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Geschrieben von: Eik - 05.07.2017, 19:21 - Forum: Ankündigungen - Antworten (6)

Herzlichen Glückwunsch Dir liebe Ulla!







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  Spiritual Bypassing
Geschrieben von: Melvin - 05.07.2017, 18:56 - Forum: Meditation - Bewusstsein - Spirituelle Erfahrungen - Antworten (20)

Ich wage mich nun auf unwegsames Terrain. Das wird einerseits ein persönliches Bekenntnis. Andererseits die Aufforderung, spirituelle Vorstellungen gründlich zu hinterfragen.

Nachdem ich nun jahrelang von einem Forscherteam für extreme und nachhaltig schädigende Bewusstseinserfahrungen begleitet werde, bin ich im parapsychologischen Institut in Freiburg gelandet und habe ein fünfstündiges Interview gegeben. Nachdem ich von meinen Phänomenen, der Verpanzerung und Erstarrung berichtete, stellte mir die Interviewerin sehr wichtige Fragen. Was der Grund für meine Suche und meine jahrelange extreme Praxis gewesen sei. Was ich unter Spiritualität verstünde und so fort.

Nachdem ich rumlamentierte, aber nicht so richtig auf eine Antwort kam, warf sie den Begriff "spiritual bypassing" in den Raum. Frei übersetzt meint dies die Vorgehensweise, eine Schablone über sein Sichtfeld zu ziehen, durch die alles spirituell, mystisch, religiös oder derart interpretiert und verstanden wird. Ferner beinhaltet es das massive Praktizieren sg. spiritueller Methoden wie Chanting, Meditation, Gebet, Yoga usw. Es baut oft auf dem Missverständnis auf, Spirituelles sei untrennbar mit derartien Methoden verknüpft. Nur der meditierende Yogi oder die betende Nonne seien spirituell.

Und tatsächlich habe ich geglaubt, so sei es. Dabei ist Spiritualität nichts dergleichen. Spirituell ist der, der ganz und gar im Gegenwärtigen stattfindet - wie auch immer. Ob er isst, bastelt, singt, kontempliert oder Liebe macht, er ist sodann spirituell, wenn er be-wusst die Dinge tut, und zwar voll und ganz.

Spiritual Bypassing bedeutet aber dem Ganzen einen wie auch immer gearteten mystifizierten Sinn zu geben, sei es, in dem Gottes blblisches Wirken, Karmisches, Engelhaftes, Einhornmelodisches oder sonst wie Übernatürliches hinzugegossen wird und die Dinge nicht mehr als "die Dinge" gelten dürfen.

Es gibt eine geistige Welt, in die ich eintauchen kann. Aber es gibt auch die fleischliche und wenn diese nicht mehr das sein darf, was sie ist, verlier ich mich im Nebel der anderen. Das ist mir für wahr passiert. Übrigens drückt das Kruzifix u.a. die Bedeutung der beiden Welten aus: Die vertikale Linie meint die Mit- und Umwelt, also alles vollkommen Materielle, Physische. Die Horizontale alles Metaphysische, Feinstoffliche. Wichtig ist - wie so oft - die Mitte. Alles andere ist ungesund.

Ich habe vor 7 Jahren den Bodenkontakt verloren. Grounding ist nachgerade über die Maßen anspruchsvoll für mich. Aber anders scheint es nicht zu gehen. Juliane hat mich damals gewarnt. Klug war das, aber ich habs verkannt. Sie meinte in etwa, ich könnte sinnbildlich "durch die Fontanelle ins Körperlose gezerrt werden". Gut, dass meine Muskeln erstarrten, bevor das passierte und ich nun "in mir hänge".

Fühlt euch angelächelt!

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  Über die Ordnung im Chaos
Geschrieben von: Matthias - 21.06.2017, 13:32 - Forum: Philosophie - Antworten (7)

Als ich mir heute morgen Gedanken zur politischen Philosophie gemacht habe viel mir mein alter Politikordner wieder in die Hände. Beim durchstöbern ist mir ein kleiner Artikel aufgefallen, den ich 1992 für meine Politikprüfung verfaßt habe. Mittlerweile sicher nicht mehr brand aktuell, zeigt aber doch ganz eindrücklich, wie ich damals gedacht habe. Ausserdem lag der Artikel nur noch in Papierform vor, sodass ich dachte ihn im Computer zu archivieren. Vielleicht ist ja sogar der ein oder andere Gedanke noch aktuell, weshalb ich ihn auch hier zugänglich machen möchte.

Seminar für wissenschaftliche Politik
Prof. Dr. H. F. Illy
Thesen für die Nebenfachpfrüfung Politik im Diplomstudiengang Mathematik



Über die Ordnung im Chaos


Der Versuch einer systematisch-chaotischen
Begründung für eine neue Weltsicht





Matthias Otte                                                                                                                                               22. Juni 1992
Bergstraße 2
7819 Denzlingen



Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Chaostheorie

3 Wissenschaftskritik

4 Die neue Weltsicht
4.1 Die Politische Ordnung aus neuer Sicht
4.2 Der Mensch aus neuer Sicht
4.3 Die Natur aus neuer Sicht
4.4 Die Ethik aus neuer Sicht

5 Die Chaostheorie zerstört unser deterministisches Weltbild

6 Mit der Fraktalen Geometrie bauen wir ein neues Weltbild auf

7 Die Hermeneutische Modelltheorie

8 Die Evolution des Universums

9 Schluß


Vorwort

  • In dem vorliegenden Aufsatz möchte ich einige Gedanken vorstellen, die ich mir bei der Vorbereitung auf die Nebenfachprüfung Politik im Diplomstudiengang Mathematik im Juni 1992 über die Lage der Welt im allgemeinen und über die Lage der Menschheit im besonderen gemacht habe.Behandelt wird die Hermeneutische Modelltheorie und Simulationen in Fraktalen Netzwerken als wichtigstes Werkzeug für die Wissenschaft der Zukunft.Es geht um nicht weniger, als um eine systematisch-chaotische Begründung für eine neue Weltsicht, die Weltsicht eines ordnungsliebenden Chaoten, eines Chaoten, mit der Überzeugung, daß der Weg ins Paradies nur über das geordnete Chaos erreicht werden kann.
1 Einleitung
  • Die Hermeneutische Modelltheorie, die im folgenden Entwickelt wird, liefert eine ganzheitliche Methode, mit deren Hilfe die Vorgänge in der Welt auf systhematisch-chaotische Weise verstanden werden können.Sie stützt sich auf zwei eng verwandte Theorien der Mathematik, auf die Chaostheorie und die Theorie der Fraktalen Geometrie.
2 Die Chaostheorie
  • Das revolutionierende Ergebnis der Chaostheorie besteht in der Aufhebung des Dualismus zwischen Determinismus und Zufall.Wir wissen heute, daß dies nur die beiden unendlich fernen Randpunkte eines großen Universums sind, in dem sich das gesamte Leben abspielt.Die entscheidende Erkenntnis der Chaostheorie ist nun die, daß es einen kontinuierlichen Übergang zwischen dem absoluten Determinismus und dem absoluten Zufall gibt, den wir als Deterministisches Chaos bezeichnen.Was die Naturwissenschaften lange Zeit als die Wahrheit schlechthin zu erkennen glaubten, existiert vermutlich nur in der reinen Mathematik. Hier finden wir den reinen Determinismus in der Strengen Logik und den reinen Zufall in der Wahrscheinlichkeitstheorie.Bereits die angewandte Mathematik hält sich die meiste Zeit im deterministischen Chaos auf, auch wenn ihr Abstand von deterministischen Rand nicht sehr groß ist.Abgesehen von unserem vorstellenden Denken, spielen die unendlich fernen Extreme in der Natur vermutlich kaum eine Rolle.Dem, was wir in unserer Vorstellung als deterministisches Chaos begreifen, entspricht in der Natur das geordnete Chaos, oder - positiv ausgedrückt – Das Leben.3 Wissenschaftskritik
    • Daß die Annahme eines Dualismus von Determinismus und Zufall ein Problem der Wissenschaften – seit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaften – darstellt, konnte man aus der Sicht der Sozial-, Kultur-, und anthropologischen Wissenschaften schon immer erkennen.Die folgenschweren Auswirkungen, die sich aus der wahrhaft brutalen Simplifizierung, einer Dimensionsreduzierung, einer Projektion der Welt auf ihre unendlich fernen Punkte, ergeben haben, können heute erkannt und korrigiert werden.Mit der Aufhebung des Dualismus von Determinismus und Zufall kann man auch den Streit innerhalb der Sozialwissenschaften um die richtige Methode beilegen und feststellen, daß sich
      • empirisch-analytische Methoden vor allem für Fragestellungen eignen, die sehr nah an den deterministischen Rand auf der einen Seite, oder an den, durch reinen Zufall charakterisierten Rand auf der anderen Seite, heranreichen.Philosophisch-normative Methoden sind dagegen eher geeignet, um Fragestellungen in dem weiten Bereich zwischen Determinismus und Zufall zu beantworten.Neben diesen theoretischen Methoden wird in Zukunft vor allem auch die praktische Methode der Simulation eine entscheidende Rolle spielen, bei dem Versuch, das Geschehen in der Natur, in der Gesellschaft und in der Welt besser verstehen zu lernen.
    4 Die neue Weltsicht
    • Die Aufhebung des Dualismus von Determinismus und Zufall eröffnet eine völlig neue Perspektive, eine neue Sichtweise, eine neue Dimension für das Geschehen in der Natur und
      • in der Gesellschaft, eine Dimension, mit der wir schon bald genauso selbstverständlich umgehen werden, wie mit den drei, uns heute geläufigen, Dimensionen des Raumes.Schon die Gegenüberstellung einer Reihe von Begriffspaaren zeigt uns, welche bedeutsame Lücke die Entdeckung des Geordneten Chaos in unserem Denken schließt:Alte Sicht:
        • Determinismus/Logik -| |- ZufallAbsolute Ordnung -| |- absolute FreiheitTotalitarismus/Faschismus -| |- Anarchie/Bürgerkrieg
        Neue Sicht:
        • Determinismus/Logik ↔ Deterministisches Chaos ↔ ZufallAbsolute Ordnung ↔ Geordnetes Chaos ↔ absolute FreiheitTotalitarismus/Faschismus ↔ Pluralistische Demokratie ↔ Anarchie/Bürgerkrieg
        Die neue Sichtweise stimmt auch mit unserem natürlichen Empfinden überein.Sowohl die Vorstellung einer absoluten Ordnung, die Vorstellung völlig unfrei und determiniert zu sein, als auch die Vorstellung der absoluten Freiheit, die Vorstellung, dem reinen Zufall ausgeliefert zu sein, flößt uns Furcht ein.Beide Bereiche bringen wir mit dem Reich der Finsternis in Verbindung.
        • Auf der einen Seite das Reich des Determinismusauf der anderen Seite das Reich des Zufalls
        Das Reich des Zufalls hat die Menschheit während zahlreicher Bürgerkriege erlebt. Die politische Ordnung wird zur absoluten Unordnung, zur Anarchie.Das Reich des Determinismus hat die Menschheit mit den totalitären Regimen erlebt, deren Perversion schließlich im Hitler-Faschismus gipfelte.
      4.1 Die Politische Ordnung aus neuer Sicht
      • Der Mensch will Ordnung und doch frei sein.Diesen Zustand gibt es nur im Chaos zwischen absoluter Freiheit und Totalitarismus, zwischen Zufall und Determinismus.Wir finden hierin eine einfache und doch überzeugende Begründung für die Pluralistische Demokratie als eine Staatsform, die dem Bedürfnis des Menschen nach Ordnung und Freiheit entspricht.
      4.2 Der Mensch aus neuer Sicht
      • Die conditio humana ist die Freiheit des Menschen. Die Freiheit, nach seinem Willen frei zu handeln.Aus dieser Einsicht folgern wir die unantastbare Würde des Menschen, die vom Gesetz geachtet und geschützt werden soll.Diese Freiheit ist aber nicht die absolute Freiheit als unendlich ferner Punkt der Welt. Es ist die Freiheit, sich in dieser Welt, dem Universum des Geordneten Chaos dem Bereich zwischen absoluter Ordnung und absoluter Freiheit, dem Bereich, in dem überhaupt nur Leben möglich ist, sich frei zu Bewegen.Die conditio humana ist damit vor allem die Fähigkeit des Menschen, die Welt in mehr als drei Dimension zu erfassen, diese Dimensionen bis ins unendliche zu denken.Es ist vor allem die Dimension des Geordneten Chaos, die Dimension zwischen Determinismus und Zufall, die Dimension, die wir in unserer Vorstellung als Deterministisches Chaos begreifen, die Dimension, zwischen absoluter Ordnung und absoluter Freiheit, die Dimension, die uns das Leben gibt, die Dimension, die wir täglich um uns herum erfahren, die Dimension, die die Mathematik noch gar nicht so lange auf einfache Weise erklären kann, das ist die Dimension, die den Menschen zum Menschen macht.4.3 Die Natur aus neuer Sicht
        • Der Mensch hat die Fähigkeit die Welt in ihren Dimensionen zu erfassen, er hat aber nicht die absolute Freiheit, nicht die Fähigkeit, nicht die Macht und auch nicht das Recht, die Welt nach seiner Willkür zu beherrschen.Er kann sich in der Welt bewegen, frei nach seinem Willen und muß sich doch der großen göttlichen Ordnung fügen.
          1. 4.4 Die Ethik aus neuer Sicht
        • Mit der neuen Vorstellung von der Welt kann auch gut und böse nicht mehr blos auf einer eindimensionalen Werteskala verstanden werden.Auch die simplifizierende Einteilung in gut und böse übersieht eine weitere Dimension.Was wir in der Mathematik als das Reinste und Schönste kennenlernen, den reinen Determinismus der Strengen Logik auf der einen Seite und den reinen Zufall der Wahrscheinlichkeitstheorie (das sind Ereignisse, die mit der Wahrscheinlichkeit NULL auftreten) auf der anderen Seite, erfahren wir im Zusammenleben der Menschen als die wahre Hölle, als Totalitarismus und Faschismus auf der einen Seite, als Anarchie und Bürgerkrieg auf der anderen Seite.Was uns bisher als Widerspruch erscheint, ist nicht ein Widerspruch in sich, es ist die Folge der eindimensionalen Sichtweise. Mit der Erweiterung um eine neue Dimension werden sich auch die scheinbaren Widersprüche in den Wertefragen auflösen.Auch unser Werte- und Normensystem muß von den beiden Prinzipien bestimmt werden. Es muß Ordnungswerte, genauso wie Freiheitswerte enthalten.Nur in der Ausgewogenheit beider Prinzipien können wir auch hier unseren Frieden finden.5 Die Chaostheorie zerstört unser deterministisches Weltbild
          • Mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaften hat der Mensch den mittelalterlichen Aberglauben mehr und mehr verloren.Einen neuen Halt und eine neue Orientierung suchte er, und fand ihn im Determinismus der Newtonschen Mechanik.Furcht, aber auch eine unwiderstehliche Faszination löste die Entdeckung der deterministischen Abläufe in der Natur aus. Mechanisch-deterministisch sei das göttliche Prinzip. So glaubte der neuzeitliche Mensch und machte sich dieses Prinzip gleich zu eigen, auf daß er Gott gleich sein möge, die Welt zu beherrschen.Das deterministische Prinzip beherrschte das naturwissenschaftliche Denken der Neuziet und es beherrscht in viel zu vielen Bereichen auch heute noch unser Denken.Denn wir wissen heute, daß das deterministisch-mechanische Prinzip weder das göttliche Prinzip noch das Prinzip ist, mit dem wir die Welt erobern und beherrschen können. Vielmehr scheint es das Prinzip zu sein, daß der Mensch noch so gerade eben vollständig erfassen kann. Wohl deshalb war er so fasziniert von diesem Prinzip.Das Mechanistische Prinzip wird als der Aberglaube der Neuzeit in die Geschichte eingehen, als der wahnwitzigste, anmaßenste und gefährlichste Aberglaube, den die Welt je erlebt hat, als das Prinzip, mit deren ausschließlicher Anwendung der Mensch Gott gleich sein wollte und sich dabei um ein Haar selbst vernichtet hätte.Die scheinbare Sicherheit, die das deterministische Weltbild vorgaukelt, zerplatzt mit der Aufhebung des Dualismus von Determinismus und Zufall wie eine Seifenblase.Haltlos bleibt der Mensch im Universum des deterministischen Chaos zurück.Auch diese Vorstellung macht Angst. Wieder drängen sich Gedanken an Apokalypse, Verderben und Untergang auf.Dies muss aber nicht so sein, da wir wissen, daß das Prinzip des deterministischen Chaos das Leben überhaupt erst möglich macht.
            • (Mechanistische Maschinen können zwar so aussehen als würden sie Leben. Weil wir die Iterationen des Lebens aber nur endlich nachbauen können, werden sie die ins unendlich gesteigerten Iterationen des Lebens immer nur eingeschränkt darstellen können. Dies gilt auch für unseren Verstand, der sich zwar eines hochkomplexen, aber doch endlichen Gehirns bedienen muss.)Dieser Trost würde dem Menschen aber nicht genügen. Selbst ein Zustand, der sich als normal und segensreich erweist, macht den Menschen nicht zufrieden, wenn er dafür Halt und Orientierung verliert.Eher, so lehrt die Geschichte, führt er seinen eigenen Untergang herbei, als seinen Aberglauben, der ihm Orientierung und Halt bietet, aufzugeben.Wie soll der Mensch seine Freiheit im geordneten Chaos des Lebens gebrauchen? Wo findet er die von ihm ersehnte Ornung, die er bisher nur in den primitivsten und einfachsten Strukturen des Determinismus sehen konnte?Eine Antwort auf diese Frage liefert die Schwestertheorie der Chaostheorie, die Theorie der Fraktalen Geometrie, deren Ordnungsprinzip sich überall in der Natur offenbart. Das Ordnungsprinzip, das den reinen Determinismus mit dem reinen Zufall verbindet.6 Mit der Fraktalen Geometrie bauen wir ein neues Weltbild auf
              • „In seinem Buch 'Die fraktale Geometrie der Natur' zeichnet der polnisch-französisch-amerikanische Mathematiker Benoit B. Mandelbrot auf, wie sich in der Natur vorkommende Objekte, wie Blätter, Äste, Bäume, ein Blumenkohl, Korallen, unser Nervensystem, ja sogar ganze Landschaften mit einfachen mathematischen Beziehungen abbilden und imitieren lassen“. (MOSC 91, S.11)Das charakteristische an fraktalen Strukturen ist, daß sich bestimmte Formen auf allen Größenskalen wiederholen. Die Gebilde sind selbstähnlich. (ebda.)7 Die Hermeneutische Modelltheorie
                • Da das Prinzip der Selbstähnlichkeit das ganze Universum durchzieht, d.h. Mit der Natur auch die Entwicklung der Natur, d.h. Auch die Zeit, d.h. Auch den Menschen, d.h. Auch das Zusammenleben der Menschen in Familien, politischen Ordnungen, Nationalstaaten und internationalen Gemeinschaften, wird es das erste Grundprinzip der Hermeneutischen Modelltheorie. Die Selbstähnlichkeit bestimmt die Architektur des Modells.Mit dem Prinzip der Selbstähnlichkeit allein können wir die Welt ber noch nicht beschreiben. Sie wäre ein zwar höchst iligranes, aber doch totes Gerüst aus Materieklumpen. Keine schöne Vorstellung von einer Welt.Als zweites Grundprinzip des Modells wird daher die Kommunikation zwischen ähnlichen Dingen hinzugenommen. Erst mit der Möglichkeit zur Kommunikation wird die Welt mit Leben erfüllt.Selbstähnlichkeit und Kommunikation erwecken die Welt zwar zum Leben, diese wäre aber doch statisch, wenn ähnliche Dinge zwar kommunizieren sich aber nicht bewegen können.Als drittes Grundprinzip wird daher die Bewegung von ähnlichen, kommunizierenden Dingen hinzugenommen.Mit den drei Grundprinzipien geht es nun in der Welt schon turbulenter zu, in der sich nun ähnliche Dinge bewegen und miteinander kommunizieren können.Um ein Modell zu erhalten, für eine Welt in der wir leben, muß noch als viertes Grundprinzip die Änderung hinzugenommen werden.Die vier Grundprinzipien der Hermeneutischen Modelltheorie sind daher:
                  1. SelbstähnlichkeitKommunikationBewegung
                      1. Änderung
                    • Ein wissenschaftlich brauchbares Modell erhalten wir, wenn wir diese vier Grundprinzipien in einem Fraktalen Netzwerk zusammenfassen.In diesem Modell können wir die Welt zwar nicht in eine deterministische Formel packen, wir können sie werder beweisen noch können wir sie damit beherrschen. Wir können sie aber verstehen und lernen, sie mit dem richtigen Blick und dem gebotenen Respekt zu betrachten.Das Modell kann der Wissenschaft auch dazu dienen, in einem zwar bescheidenen aber doch hilfreichen Rahmen Simulationen durchzuführen, um daran zu erkennen, wie sich sein Eingreifen in die Natur auf diese, auf sich selbst und die Entwicklung der gesamten Welt auswirkt.Offensichtlich hat Gott den Menschen dazu auserkoren, ihm beim Bau der Schöpfung hilfreich zur Hand zu gehen. Der Mensch aber, so müssen wir annehmen, war mit dieser Aufgabe bisher hoffnungslos überfordert. Was er baute und zur Schöpfung beizutragen hatte brachte nicht nur Segen, sondern auch viel Leid.Nun, so scheint es, hat Gott dem Menschen die Möglichkeit zur Simulation gegeben, auf daß sein Lehrling erst einmal daran testen möge, was er in der Welt verändern möchte.Dies wird ein sinnvoller Schutzmechanismus sein, der den Menschen vor den dümmsten Fehlern bewahren kann.8 Die Evolution des Universums
                      • Absolute Sicherheit wird aber auch das nicht bringen. Denn, was ist schon der größte für uns realisierbare Superrechner (der im wesentlichen deterministisch gesteuert und damit dreidimensional bleibt) gegen die Natur und die Welt in der wir leben und dem eine großen, sich dramatisch-chaotisch entwickelnden Evolutionsprozeß unseres Universums, der sich aus endlich vielen, abzählbar unendlich vielen und überabzählbar vielen chaotischen Teilprozessen zusammensetzt. Teilprozesse, die auch jeden von uns in Gang gebrachten und jeden simulierten Prozeß wiederum als Teilprozesse enthalten. Teilprozesse, die sich vom Zufall hin zur Ordnung oder von der Ordnung hin zum Zufall bewegen. Teilprozesse, die alle dem einen Ordnungsprinzip gehorchen, dem Ordnungsprinzip, das wir mit der Chaostheorie und der Fraktalen Geometrie zu verstehen versuchen.Dieser eine Prozeß von dem wir immer ein Teil sind, von dem wir immer nur einen kleinen Ausschnitt begreifen können, dieser Prozeß bei dem sich sogar die Zeit chaotisch verhält, dieser wahrhaft göttliche Entwicklungsprozeß ist der Prozeß, der seinen Anfang im reinen Zufall genommen hat und sich auf die im unendlichen zu erahnende göttliche Ordnung zubewegt.In diesem gewaltigen Prozeß, der die Entwicklung der Welt bedeutet, können wir erahnen wie sich Atome zu Materie, materie zu Sternen, Materie zu Molekühlen, Molekühle zu Zellen, Zellen zu Lebewesen, Lebewesen zu politischen Ordnungen, politische Ordnungen zu Nationalstaaten, Nationalstaaten zu internationalen Gemeinschaften zusammenschließen.Wir können dies verstehen, wenn wir das Ähnlichkeitsprinzip als wichtigstes Prinzip unserer Theorie verstehen und nicht versuchen das Dach ohne ein Fundament in den leeren Raum zu bauen.
                      9 Schluß
                      • Um die Welt zu verstehen müssen wir Wissenschaft betreiben. Um aber Gott zu danken, daß wir in dieser wunderbarsten aller Welten leben dürfen, müssen wir glauben.Matthias Otte            Freiburg, 22. Juni 1992

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  Die offene Gesellschaft und ihre Feinde
Geschrieben von: Matthias - 19.06.2017, 03:29 - Forum: Philosophie - Antworten (1)

Diesen Beitrag widme ich meinem Vater Wolfgang Otte, der 1984 bei einem Autounfall ums Leben kam. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich mich nach langen Überlegungen doch zu einem Hochschulstudium durchringen konnte. Er hinterließ mir nicht nur seine sehr umfangreiche Privatbibliothek, sondern auch den Hinweis auf den Philosphen Karl Raimund Popper. Das ist das beste, was wir im Moment haben, waren einer seiner letzten Worte, kurz vor seinem Tod.

Der Einfachheit halber gebe ich hier einen sehr guten Artikel aus der Zeit-online wieder.

P O R T R Ä T : Die offene Gesellschaft und ihre Feinde
Skeptischer Weltverbesserer: Vor hundert Jahren wurde der Philosoph Karl Raimund Popper geboren
Von Richard Herzinger
25. Juli 2002, 8:00 Uhr Editiert am 23. Dezember 2013, 12:17 Uhr DIE ZEIT

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Neben Karl Marx hat wohl kein anderer Philosoph der vergangenen zwei Jahrhunderte eine so große politische Wirkung erzielt wie Karl Raimund Popper. Während aber das Imperium, das sich auf das Marxsche Gedankensystem berief, 1989/90 unterging, sind die Ideen Poppers von ebenjener demokratischen Revolution, die es zum Einsturz brachte, eindrucksvoll bestätigt worden.

Und das, obwohl oder vielmehr: gerade weil er radikal mit der Tradition deutscher spekulativer Geschichtsphilosophie gebrochen hatte und alles andere sein wollte als ein Prophet. In seiner Schrift Das Elend des Historizismus, die 1944 erschien und deren Titel ironisch auf Marxens Pamphlet Das Elend der Philosophie anspielte, erteilte Popper dem Versuch "orakelnder Philosophen", aus der Geschichte "Gesetze" zu destillieren und daraus eine pseudowissenschaftliche Begründung für die Errichtung einer wie immer gearteten idealen Gesellschaft zu zimmern, eine scharfe Absage. Geschichte hat für Popper keinen immanenten Sinn; Träger des Fortschritts und der Verbesserung des menschlichen Lebens sind keine durch irgendein höheres Prinzip ermächtigten Kollektive, sondern ausschließlich selbstverantwortlich handelnde Subjekte, die jederzeit dem Irrtum ausgesetzt sind.

1945, noch während seiner Lehrtätigkeit in Neuseeland, erschien Poppers berühmtestes Werk: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, in dem er seinen Widerstand gegen alle Spielarten totalisierender Philosophie ideengeschichtlich untermauerte. Totalitäres Denken ist für ihn nicht erst ein Produkt des 19. oder 20. Jahrhunderts. Er spürt es bereits bei Platon auf, in dessen Konzeption eines hierarchisch gegliederten Staates er das Urmuster eines ideologischen "Aufstands gegen die Freiheit" erblickt. Weit heftiger noch als den griechischen Klassiker verdammt Popper aber Hegel, den er als philosophischen Scharlatan und intellektuellen Obskurantisten betrachtete. In Hegels "dialektischer" Methode konnte er nichts anderes erkennen als eine Unterminierung der Vernunft zum Zwecke der Apologie eines übermächtigen, autoritären Staats.
Dass er Hegel damit unzulässig verkürzte, ist Popper oft vorgehalten worden. Doch sein Angriff musste wohl so massiv ausfallen, attackierte er mit Hegel doch die philosophische Schlüsselfigur, auf die sich sowohl der rechte als auch der linke Autoritarismus beriefen. So vehement Popper den sozialistischen Kollektivismus - und jegliche egalitäre Utopie - ablehnte, so sehr verabscheute er die Vorsänger der nationalen Gemeinschaft nach der Melodie von Fichtes "geschlossenem Handelsstaat". Die Lehre von der ethnisch homogenen Nation war für ihn schlicht archaisches Hordendenken.

Doch nicht nur als politischer Philosoph, sondern auch als Wissenschaftstheoretiker hat Popper unhintergehbare Maßstäbe gesetzt. Er ging dabei von dem gleichen Kerngedanken aus wie in seinen gesellschaftstheoretischen Schriften: Geschlossene Systeme, die sich gegen Kritik immunisieren, sind zum Fortschritt unfähig, ersticken jede geistige Unabhängigkeit und Kreativität und gehen am Ende an ihrer eigenen Unbeweglichkeit zugrunde. Offene Systeme dagegen, die das Risiko einer Wiederlegung noch der scheinbar unverzichtbarsten Wahrheiten auf sich nehmen, sind nicht nur humaner, sondern erweisen sich auch als leistungsfähiger und erfolgreicher. Wissenschaftliche ebenso wie politische Systeme sind erst dann akzeptabel, wenn sie lernfähig und zur Selbstkorrektur in der Lage sind.
Erkenntnistheoretisch folgt daraus der "Fallibilismus": Das Kriterium für die Rationalität einer Theorie sei nicht ihre empirische Verifizierbarkeit, sondern, im Gegenteil, ihre Falsifizierbarkeit. Jede Theorie kann nicht mehr als einen Annäherungswert an die Wahrheit darstellen; sie bleibt nur so lange gültig, bis eine besser begründete an ihre Stelle tritt. Damit überwand er die Auffassungen des Wiener Kreises, jenes vom Positivismus Ernst Machs inspirierten Zirkels von Wissenschaftlern und Philosophen, in dem er Anfang der dreißiger Jahre erste philosophische Anerkennung erhielt. Er rebellierte namentlich gegen Wittgensteins Maxime, von den Dingen, über die sie nicht reden könne, müsse die Philosophie schweigen. Popper, der aus der Reformpädagogik zur Philosophie gestoßen war, bestand darauf, dass sich ein Denker allen Problemen menschlichen Lebens annehmen und zu ihrer praktischen Lösung beitragen müsse. Dies freilich, ohne sich über die Erfahrungswelt der so genannten einfachen Menschen zu erheben. Popper verlangte von Philosophie und Wissenschaft klares Denken und eine verständliche Sprache.

Auf der Basis dieser Einsichten hat der am 28. Juli 1902 in Wien als Spross einer wohlhabenden, liberal und laizistisch gesinnten jüdischen Familie geborene Karl Popper - seine Eltern waren bereits 1900 zum Protestantismus konvertiert - das Selbstverständnis der westlichen Demokratien auf eine neue Grundlage gestellt. Poppers Konzepte der "offenen Gesellschaft" und des "kritischen Rationalismus" verbanden den Skeptizismus der postidealistischen bürgerlichen Gesellschaft mit dem Erbe der Aufklärung und ihrer Überzeugung von der unendlichen Verbesserungsfähigkeit der menschlichen Verhältnisse. Er forderte, alle - auch die scheinbar unbezweifelbarsten wissenschaftlichen - Wahrheiten infrage zu stellen, und hielt doch - gegen alle Varianten des Relativismus - an der Annahme einer objektiven Wahrheit und der Einheit des Wissens fest. Er schlug damit nicht zuletzt eine Brücke zwischen dem angelsächsischen Empirismus und der kontinentalen Bewusstseinsphilosophie in der Tradition Kants.

Zu Weltruhm gelangte Popper in den fünfziger Jahren - als Professor an der London School of Economics. 1949 nahm er die britische Staatsbürgerschaft an, 1965 wurde er in den Adelsstand erhoben. Sein Hang zur Verabsolutierung seiner Ansichten trug ihm unter Kollegen den Spitznamen "der totalitäre Liberale" ein. Hinter Popper, der 1994 in London starb, kann die liberale Gesellschaft nicht zurück. Die Suche nach einer Philosophie der Freiheit ist mit ihm aber nicht zu Ende gegangen.

[Bild: aegypten_smilies_0012.gif]

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  Was ist eigentlich normal?
Geschrieben von: Matthias - 19.06.2017, 02:43 - Forum: Wissenschaft und Forschung - Antworten (18)

Kleine Nachhilfestunde aus den heiligen Hallen der Mathematik.

Ich halte diesen Beitrag für notwendig, da ich immer wieder feststelle, dass selbst wissenschaftlich gebildete Menschen immer noch eine unaufgeklärte Vorstellung von dem Begriff Normal haben. Ich will gar nicht wissen, wie viele Menschen heute immer noch der mittelalterlichen Vorstellung verhaftet sind und glauben der Begriff Normal habe etwas mit Durchschnitt (Mittelwert) zu tun.

Ich möchte hier an den berühmten Mathematiker Johann Carl Friedrich Gauß (latinisiert Carolus Fridericus Gauss; * 30. April 1777 in Braunschweig; † 23. Februar 1855 in Göttingen) erinnern, der neben vielen anderen mathematischen Leistungen die Normalverteilung entdeckt hat. Seitdem wissen wir, dass die Normalverteilung eine Glockenkurve darstellt, zu der notwendigerweise auch die unendlich entfernten Ränder dazu gehören.

Wer also heute immer noch jemanden als nicht normal bezeichnet, outet sich damit als zurückgeblieben. Aber auch das ist natürlich normal. Das gleiche gilt aber auch für diejenigen, die in der Lage sind Mathematik zu begreifen und diese als Sprache des unendlichen Geistes verstehen.

Mathematisch gesehen macht die Forderung nach Inklusion also durchaus Sinn!
[Bild: jap.gif]

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Aegypten_smilies_0012 Zum Schmunzeln
Geschrieben von: Mercurius - 15.06.2017, 13:30 - Forum: Musik - Keine Antworten




ein kleines Schmunzler für die gute Stimmung

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64 Hallo, ich bin neu
Geschrieben von: Margoth - 08.06.2017, 13:30 - Forum: Ökologie und Umwelt - Antworten (4)

Hi,

ich bin Margoth, eigentlich Marcus, aber eben gern Margoth genannt.

Ich würde euch gern gleich eine Frage zum ethisch und ökologisch korrektem Reisen stellen.
Mir macht es nämlich ein wenig Kopfschmerzen mich da zu entscheiden. 
Eigentlich fahre ich super viel mit dem Rad oder auch mit der Bahn. Aber ein geplanter Urlaub in Rom (mit Besuch beim Vatikan  Big Grin) stellt mich nun vor eine neue Herausforderung. 
Meine Bekannte will unbedingt fliegen. 
Sie begründet ihre Wahl damit dass man so günstiger reisen könne und klar hat sie da recht, doch erstens ist mir das zu Co2 intensiv und zweitens vertraue ich nicht sonderlich in Flugzeuge. Man könnte munkeln, ich hätte Angst   Undecided.
Alternativ fällt mir jetzt auch nur Auto oder Bahn ein?
Doch ist das besser?

Wie würdet ihr an die Sache ran gehen?

Grüße
Margoth

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  Das Geheimnis der Kornkreise
Geschrieben von: phaeton - 07.06.2017, 15:58 - Forum: UfO's - Alien's und andere Begegnungen mit Lebensformen - Antworten (6)

Kornkreise,eines der letzten Geheimnisse,für die es noch keine definierbare Antwort gibt...
Es gibt soviele verschiedene Erklärungen und dennoch,keine Antwort ist so sicher,dass man es einfach als eine Erkenntnis ablegen könnte.

Auf dem Meeresboden fanden sich ebenfalls erstaunliche runde Kreise,die dem Kornkreis sehr ähnlich sind.
Dafür fand man eine Antwort,es wären Kugelfische,die ja von Natur aus dafür bekannt sind,aber mit solchen Mustern?

https://www.youtube.com/watch?v=k6xJ9QRwEV4


http://www.freigeist-forum-tuebingen.de/...ideos.html

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  Das All ist nicht alles
Geschrieben von: Eik - 05.06.2017, 09:11 - Forum: Astronomie - Exobiologie - Antworten (4)

Leben wir in einem Multiversum?

Das All ist nicht alles

von Martin Rees 30.3.2017, 05:30 Uhr
Unermesslich scheint uns schon der Weltraum, der aus «unserem» Urknall entstanden ist. Aber was liegt jenseits davon? Vielleicht ist unser Universum nur eines unter vielen.


[Bild: 06ac2b66-7f9e-4728-ad26-a2bd2bcb747d.jpeg]

Viertausend Lichtjahre von der Erde entfernt strahlt in der Konstellation Puppis einer der heissesten bisher bekannten Sterne. Aber vieles, was das All birgt, entzieht sich einstweilen unserer Kenntnis. (Bild: Granger Collection / Keystone)

Die Vorstellung ist atemberaubend, aber sie ist mittlerweile im Mainstream kosmologischen Denkens angekommen: Die physische Realität könnte um ein Vielfaches grösser sein als das, was wir bis dato «das Universum» genannt haben. Unser kosmisches Umfeld könnte reich gewirkt und vielschichtig sein, aber in so gewaltigen Grössenordnungen, dass unsere Astronomie nur einen winzigen Bruchteil davon erfasst. Im Blick auf diese Dimensionen wären wir so ahnungslos wie ein Planktont, dessen «Universum» ein Löffel voll Wasser ist und das nichts von der Topografie und Biosphäre der Erde weiss. Wir leben vielleicht in einem «Multiversum».

Unser Urknall könnte nur eine Raum-Zeit-Insel in einem grenzenlosen kosmischen Archipel sein.

Wie stark unsere Teleskope auch sein mögen – unser Gesichtsfeld ist immer durch einen Horizont begrenzt, dessen Perimeter der Distanz entspricht, die das Licht seit dem Urknall zurückgelegt hat. Aber rein physisch hat diese Grenze keine Bedeutung. Schon «unser» Urknall könnte einen unvorstellbar riesigen Raum erschlossen haben – aber das ist nicht alles: «Unser» Urknall könnte nur eine Raum-Zeit-Insel in einem grenzenlosen kosmischen Archipel sein.
Mehr als ein Urknall?

Daraus ergeben sich zwei Fragen, die eine Herausforderung für die Physik des 21. Jahrhunderts darstellen. Erstens: Hat es mehrere «Urknalle» gegeben und nicht bloss einen? Zweitens – und noch interessanter: Wenn es mehrere waren, haben überall dieselben physikalischen Gesetze gewaltet? Oder gibt es eine grosse Zahl unterschiedlicher Formen des Vakuums, von denen jede zum Wirkungsfeld für eine unterschiedliche Mikrophysik werden und damit auch verschiedene Formen von Leben generieren kann?

Wenn die Antwort auf diese letztere Frage «ja» lautet, wird es zwar immer noch übergreifende Gesetze geben, die das Multiversum regieren – vielleicht eine Version der Stringtheorie. Aber was wir als allgemeingültige Naturgesetze zu sehen gewohnt sind, würde dann zu einer nur lokal gültigen Unterkategorie von Gesetzen absinken.

Viele Regionen in diesem supponierten kosmischen Archipel könnten Totgeburten sein oder steril; die Gesetze, die sie regieren, könnten von einer Art sein, die keinerlei Komplexität erlaubt. In diesem Sinn wäre unser eigenes Universum nicht typisch; es würde vielmehr zu der ungewöhnlichen Unterkategorie gehören, die im kosmischen Lotto eine Art Glückstreffer gelandet hat – in der Form von Bedingungen, die eine Entwicklung von Komplexität und Bewusstsein ermöglichten.
Ist das noch Wissenschaft?

Manche gehen von der Prämisse aus, dass Dinge, die sich nicht beobachten lassen, auch nicht Gegenstand der Wissenschaft sein können. Aber diese restriktive Sicht lässt sich nicht ohne weiteres rechtfertigen. Beispielsweise müssen wir davon ausgehen, dass es Galaxien gibt, die jenseits unseres Horizontes liegen und die, sofern die kosmische Beschleunigung weiterhin wirkt, auch immer dort bleiben werden. [/url]

Suche nach dem Sinn unseres Lebens

Urknall, Sternenasche und ein Fragezeichen
von Gottfried Schatz19.12.2014, 00:00

[url=https://www.nzz.ch/feuilleton/urknall-sternenasche-und-ein-fragezeichen-1.18448025]
Nicht einmal der konservativste Astronom würde bestreiten, dass diese Galaxien Teil unserer physischen Realität sind, auch wenn wir sie nie werden sehen können. Auch sie sind aus den Nachwirkungen unseres Urknalls entstanden. Wieso sollten sie einen höheren epistemologischen Status geniessen als nicht beobachtbare Objekte, die aus anderen «Urknallen» entstanden sind? So betrachtet ist die Frage, ob es nun einen oder mehrere Urknalle gegeben hat, durchaus wissenschaftlich.

Wenn wir in einem Multiversum leben, dann impliziert das die vierte und grösste kopernikanische Wende.

Vor fünfzig Jahren waren wir nicht sicher, ob es überhaupt einen Urknall gegeben hat (einige Ewiggestrige bestreiten dies immer noch). Heute können wir mit einiger Sicherheit die Geschichte des Kosmos bis zurück zu jener ersten Nanosekunde beschreiben. So ist es auch nicht übertrieben optimistisch, zu hoffen, dass wir in fünfzig Jahren eine «einheitliche», von Experimenten und Beobachtungen in unserer Alltagswelt gestützte physikalische Theorie darüber haben werden, was in jenem ersten Billionstel eines Billionstels einer Billionstelsekunde geschah, als gemäss unseren Annahmen die Ausdehnung begann. 

Wenn aufgrund dieser Erkenntnisse mehrere Urknalle möglich scheinen, dann sollten wir diese Annahme ernst nehmen, auch wenn wir sie nicht direkt verifizieren können. Schliesslich werden auch die Annahmen der allgemeinen Relativitätstheorie

Neue kopernikanische Wende

Wenn wir tatsächlich in einem Multiversum leben, dann impliziert das die vierte und grösste kopernikanische Wende. Nach der eigentlichen kopernikanischen Wende kam die Einsicht, dass in unserer Galaxie Milliarden von Planetensystemen existieren; dann diejenige, dass es im beobachtbaren Universum Milliarden von Galaxien gibt. Und das wäre im gesetzten Fall nicht alles: Das ganze Panorama, das unsere Astronomen beobachten, könnte nur ein kleiner Bruchteil dessen sein, was aus «unserem» Urknall entstand – und dieser wiederum wäre nur ein Ereignis in einem möglicherweise unendlichen Ensemble von Urknallen.

Am Ende dieses Jahrhunderts werden wir vielleicht in der Lage sein, mit einiger Sicherheit zu sagen, ob wir in einem Multiversum leben und wie unterschiedlich die Universen sind, aus denen es sich zusammensetzt. Die Antwort auf diese Frage wird entscheiden, wie wir das «lebensfreundliche» Universum zu verstehen haben, das uns beherbergt.

Martin Rees ist emeritierter Professor für Kosmologie und Astrophysik an der University of Cambridge und Fellow des Trinity College; zudem war er Präsident der Royal Society. Sein Buch «Das Universum» erschien 2006 auf Deutsch. Der Text beruht auf einem Aufsatz, den Rees für http://www.edge.org verfasst hat. – Aus dem Englischen von as.

Quelle

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  Wem Zeit wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit...
Geschrieben von: Elevation Eight - 31.05.2017, 23:23 - Forum: Philosophie - Keine Antworten

Performance zu Texten des Mystikers Jakob Böhme 
Musik: Ulrike Vorwald | Rezitationen: Anne Schildt 

"Jakob Böhme, Schuhmacher aus Görlitz, erlebt um das Jahr 1600, im Alter von 25 Jahren, etwas seelisch-geistig so Tiefgreifendes, daß er erst viele Jahre später beginnt, mit anderen darüber zu sprechen: die Offenbarung vom Wesen des Menschen. Sein Leben lang ringt er um Worte für etwas kaum Sagbares und findet sie doch: zuerst „sich selbsten zum Memorial“, bald gelesen und verehrt von vielen Menschen in ganz Europa, doch auch bekämpft von Vertretern der christlichen Kirche."

Sonntag, 04. Juni 2017, 19:00, Schillerhaus Leipzig
http://www.leipzig-gohlis.de/schillerhau...ungen.html

Info: Jakob Böhme war ein deutscher Mystiker, Philosoph und christlicher Theosoph. Die Philosophie von Böhme zeichnet sich durch einen idealistischen Pantheismus aus [...] Die wesentlichen geistigen Quellen, auf die sich diese Richtugn stützte, waren Nikolaus von Kues, Paracelsus und die am Neuplatonismus und der Kabbala orientierte Mystik des Agrippa von Nettesheim. (gekürzt aus https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_B%C3%B6hme ).

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