Prozess helfend zur Seite stehen.

Gehen wir an dieser Stelle einmal von der Tatsache aus, dass der Transformations-Prozess (Neu - Formation wesentlicher Inhalte), den wir hier auf der Erde gerade erleben, auf anderen Planeten unseres oder eines fern von uns befindlichen Sonnensystem, oder eines Systems in einem anderen Universum, bereits vor Millionen von Jahren stattgefunden hat, wäre es nur natürlich, dass die Menschheit Hilfe von den Bewohnern dieser Planeten erhält.

In diesem vorliegenden Fall heißt das, dass die gerade einströmenden hohen Energien von einer großen Flotte von Raumschiffen entsprechend reduziert bzw. abgeändert wird, um den Schaden, der durch diese Energien so gering wie möglich zu halten. Das wäre dann die denkbarste Erklärung dafür, warum der Flottenverband der Schiffe vor der Sonne Position bezogen hat.

Eine Erklärung, die für viele Menschen aber nur sehr schwer nachvollziehbar ist, da die Menschheit seit Äonen in dem Glauben gehalten wird, allein im Universum zu leben und vor allem allein für ihr Schicksal verantwortlich zu sein. Dass die Menschheit Hilfe von bereits höher entwickelten Zivilisationen ferner Planeten, Galaxien und Universen erhält, ist also für viele Menschen nur schwer vorstellbar.

Und auch gegenwärtig wird der Bevölkerung noch immer erklärt, dass der Mensch ein Unikat im Universum ist, dass es wahrscheinlich keine höher entwickelte Lebensform gibt und dass nach dem Tod das Leben erloschen ist. Das erklärt auch die Tatsache, weshalb die Schulwissenschaft noch immer abstreitet, dass jedes Lebewesen (Mensch, Tier und Pflanze) über eine Seele (ein Wesen) verfügt.

Denn würde diese Tatsache anerkannt sein, würde das unser gegenwärtiges Weltbild völlig auf den Kopf stellen. Zumindest für einen Großteil der Bevölkerung.

Die Gründe, weshalb der Menschheit dieses Wissen noch immer vorenthalten wird, sind vielfältiger Natur. Ein wichtiger Grund könnte sein, dass die Erde noch immer eine Sonderstellung im Universum einnimmt. Vielleicht ist die Erde auch einer der weniger entwickelten Planeten überhaupt.
Tatsache aber dürfte sein, dass auf der Erde noch immer ein hierarchisches System herrscht, dass es auf anderen Planeten vielleicht seit Millionen von Jahren nicht mehr gibt.

Um zu verstehen, warum dieses System auf der Erde noch immer funktioniert, muss man wissen, dass dies nur dann möglich ist, wenn das Bewusstsein der Bewohner auf extrem niedrigem Niveau gehalten wird.

Deshalb sprechen auch viele alternative Denker davon, dass die Erde ein möglicherweise so etwas wie ein Gefängnisplanet sein könnte und dass sich die Menschheit in einer zumindest geistigen Gefangenschaft befindet. Die geistige Gefangenschaft bezieht sich in diesem Fall auf den extrem niedrigen Bewusstseinszustand der Erdbevölkerung im Vergleich zu Zivilisationen anderer Planeten.

Das heißt, dass die Menschen das System, in dem sie sich befinden, nicht durchschauen und begreifen können, sie verstehen nicht, dass sie in der Sklavensystem leben, dass durch das System Geld in Form einer künstlich erschaffenden Armut aufrecht erhalten wird.

Vor allem das gegenwärtige Bildungssystem, das allein auf Manipulation zielt, macht es möglich, dass viele Menschen nicht begreifen können, dass sie in einer künstlich am leben gehaltenen Matrix leben.

Niedrige (geistige) Energien haben in etwa die Wirkung psychogener Drogen, die ihre Konsumenten in einem Art komatösen Zustand halten, in dem es dann möglich ist, durch äußere Suggestion in Wort und Bild manipulativ einzuwirken.

Aber auch Umweltgifte wie unter vielen Anderen z.B. Fluorid können, wenn sie bereits im frühen Kindesalter regelmäßig konsumiert werden, den Bewusstseinszustand auf niedrigem Niveau halten. Die jetzt gerade sich dem Menschen öffnende Energien führen nun langsam dazu, dass viele Menschen auf der ganzen Welt aufwachen und anfangen zu begreifen, dass das System, in dem sie leben, nicht nur menschenverachtend, sondern komplett lebensverachtend ist.

Vor allem was das Verhältnis zu Tieren und zur Natur betrifft. Dieses empathische Defizit war vor mehr als zehn Jahren ein Großteil der Menschen noch nicht bewusst.

Gegenwärtig kämpfen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt für die Rechte der Tiere und der Natur. Zum Beispiel die aktuellen Proteste im Nordrhein Westfälischen Hambacher Forst gegen den Braunkohleabbau verdeutlichen dies auf geradezu wunderbare Weise. Menschen sind wieder bereit dazu, dass zu schützen, was sie zum Leben im Hier und Jetzt benötigen: ihren Planet. Sie erkennen also, dass man nicht an dem Ast sägt, auf dem man gerade sitzt.

Immer wieder ist auf zahlreichen Blogeinträgen die Rede davon, dass eine geheime Schattenregierung mithilfe modernster Technologie versucht, diese sich dem Menschen öffenden Energien abzufangen, um den gegenwärtig herrschenden Zustand auf der Erde aufrecht zu erhalten. Für den Mainstream sind Berichte dieser Art reine Verschwörungstheorie.

Auch die Existenz außerirdischen Lebens wird gegenwärtig noch immer als Verschwörungstheorie von den Mainstream-Medien dargestellt. Mag sein, dass das einer der Gründe ist, weshalb Beweise einer außerirdischen Macht vor den Augen der Weltöffentlichkeit geheim gehalten werden.
Denn Menschen die wissen, dass sie nicht allein in den Weiten des Universums leben, bekommen plötzlich eine ganz andere Weltanschauung. Eine Weltanschauung, die die Matrix, bestehend aus Politik und Religion, über Nacht einreißen würde.

Für die Herrscher der Welt ist dies natürlich ein unvorstellbares Szenario, eines, das es unbedingt zu verhindern gilt. Doch der Geist der Menschheit kann nicht auf Dauer klein gehalten werden, die Beweise dafür, dass das Wissen über Mensch und Universum (Universen) grundlegend manipuliert ist, werden allmählich immer sichtbarer (Die Ausschaltung des Tiefen Staates ist gekommen und die Rolle des geheimen Weltraumprogramms (Videos)).

Noch stehen diese Beweise wie mit unsichtbarer Tinte geschrieben, auf einem äußerlich leerem Blatt Papier, doch die Tinte kommt immer deutlicher zum Vorschein. Und bald schon wird sie für alle lesbar sein.

Die Menschheit wurde in den zurückliegenden Zweitausend Jahren auf Konflikt, Krieg und Konkurrenzdenken programmiert. Möglich wurde dies durch die Trennung des Verstands von der Seele (dem Wesen), die mit unserem „eigentlichen unsterblichen Sein“ und dem Universum verbunden ist.

Der Weg in das vielzitierte „Goldene Zeitalter“ führt nun durch das Portal des Aufstiegs. Und den erleben wir gerade in ausgeprägter Form. Der Aufstieg ist in gewisser Weise eine Neugeburt, die natürlich nicht ohne die damit verbundenen Geburtswehen vonstatten geht.

Diese Wehen sind, wie auch bei jeder anderen Geburt, äußerst schmerzhaft. Der Schmerz zeigt sich in diesem Fall in erster Linie in Form hässlicher Wirklichkeiten wie Krieg, die Zerstörung der Natur, das unnötig Leid der Tiere und Armut, Krankheit und zum Teil extremes körperliches Unwohlsein.
Erst wenn diese Geburtswehen durchlebt sind, ist der Aufstieg in eine bessere und gerechte Ebene der Welt möglich, für jeden einzelnen (denn es ist im Grunde ein ganz individueller Prozess). Dass heißt: die alten Themen müssen jetzt durchlebt, erkannt und geheilt werden. Ohne ein „Aufwachen“ ist es nicht möglich, den Planet Erde für alles Leben lebenswerter zu gestalten.

Mag sein, dass Wesen einer bereits weiterentwickelten Zivilisation gerade dabei sind, uns bei diesem Prozess helfen, um die Geburtswehen so sanft wie nur möglich zu durchleben. Vielleicht stehen die himmlischen Helfer bereits vor unserer Tür, um sich der Menschheit zu zeigen. Die Wahrheit mag jeder selbst für sich finden.

Tatsache aber bleibt: wir sind nicht allein im Universum. Das Leben im Universum hat einen Ursprung und dieser Ursprung sind Abermillionen von Wesenheiten (Entitäten), die Teil des Universums, aber deren Ursprung nicht das Universum (die Universen) sind, eigentlich müsste es richtig heißen, die Universen sind Bestandteile der Wesenheiten, die von Zeit zu Zeit in physischer Form als physischer Körper auf einen Planeten ihrer freien Wahl inkarnieren, um zu lernen und bei der Entwicklung von Kommunikation der Wesen zu helfen.

Jede Wesenheit erfüllt somit seine Aufgabe im Universum und entwickelt sich in jedem Inkarnationsprozess eine Stufe weiter. Die Wissenschaft muss nun langsam anerkennen, dass das Wesen allein die Urform von Leben überhaupt ist. Erst wenn diese Erkenntnis Einzug in die Wissenschaft erhalten hat, wird die Erde ihren wahren Wandel und Aufstieg vollziehen können.

Bleib aufmerksam!

Text wurde von mir, nach meinem Wissenstand in vieler Hinsicht abgeändert.


Quellen: PublicDomain/Frank Schwede am 17.09.2018

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